Dienstag, 29. April 2008

Gesunde und ungesunde Lebensmittel

Es ist schon ein Kreuz mit den ganzen Lebensmitteln und den dazugehörigen Erklärungen von Fachleuten, Pseudofachleuten und auch der Industrie.
Das Zucker nicht nur einen hohen Nährwert (100g = 406 kcal) hat, sondern auch für Karies und bei übermäßigem Verzehr auch zu deutlich höherem Körpergewicht beiträgt, weiß nun mittlerweile jeder.
Also was tun, um zwar noch süßes zu verzehren, aber nicht die augenscheinlichen Nachteile in Kauf nehmen zu müssen?
Es gäbe dort zwei Möglichkeiten, nämlich größtenteils oder sogar gänzlich auf Zucker zu verzichten oder auf Süßstoffe überzugehen.
Das Süßstoffe deutlich in der Kritik stehen, wurde hier schon einmal recht ausführlich in einem Artikel erläutert.

Nun gibt es allerdings auch einen Natürlichen Süßstoff, der in der Hauptsache im Süden Brasiliens und im Norden Paraguays wachsen bzw. angebaut werden und seit Ewigkeiten von den Indianern zum süßen von Tee benutzt wird – wie gesagt, schon sehr lange. Stevia rebaudiana lautet der botanische Name dieser Pflanze, die bei entsprechender Behandlung bis zu 300 Mal süßer ist als herkömmlicher Haushaltszucker.
In den 70er Jahren haben die Japaner dieses Kraut industriell genutzt, um daraus das Süßungsmittel zu gewinnen – mit Erfolg.
Da sich das ganze recht schnell herumgesprochen hat, haben auch andere Länder diese gesunde Art des Süßens für sich entdeckt – doch halt, es gibt da noch zwei Ecken in der Welt, die genau genommen dagegen kämpfen.
Die beiden sind die USA und die EU, die wohl eigene Interessen verfolgen.
Brisant wird es nämlich dann, wenn auf Grund einer anonymen Beschwerde bei der FDA (Food
and Drug Administration) die Importe einfach eingeschränkt werden.
Als Begründung wurde dazu angegeben, dass die Ungefährlichkeit von dem Bestandteil Steviosid nicht nachgewiesen wäre.
Anders sieht es z.B. bei Aspartam aus, dem wohl einiges nachgesagt und nachgewiesen wurde – dem allerdings keinerlei Beachtung geschenkt wird.
Nun sollte man sich doch schon sehr wundern, dass man ein unbedenkliches Süßungsmittel vom Markt drängen will und Ihm Gesundheitsschädlichkeit nachsagen möchte, doch das ist in diesem Fall nicht wirklich verwunderlich.
Die in Auftrag gegebene Studie wurde nämlich von Nutra Sweet in Auftrag gegeben – eine Unternehmung des Chemieriesen MONSANTO.
Das ist dieselbe Firma, die für den Genveränderten Mais verantwortlich ist und Ihn weltweit durchsetzen will – koste es, was es wolle. Schon seit längerem trachten Sie danach, die Lebensmittelproduktion zu manipulieren.
Monsanto hat nicht nur schon sehr viele Klagen verloren, die gegen das Unternehmen angestrebt wurde, sondern war auch für die Krankheiten der GIs in Vietnam verantwortlich. Dort hat man das Entlaubungsmittel Agent Orange eingesetzt, wobei viele der dort eingesetzten Soldaten krank geworden sind und gegen Monsanto geklagt haben.
Schon 1917 wurde Monsanto vom Amerikanischen Staat wegen der Gefährlichkeit von Saccharin verklagt.
Um es kurz zu machen:
Monsanto versucht mit allen Mitteln, selbst ihnen bekannte und gefährliche Produkte auf dem Markt zu halten, hierbei ist natürlich die EU kräftig am mitverdienen wie es aussieht. Dabei tun Sie so, als wenn sie die Helfenden Hände sind, die wir dringend benötigen – doch es ist wohl eher ein vergiften, was hier geschieht.
In der EU bzw. in der Bundesrepublik war es als Lebensmittel verboten und durfte nicht als Lebensmittel vertrieben werden, denn wie ja die Studie von Monsanto ergeben haben soll, gibt es Gesundheitlich bedenkliche Stoffe.
Das es nicht stimmen kann, zeigt schon den sehr langen Gebrauch bei den Indianern, die sich allerbester Gesundheit erfreuen. Diese Menschen werden nur dann krank, wenn Sie der Zivilisation ausgesetzt sind und deren Nahrung und Gewohnheiten annehmen.
Noch eines zum Süßungsmittel Stevia, was man ganz dringend beachten sollte:
Wie bei anderen Süßungsmitteln gibt es Stevia auch in Tablettenform, was allerdings einen ebenso fiesen Nachgeschmack aufweißt wie andere Süßstofftabletten.
Hervorragend ist das unter der Bezeichnung ChrysaNova vertriebene „Konzentrat in Kristallform“, wie wir das mal nennen wollen.
Im ersten Augenblick erscheint es sehr teuer, doch wenn man ein wenig rechnet bemerkt man schnell, dass dem gar nicht so ist. Das kristalline Pulver hat wirklich eine sehr hohe Süßkraft und hat keinerlei bitteren Nachgeschmack nach Chemie.

© M.Reins






Das Ökomilitär

Militärs sind schon immer ein recht seltsames Volk gewesen, egal von welcher Nation auch immer. Allerdings übertreiben Sie es das eine oder andere Mal, das man schon wieder über diese Mitmenschen lachen muss – die Betonung liegt hier ganz deutlich bei „Mit“.
Man gedenkt jetzt bei den US-Streitkräften über Dinge nach, die einem wirklich nur ein Kopfschütteln abverlangen, denn man will ab 2010 die Kampfflugzeuge mit einem Mix aus Biosprit und herkömmlichem Treibstoff bedanken – um das grüne Gewissen zu beruhigen?!
Die Briten wollen nachziehen und haben ganz besondere Überlegungen angestellt, denn Sie erstreben fliegende Kampfeinheiten, die nicht nur unbemannt sind, sondern auch mit Solarenergie fliegen. Raketen fliegen dann mit einem Biotreibstoff aus Algen, sowie auch die Panzer der britischen Truppen.
Was die Sache an sich etwas fragwürdig erscheinen lässt ist die Tatsache, das die Briten sich von den Abhängigkeiten der Ölexportierender Länder lösen wollen, obwohl Sie doch mit den Amerikanern Schulter an Schulter in den Krieg ziehen, der ganz offensichtlich geführt wird um Ölfelder“ zu sichern“. Das es so ist, kann jeder leicht nachvollziehen, denn bisher hatten wohl alle von den Amerikanern überfallenen Länder Ölquellen zur Verfügung – somit können wir wohl vor Raubzüge der Amerikaner sicher sein.
Vielleicht kommt das Militär demnächst auf die Idee, uns biologisch abbaubare Munition anzubieten, die mit einem Hanfkerngeschoss ausgestattet sind oder Granaten aus Hartholz, damit die Splitter verrotten können, um Humus zu bilden .
Statt sich solchen Unsinn auszudenken und Kriege dann möglicherweise nach einer Ökobilanz auszurichten, sollte man lieber überlegen, Kriege zu verhindern und den Politischen Weg zu gehen und miteinander zu sprechen.
Diese Kriege deuten lediglich darauf hin, dass es zwei oder mehrere Sturköpfe gibt, denen es völlig egal ist, ob dabei Menschen Ihr Leben verlieren.
Vorschlag zur Güte: Wir bauen einmalig eine Arena nach Vorbild der römischen Kampfarenen, um diese Politiker mit Holzkeulen ausgestattet- natürlich aus kontrolliertem Anbau- in die Arena zu schicken, um Ihre dusselige Auseinandersetzung dort mit den ihnen bekannten Mitteln auszutragen.
Somit werden nicht nur wertvolle Rohstoffe eingespart, sondern auch Menschenleben geschützt – und die dummen schlagen sich selbst, doch werden Sie dann reden, weil es sonst recht schmerzlich wird.

Und außerdem sind diese Holzkeulen mehrfach zu verwenden…

© M.Reins

Montag, 28. April 2008

Hält man uns eigentlich für blöd?

Es ist schon ziemlich daneben, wenn man mit Zahlenschiebereien Verhältnisse vorgaukeln möchte, die gar nicht existieren. Doch wenn man nicht nur Statistiken auslegt, wie man Sie benötigt, sondern uns immer wieder erklärt wie gut doch alles läuft ist es schon ein starkes Stück.
Da gibt es die so genannte Gesellschaft für Konsumforschung, kurz Gfk, die untersucht haben wollen, das alles doch viel besser ist als es aussieht.
Man hat auch bei der GfK bemerkt, dass die Treibstoff – und Lebensmittelpreise gestiegen sind, doch dafür sind Pauschalreisen doch billiger geworden.
Prima, wenn man statt etwas zu essen doch wenigstens noch verreisen kann.
Und dann kommt noch ganz großes Kino, denn die Preise sind im Gegensatz zum Vormonat um immerhin 0,2 % gefallen und die Fachleute haben sich doch tatsächlich über den kräftigen Preisrückgang gewundert…
Haben Sie schon mal in den Einkaufswagen gesehen, wenn sie für 50,- Euro eingekauft haben – nur so das notwendigste?
Wieso kommt der Eindruck auf, das man uns für dumm verkaufen will?
Als Verantwortlichen für höhere Einkommenserwartungen der Bürger sind dann auch noch die niedrigeren Arbeitslosenzahlen verantwortlich, und die Bürger haben schon mal die eine oder andere größere Anschaffung ins Auge gefasst.
Natürlich sind die Arbeitslosenzahlen kräftig gesunken – seit 15 Jahren wieder die niedrigste Arbeitslosenzahl - aber die Hälfte wird ja nicht einmal erzählt, nämlich wie die Zahlen zustande kommen.
Nichts darüber, wie viele Menschen in Rente gegangen sind, die vormals Arbeitslos gemeldet waren. Kein Wort über die Menschen, die in Maßnahmen gesteckt wurden oder die in Umschulungen stecken. Alle diese Menschen stehen dem Arbeitsmarkt gar nicht zur Verfügung, trotzdem tauchen sie nicht in der Statistik auf.
Aber machen wir uns nichts vor, denn wenn wir einmal schauen, von welcher Nachrichtenagentur diese Meldungen kommen, die Glückseligkeit versprechen, sollte dem einen oder anderen schon ein Licht aufgehen.
Es ist nicht immer alles Gold, was glänzt.




© M.Reins

Sonntag, 27. April 2008

Wie blöd muss man eigentlich sein?

Das Biotreibstoffe nicht besonders klasse sind, hat schon jeder mittlerweile gehört oder gelesen. Das Biodiesel sogar schädlicher ist als herkömmlicher Diesel, hat sich auch herumgesprochen, doch was ist mit anderen Bioprodukten?
Nein, kein Obst oder Gemüse, keine Baumwolle oder Kaffee.
Es geht um Biokunststoffe, die nach Angaben der Hersteller biologisch abbaubar sind und aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden.
Nachwachsende Rohstoffe bedeutet Lebensmittel! Wieder einmal ist man nicht in der Lage, vorher zu überlegen, um dann zu handeln. Es geht einfach nur darum, möglichst viel und schnell Geld zu verdienen, denn ansonsten kann man sich diesen Schwachsinn nicht erklären, denn dieser so genannte Bioplastik kann auf Müllhalden gar nicht verrotten und kann auch nicht recycelt werden.
Es ist unglaublich, das wieder einmal für 200.000 Tonnen Bioplastik 300.000 Tonnen Weizen verheizt werden. Wann hört dieser Irrsinn eigentlich auf und warum werden nicht vorher Versuche mit anderen nachwachsenden Rohstoffen gemacht, die auf den Flächen angebaut werden könnten, die durch die EU brach gelegt wurden.
Möglichkeiten gäbe es ohne Ende, aber man muss es eben auch wollen.
Es kann doch wohl nicht so schwer sein, mehr darüber nachzudenken und über den eigenen Schatten zu springen. Eine Nutzpflanze, die so vielseitig ist, wird einfach ignoriert, weil wir wohl recht dumme Fachleute haben, die sicherlich wieder einmal irgendeiner Lobby angehören und Ihre eigenen Interessen vertreten – und natürlich die Ihrer Geldgeber.
Und hinterher sind wieder mal die 300 Millionen Inder Schuld, die plötzlich eine zweite Mahlzeit am Tag zu sich nehmen – das geht ja auch nun wirklich nicht…

© M.Reins


Wer rechnen kann, ist klar im Vorteil

Roland Koch macht wieder einmal von sich reden, denn immerhin hat er sich ganz schön ins Abseits gedrängt – durch seine Art der Wahlkampfführung.
Jetzt also taucht er aus dem Dunkeln wieder auf und hat das Rezept mitgebracht, das ganze 1500 Milliarden Euro Schulden abbauen soll – innerhalb der nächsten 57 Jahre.
Seiner Meinung nach kann man das hinbekommen, wenn man keine Schulden mehr macht und konsequent die bestehenden Schulden tilgt.
Durch Zusammenlegung der Schulden von Bund und Ländern in einen gemeinsamen Fond und der Verpflichtung, keine neuen Kredite aufzunehmen, will Koch die Schulden abbauen. Doch wie es scheint, kann der Herr Koch wohl nicht rechnen, oder hat er noch gar nicht bemerkt, das diese Schulden so an sich nicht abzubauen sind, weil Zins und Zinseszins das ganze Unterfangen so gut wie unmöglich machen und der Anschein erweckt wird, das eine ganz andere Absicht hinter seinem doch sehr seltsamen Vorstoß steht.
Wie man wohl annehmen muss – und in Anbetracht der politischen Situation für Ihn in Hessen wohl klar wird – hat er vor in die Bundespolitik zu wechseln, um sich dort als Finanzminister anzubieten. Anders ist diese Äußerung seinerseits wohl kaum zu verstehen, denn dass gerade er nicht der Finanzexperte ist, zeigt doch sein Hessen.
Machen wir uns nichts vor, das ganze ist purer Eigennutz und dient ganz sicher nicht der utopischen Schuldenabbautheorie.
Schon klasse, wie man versucht sich wieder ins Spiel zu bringen, doch muss man aufpassen, ob das ganze nicht einfach nur ein Bumerang wird, der die politische Karriere ganz beendet – was sicherlich wünschenswert wäre.

Wir sollten Roland vielleicht einmal fragen, ob er denn bereit wäre ob des großen Ziels auf einen Teil seiner Diäten zu verzichten und keine Erhöhungen mehr zu fordern.
Die Antwort kennt wohl jeder schon jetzt, oder?

© M.Reins

Alles nur zum Schutz des Bürgers

Wer heute im gesetzlichen Sinne auffällt – und sei es nur durch Kleinigkeiten – kann sehr schnell ins Visier der Behörden gelangen. Das man von dort aus auch gerne mal übertreibt und Maßnahmen ergreift, die wie Kanonen auf Spatzen wirken, ist nichts neues.
In der Form geschehen in Bad Oldesloe, wo die Kriminalität wohl besonders hoch zu sein scheint – sonst würde man wohl kaum derartigen Aufwand betreiben.
Dort hat nämlich ein fiktiver Daniel Schenk einen GPS-Peilsender an seinem Pkw gefunden, der mittels Magneten am Fahrzeug befestigt war – den er durch reinen Zufall fand.
Nun hat er diesen natürlich entfernt und der Redaktion der taz in Hamburg, die dann versuchte herauszubekommen, wem das Gerät wohl abhanden gekommen wäre.
Wie zu erwarten, gab es kein Ergebnis, also schrieb die Anwältin des Überwachten alle in Frage kommenden Behörden an denen dieses Gerät wohl gehören könnte – auch hier Fehlanzeige.
Weder BKA, LKA, Verfassungsschutz, Polizei, Innenministerium und andere wollen den Verlust eines GPS-Senders beklagen, somit war es für Daniel Schenk erledigt.
Doch so einfach ist das nicht, denn nach einem Jahr bekam besagter Mann Post vom Innenministerium, die nun vor Gericht gezogen waren um auf Herausgabe des Peilsenders zu klagen oder ersatzweise 2500 Euro dafür zu erhalten.
Seltsam, das man zuvor alles bestreitet um dann besagtes Gerät einzuklagen versucht – möglicherweise war der verantwortliche Mitarbeiter gerade ein Jahr in Urlaub, oder wie will man das nun erklären?
Aber wie kommt man nun dazu, überhaupt überwacht zu werden? Ganz einfach, man begeht z.B. eine Sachbeschädigung im weitesten Sinn und wird gemäß
§ 129a StGB angeklagt bzw. beschuldigt, der dann die Möglichkeit bietet, derartigen Mitbürgern die Bildung einer Terroristischen Vereinigung anzulasten.
Unter Terroristen ist nach allgemeiner Sichtweise eine oder mehrere Straftaten zu verstehen, die mit Entführungen, Attentaten oder Sprengstoffeinsätzen zu tun haben, aber sicherlich nicht die – wenn auch recht dummen – Straftaten des Daniel Schenk.
Das hier die Justiz tun und lassen kann, was sie will, ist an sich schon erschütternd. Hier werden Mitbürger irgendwann einmal als Terroristen eingestuft, wenn sie unter Vorsatz eine Bananenschale in einer Fußgängerzone fallen lassen, um damit einen oder mehrere nachfolgende Personen zu Fall zu bringen – doch wie nennt man dann diejenigen, die Entführungen und Attentate begehen, Sprengstoffanschläge verüben?
Vielleicht einfach nur Verfassungsschutz oder Bundeskriminalamt?
Erinnern Sie sich doch einfach mal an die Aktion „Celler Loch“, wo nachweislich unter Regie der niedersächsischen Landesbehörde für Verfassungsschutz die GSG9 – die uns vor Terroristen schützen soll! – ein Loch in die Außenmauer der JVA Celle gesprengt haben. Angeblich wussten die vorgesetzten Dienststellen vom Verfassungsschutz, Bundesinnenministerium und die Bundesregierung nichts davon – wie immer.
Um es einmal ganz klar zu sagen, sitzen bei uns die Kriminellen wohl eher beim Verfassungsschutz, denn sie begehen neben solchen Sprengstoffanschlägen auch Einbrüche in Behörden, um Ausweise und andere Dokumente zu fälschen.
Also sitzen die Straftäter ganz klar in den Behörden, die dies decken – nun sollte doch auch jeder verstanden haben, warum man die NPD nicht verbieten will oder kann, denn die ganzen V- Leute des Verfassungsschutzes hätten ja keine Aufgabe mehr.
Man würde sich auch nicht wirklich wundern, wenn es die Leute vom der genannten Behörden sind, die diese ganzen Tumulte mit den rechten Steuern und man dort nicht einmal ahnt, wer wirklich dahinter steckt.
Immerhin wäre es eine Methode, wie sie unserem allseits beliebten Bundesinnenminister Schäuble zuzutrauen wäre, um weitere Überwachungen und Abhörmaßnahmen durchzusetzen.
Ein sehr seltsames Rechtssystem mit einer ausgesprochen seltsamen Rechtsauffassung, in denen die Behörden Straftaten begehen, um die Bürger angeblich vor Straftätern zu schützen zu schützen.
Es wäre an der Zeit und äußert notwendig, diese verantwortlichen nicht nur rauszuschmeißen, sondern auch vor Gericht zu bringen – doch dazu bedarf es eines Staatsanwaltes, der nicht vor der Politik zurückzuckt und eines Richters, der dort ohne Rücksicht Haftstrafen verhängt, die wohl kaum noch mit einer Bewährung in Verbindung zu bringen sind.
Wir können wirklich gespannt sein, wie denn das Amtsgericht Bad Oldesloe in diesem Fall entscheiden wird, möglicherweise sogar eine rechtswidrige Überwachung erkennt. Und hoffentlich wird dann von Daniel Schenk eine Klage gegen den verantwortlichen eingereicht, damit solche Spielchen Konsequenzen haben.

© M.Reins


Samstag, 26. April 2008

Jung, Dynamisch, Erfolglos…oder doch schon zu alt?

Das ein Abgeschlossenes Studium notwendig ist, um einen Arbeitsplatz zu bekommen ist in Anbetracht der hohen Arbeitslosenzahlen bei den Akademikern schon sehr seltsam, doch auch in anderen Bereichen wie dem Handwerk wird es zunehmend enger.
Zwar werden große Reden von den Unternehmern geschwungen, die Händeringend Mitarbeiter suchen, doch so ernst scheint Ihnen das nicht wirklich zu sein – sonst wären nicht zahlreiche Absolventen ohne Arbeit.
Sehen wir uns doch einfach mal die Realität an, wenn es um Bewerbungen geht – wobei es völlig egal ist, ob man nun studiert hat, einen Meisterbrief im Handwerk besitzt oder in einer anderen Position arbeitet. Es trifft alle gleichermaßen.
Erste Frage bei dem Vorstellungsgespräch ist im Allgemeinen, warum man sich ausgerechnet bei dieser Firma bewirbt, denn dann wird doch gelogen was das Zeug nur hergibt.
Man bekundet ein wahnsinniges Interesse an dem Unternehmen, von dem man ja so was von begeistert ist…lassen wir das.
Seien wir doch einfach ehrlich und sagen dem Personalchef oder dem Chef, dass man Geld verdienen muss, weil man eine Familie zu ernähren hat.
Bei Anzugträgern ist das der Zeitpunkt, wo die Bewerbung beendet ist, wie überall dort wo man einen Beruf ausübt, der schmutzige Hände nicht zulässt.
Falls man noch zur zweiten Frage kommt, die dann die Gehaltsvorstellungen betrifft, wird es auch wieder eng, denn man muss sich doch wohl nicht einbilden, dass man das bekommt, was die erbrachte Arbeit wert ist.
Regelmäßige Antworten auf die Gehaltsvorstellungen enden auf Seiten der Personalchefs mit einer vereisten Mine und dem Satz: „ Da werden Sie wohl etwas zurückstecken müssen, denn soviel Erfahrung haben Sie ja noch nicht sammeln können.“ Ein Wunder eigentlich, das der Urlaub nicht um 50% reduziert wird, denn man muss ja noch Erfahrungen sammeln – und das Unternehmen hat ein Fürsorgepflicht…
Humbug, denn wenn man über „genügend Erfahrung“ verfügt, ist man garantiert zu alt für genau dieses Unternehmen, das ja aus einem jungen und dynamischen Team besteht. Nicht nur, das Sie zu alt sind, nein, Sie sind auch noch unverschämt teuer – somit bleibt ja gar nichts für das so arg gebeutelte Unternehmen…
Wer heute denn mit zunehmenden Alter eine neue Anstellung sucht, weil es notwendig ist oder man einfach mal etwas anderes machen möchte, sieht es recht düster aus. Ab 35 Jahren scheint es mittlerweile doch recht eng zu werden, mit 45 Jahren sollten sie über ihre Frühpensionierung nachdenken – Sie sind einfach zu alt für diese ach so junge Gesellschaft.
Der Unterschied zwischen den Anzug – und Blaumannträgern ist hier auch ziemlich interessant, denn bei den Blaumannträgern oder auch Handwerker genannt, greift man doch schon recht gerne auf ältere Mitarbeiter zu, die dann meist dort eingesetzt werden, wo diese Erfahrungen notwendig sind – bei der Ausbildung von Nachwuchs oder Weitergabe von Erfahrungen an die jüngeren Mitarbeiter.
Und das ganze hat Sinn und bewährt sich in vielen Bereichen, zudem diese Mitarbeiter selbst in betriebliche Entscheidungen mit eingebunden werden.
Bei den Anzugträgern sieht das völlig anders aus, denn die neuen Mitarbeiter der Universitäten haben zwar keine Erfahrung, aber doch viel neues Wissen – aber eben nur in der Theorie. Es wäre durchaus nützlicher ältere Mitarbeiter zu haben, die auch das vermitteln, was sie auf der Universität nicht gelernt haben und trotzdem zum Ergebnis führt.
Als Beispiel aus dem Handwerk ist da z.B. ein Tischler zu nenne, der mit entsprechenden Maschinen unterschiedliche Treppen bauen kann, doch kann dieser Fachmann auch Treppen ohne Maschinen bauen – nämlich nur mit seinem ganz einfachen und ursprünglichem Handwerkszeug.
Übertragen wir das auf Berufe der Anzugträger, werden wir das wohl nicht wirklich finden können.
Die Zeiten werden also härter als sie schon sind, aus der Politik kommen Kommentare wie von Frau Merkel, die mal bemerkte, das die Zeiten vorbei sind mit Festanstellungen die ewig andauern.
Dazu kommt die gierige Steuerpolitik aus Berlin, die auch dazu führt das gerade Fachkräfte mit Studium daran denken, auszuwandern – mittlerweile haben auch Handwerker aus dem Bereich Hochbau Australien und Neuseeland für sich entdeckt. Dort benötigt man in diesen Bereichen dringend Fachleute – und die deutschen Fachleute sind nun mal sehr gut ausgebildet und werden überall auf der Welt sehr gerne genommen, nur in Deutschland scheint man das nicht wirklich zu würdigen – schade. Hinterher wird, wie z.B. in der IT-Branche über Fachkräftemangel gejammert.

Eine komische Welt, oder?

© M.Reins

Freitag, 25. April 2008

Warnung vor Abzocke im Internet

Man sollte es nicht für möglich halten, doch mittlerweile wird man schon von den Abzockern, die unser Geld wollen angerufen.
Genauso passiert am heutigen Tag.
Ein Anruf per Band teilte doch tatsächlich mit, das jemand aus der Nachbarschaft eine Nachricht hinterlassen hat.
Sind also diese Nachbarn zu faul geworden selbst anzurufen oder die bekannte Mailadresse zu benutzen? Das ginge doch wesentlich schneller als diesen Unfug übers Netz.
Die Neugier trieb also dazu, diese neue Art der Kommunikation zu überprüfen.
Und damit der angerufene auch an die Seriosität glaubt, die dieser Anruf vermitteln soll, bekommt man auch einen ganz persönlichen Zugangscode – den wahrscheinlich jeder bekommt, weil es ja ein Anruf vom Band ist…
Und schon mal die wundersame Adresse eingegeben um zu sehen, was dabei denn so erscheint.
Auf den ersten Blick macht diese Seite einen völlig normalen Eindruck, doch wie immer täuscht der manchmal.
Schaut man sich die AGB genauer an – was man in einem solchen Fall immer tun sollte –wird man schnell bemerken worum es eigentlich geht.
Dort steht nämlich:

2. Zustandekommen des Vertrages
2.1 Durch die Absendung der vollständigen Registrierungsdaten gibt der Nutzer ein Angebot zu einem kostenpflichtigen Vertragsabschluss mit nachbarschaftspost.com ab.

Damit hat man einen Vertrag von 24 Monaten zugestimmt, der mit Monatlich 9,- Euro zu Buche schlägt, die halbjährlich und im Voraus zu zahlen sind, und natürlich :
1.7 Nachbarschaftspost behält sich das Recht vor, jederzeit seinen Dienst mit oder ohne Mitteilung an die Nutzer vorübergehend oder auf Dauer zu ändern, zu unterbrechen oder einzustellen.
Also Kohle weg, wenn man den Laden schließt – also schön die Augen offen halten.
Wer sich das Impressum anschaut, weiß gleich wie der Hase läuft.
Und wenn man mal ehrlich ist, sehen sehr wenig User in die AGB, sondern machen das Häkchen, und gut. DAS kann sehr teuer werden, selbst wenn man es nicht gelesen hat.

Und wenn man sich noch ein wenig Zeit abknappst, um sich die Verbraucherinformationen durchzulesen, fällt einem auf, das es sich um eine Kontakt- und Partnerschaftsplattform handelt, und nix anderes. Mal abgesehen von der Tatsache, das es sowas im Internet auch kostenlos gibt, ist das schon mies.

© M.Reins

Gewerkschaften offensichtlich gegen die Arbeitnehmer

Was sind eigentlich unsere Gewerkschaften heute noch wert, wenn man sich das wirken dieser so genannten Arbeitnehmervertretungen so anschaut, die immer mehr mutieren und anders als angedacht agieren.
Ursprünglich war der Gedanke, das man mit dem Zusammenschluss der Arbeitnehmer in der Gewerkschaft bessere Arbeitsbedingungen und angemessene Löhne aushandeln kann, damit auch ein ganz normaler Arbeitnehmer sich ein ganz klein bisschen Luxus leisten könnte – weder „normaler Arbeitnehmer“ noch „Luxus“ ist in diesem Fall abwertend gemeint…
Zur Zeit der altehrwürdigen IG Bau z.B. hat sich der monatliche Beitrag zur Gewerkschaft am Bruttoeinkommen des Arbeitnehmers orientiert, was bei Lohnerhöhungen Folgen hatte.
Wochenlang wurden fast täglich Infobriefe an Mitglieder geschickt, in denen die Harten Verhandlungen mit den Arbeitgebern beteuert wurde – und im Endeffekt konnte man sich schon ausrechnen, was dabei herauskommt und eine Einfach Formel anwenden: Arbeitnehmerforderungen: Arbeitgeberzugeständnisse = Tarifabschluss.
So einfach war das im Prinzip, denn es ist nie wirklich anders gekommen, eventuell haben sich hinter dem Komma ein paar Zahlen verschoben.
Das zum Thema Arbeitskampf und Nächte mit hitzigen Debatten. Doch das dicke Ende kommt erst noch, denn durch einen sagenumwobenen Abschluss von gerade nur 2% brutto hat sich automatisch etwas ergeben, nämlich die Beitragseinstufung bei der Gewerkschaft. Somit war gewährleistet, dass man tatsächlich netto weniger in der Tasche hatte, als vorher – denn von dem mehr kann man nicht leben, wenn die Gewerkschaft das Geld frisst.
Andere tatsächlich passierten Dinge bringen einen Arbeitnehmer dann richtig zum kochen. Denn wenn ein Arbeitnehmer, der auch für die Gewerkschaft arbeitet um „die Kollegen zu informieren“, seinen Privatwagen benutzt um die Termine wahrzunehmen, später von der Gewerkschaft Geld bekommt, um sich ein neues Auto zu kaufen, stimmt etwas gar nicht. Immerhin gab es die Möglichkeit über die Steuererklärung – aber eine Hand wäscht die andere.
Jetzt haben wir ein ähnliches Bild der Gewerkschaft, insbesondere Ver.di macht gerade kein so gutes Bild von sich, denn auch dort scheint man wieder einmal mit denen zusammen zu arbeiten, die zum ersten schon ausreichend finanzielle Mittel haben – man spricht auch von Arbeitgebern.
Ein harter Vorwurf, doch den zu beweisen dürfte weniger schwer fallen als angenommen, denn schon seit langer Zeit geistert der Begriff „Mindestlohn“ in den Medien und durch die Köpfe.
Und wer nun wirklich sagt und glaubt, dass der Mindestlohn des Rätsels Lösung ist, um Menschen, die Vollzeit arbeiten wirklich damit eine vernünftige finanzielle Basis zu geben, lügt! Denn Mindestlohn heißt doch nichts anderes, als die Mitarbeiter eines Unternehmens sich den Wolf arbeiten kann, und trotzdem nicht auf den grünen Zweig kommt.
Was hilft denn ein Mindestlohn von 6,50 €, wenn mit der Einführung des Euro die Preise so gut wie verdoppelt wurden – zumindest bei 95% der Waren.
Es wird zwar immer schön gesagt, das Plasmafernsehgeräte und Computer deutlich billiger wurde – was im übrigen nicht stimmt, denn umgerechnet kommt man auf den gleichen Preis wie vorab schon bei der D-Mark – aber Computer und Fernsehgeräte sind als Mahlzeit weniger geeignet.
Bei den Gewerkschaften scheint es sich also doch irgendwie um eine Abart der Arbeitgebervertretungen zu sein, ähnlich dem Schaf im Wolfspelz, der alle täuscht um dann einfach zuzuschlagen, wenn es niemand glaubt.
Die Diskussion um den Mindestlohn ist nämlich im Grunde genommen dieses zuschlagen, weil es ein Unding ist, das zum Beispiel bei der Post die Bruttoarbeitslöhne zwischen 1.474,79 Euro und 4.131,76 Euro liegen.
Bei einer Lohnerhöhung um 7% hat das natürlich deutlich unterschiedliche Auswirkungen, denn erstgenannter bekommen lediglich 103,24 Euro und die höchste Lohngruppe 289,22 Euro.
Was nach Abzug der Steuern übrig bleibt ist nicht wirklich als Reichtum zu bezeichnen und in Zeiten der Rekordgewinnmeldungen aus so gut wie allen Branchen ein Hohn. Immerhin haben wir der Bundesregierung noch die Mehrwertsteuererhöhung auf 19% zu verdanken, die immer noch sehr deutlich spürbar ist.
Aber um nochmals auf die Arbeit der Gewerkschaften einzugehen, ist es schon sehr unverständlich – gerade in Anbetracht der Mammutgewinne, die in den Unternehmen erzielt werden – das es immer nur um Mindestlohn statt um Mindesteinkommen geht, denn genau das würde erstens die Arbeitnehmer wirklich wieder selbstständig machen ohne Zuschüsse einfordern zu müssen, damit ein relativ sorgenfreies Leben möglich ist.
Es kann nicht sein, das ein Vollzeitarbeiter nicht mit dem erarbeiteten Lohn auskommen kann!
Zudem würde es die öffentlichen Kassen entlasten, die das wohl auch dringend nötig haben – aber wer regiert, spart ungern. Und was zudem noch ziemlich sauer dabei aufstößt ist auch endlich mal zu klären, denn es ist ein Unding, das Familien deutlich stärker belastet werden und von Lohnerhöhungen nun mal gar nichts haben, denn eine 5 köpfige Familie zahlt eben 5fache Mehrwertsteuer im Gegensatz zum Single.
Es muss also auch dringend am Steuersystem gearbeitet werden, um das Steuersystem gerecht zu gestalten.
Das alles, von Gewerkschaften und Regierungsparteien, scheint gar nicht wirklich gewollt zu sein, denn so leben doch alle ganz gut – bei den Gewerkschaften und in der Politik.
Oder mal ganz deutlich an die Unternehmensleitungen, Gewerkschaften und Politiker:
Sie könnten alle nicht so gut leben, wenn es nicht Arbeitnehmer gäbe, die mit Ihrer Hände Arbeit diese Umsätze und Gewinne überhaupt ermöglichen.
Stattdessen werden Millionenbeträge für Gehälter in den oberen Etagen gezahlt, wobei es deutlich mehr Unfähige gibt als man eigentlich vermuten sollte – die dann bei Rausschmiss hohe Abfindungen bekommen.

© M.Reins

Donnerstag, 24. April 2008

Das Dynamische Duo hat wieder zugeschlagen

In Zeiten wirtschaftlicher Not kommt man im Bundesinnenministerium und im Bundesjustizministerium wieder einmal auf ziemlich wirre Gedanken, was immer mehr den Verdacht der vollkommenen Überwachung von jedermann untermauert.
Obwohl der BGH Onlinedurchsuchungen ohne richterliche Anordnung nicht zulassen will, kümmert sich ein Dr.Wolfgang Schäuble und sein Schatten Brigitte Zypries wenig um die von Richtern ausgesprochenen Verbote.
Man sollte eigentlich vom gelernten Juristen Schäuble mehr erwarten können, doch da spielt Ihm mehr oder minder wohl seine recht seltsame Rechtsauffassung einen gehörigen Streich.
Das Berliner Duo hat sich nämlich wieder einmal etwas ganz besonderes für den stets verdächtigen Mitbürger ausgedacht, denn nun wird das Bundeskriminalamt (BKA) mit Aufgaben betraut werden, die ganz offensichtlich in den Aufgabenbereich der Länderpolizeien fallen – aber von Schäuble und Zypries geflissentlich ignoriert werden.
Neben dem Lauschangriff, der ja schon soweit möglich ist, möchte man in Privatwohnungen eindringen um Videokameras zu installieren, damit man „Verdächtige“ jederzeit überwachen kann. Des Weiteren will das Duo eine heimliche Onlinedurchsuchung erlauben, was bereits wie gesagt nur mit Erlaubnis eines Richters zulässig ist. Man wird wohl davon ausgehen können, das Schäuble & Co auch hier machen, was Sie wollen, denn sie werden nach deren Plänen zu Urteilen, das BKA zu einer Art FBI in Deutschland umfunktionieren.

Das ganze haben wir im Übrigen nicht nur der CDU zu verdanken, sondern auch die SPD hat sich kräftig reingehängt, um uns zu überwachen. Somit sollte man bei der kommenden Bundestagswahl eventuell die Quittungen dafür schon mal vorbereiten, die diese vermeintlichen Volksparteien haben uns schon lange verkauft - mit Haut und Haaren. Wir können das ändern, wenn wir denn wollen.
Wenn es um Schnüffelsoftware des BKA geht, darf man diese nur per Internet „verschicken“, aber nicht die Software im Computer vor Ort installieren – also keinen Einbruch verüben.
Aber einen Einbruch dürfen die Beamten dann verüben, wenn Sie bei einem Verdächtigen Kameras installieren sollen oder wollen.
Doch hier haben die Damen und Herren aus den betroffenen Ministerien und des BKA die Rechnung ohne den Wirt gemacht, denn für relativ wenig Geld lässt sich die eigene Wohnung doch schon sehr einfach von „Ungeziefer“ frei halten.
Auf dem Markt sind frei verkäufliche Wanzenspürgeräte zu haben, Geräte zum Aufspüren von Videokameras und diverse andere nützliche Hilfsmittel, die bei den eindringenden Personen für einige Überraschungen sorgen werden.
Nicht nur, dass man Ihre Geräte nicht nur finden kann, um sie schlichtweg im Klo herunterzuspülen, sondern auch, um Ihnen einen interessanten Empfang zu bescheren, diese auch noch kräftig stören und wieder per Post zuschicken.
Natürlich werden nun wieder von einigen Menschen der Standartsatz wiederholt werden: „Ich habe doch nichts zu verbergen.“
Mag ja sein, das Sie nichts zu verbergen haben, doch wie die vergangenen Monate zeigten, werden immer mehr Menschen als Verdächtig „erkannt“ und ausgespäht.
Es gibt die Privatsphären, die man uns bitte auch lässt wenn nichts gegen uns vorliegt, ansonsten werden wir uns gegen diese Art der Behandlung wohl wehren müssen.
Das lässt sich wie gesagt auf dem technischen Wege sehr gut lösen, schadet keiner Person körperlich und gibt lediglich Ärger in den Ministerien.
Denn wenn man erst einmal den Verlust von einigen, sehr teuren Wanzen oder Kameras zugeben muss wird es sehr eng.
Wer zu den Entsprechenden Bezugsquellen Informationen möchte, kann sich bitte per E-Mail an General Investigation wenden.

© M.Reins

Mittwoch, 23. April 2008

Die Grünen melden sich zu Wort…

Das die Politik im allgemeinen recht langsam reagiert, oder Dinge die offensichtlich sind, nicht bemerkt, ist bekannt.
Nun haben mittlerweile auch die Grünen festgestellt, das mit den Lebensmittelpreisen etwas nicht ganz stimmen kann, allen voran die Fraktionsspitze um Renate Künast.
Eine Spitzenleistung, wenn man bedenkt wie lange schon die Preise nach oben schnellen und eigentlich schon längere Zeit klar ist, wer und was dafür verantwortlich ist. Doch sollten wir wohl Abstriche dahingehend machen, das in den Parteien oder insgesamt in der Bundesregierung und der Opposition nachgedacht wird, denn bislang gibt es immer nur Schuldzuweisungen, die mal von hier und mal von dort kommen. Im großen und ganzen scheint es wohl eher ein Debattierklub zu sein, statt fachlich Kompetente Menschen, die zügig Dinge analysieren und sich Rat bei wirklichen Fachleuten holen – und damit sind sicher keine Lobbyisten gemeint, die Ihre eigenen Interessen vertreten und durchsetzen.
Die Grünen haben nun also ein so genanntes Positionspapier vorgelegt, das die Streichung von EU-Exportsubventionen fordert, um in Schwellen- und Entwicklungsländern den Bauern mehr Geld für Ihre Produkte zukommen zu lassen.
Wie es scheint, ist die Bundestagsfraktion der Grünen etwas sehr weltfremd, denn dieser fromme Wunsch ist wohl nicht im Ansatz durchdacht worden.
Dort sollte man sich einfach mal fragen, wer denn wohl am meisten Profit aus der Arbeit der dortigen Bauern schlägt, ob es tatsächlich an der so genannten künstlichen Verbilligung liegt, das Bauern dort nur von der Hand in den Mund leben.
Ein gutes aber negatives negatives Beispiel war vor einigen Tagen in einer Dokumentation zu sehen, wo Frauen in Afghanistan Teppiche von Hand knüpften, sich monatelang abrackerten und unter Hunger und Schmerzen ihre Arbeit machten – um dann für 6-8 Monate harter Arbeit 2000,- US-Dollar für einen Teppich zu bekommen, der auf dem Markt von Händler für 25.000 US-Dollar und mehr verkauft zu werden - immerhin sind es weltweit die wertvollsten Teppiche, die sehr viel mehr bringen können, abhängig von der Größe.
Nach Abzug für Material bleibt den Afghanischen Frauen und deren Familien jedoch nicht viel übrig zum Leben.
DAS muss verhindert werden, aber zu solchen Themen wird dann lieber nichts gesagt, denn es würde wohl den Unmut dieser geldgierigen Zwischenhändler nach sich ziehen – die es auch wohl mehr als genug in der Lebensmittelbranche gibt.
Machen wir uns doch nichts vor, die Bauern würden deutlich mehr verdienen können, wenn der unnötige Zwischenhandel entfallen würde, somit würde auch dort die Armut zurückgehen.
Ob es wirklich gewollt ist, mag man wohl bezweifeln dürfen.
Das nun Forderungen nach einer deutlichen Maßnahme gegen die derzeitig offensichtlichen Preistreibereien von Spekulanten ausgerechnet von den Grünen kommen, ist schon merkwürdig – immerhin haben sie sich seit ihrer Politischen Karriere sehr angepasst – besser noch: Sie hängen Ihr Fähnchen schön in den Wind, um keinen Gegenwind zu bekommen. Ein trauriges Kapitel in der Politik.
Einerseits redet man davon nicht soviel Tiere zu Schlachtzwecken zu züchten, andererseits fordert man mehr Ackerflächen für Soja und Mais zur Fütterung von Vieh. Für eines sollte man sich schon mal entscheiden.
Seien wir doch gespannt, wann Frau Merkel den Bundesbürgern vorwirft, sie würden zu viele Mahlzeiten täglich einnehmen, denn die Indische Bevölkerung sorgt ja nach ihrer Auffassung mit zwei Mahlzeiten am Tag dafür, das weltweit die Lebensmittel knapp und eben teurer werden.
Ein Blick auf die Waage würde Ihnen sicher etwas anderes sagen, liebe Frau Merkel.

© M.Reins

Die Theorie der Klimaerwärmung bröckelt langsam ab

Seit dem aus Politik und Forschung behauptet wird, dass der Mensch in der Hauptsache als Hauptverursacher für die Erderwärmung steht, gibt es Menschen die nicht daran glaubten und das Gegenteil behaupteten.
Sie gehen grundsätzlich von einem normalen Lauf der Dinge aus, streiten aber auch nicht grundsätzlich ab, dass der Mensch auch seinen Teil beiträgt – jedoch nur in verschwindend geringem Maße.
Und genau das scheint sich nun zu bestätigen, denn ganze Gruppen von Wissenschaftlern haben Entdeckungen gemacht, die genau das bestätigen was die Kritiker der Erderwärmung schon immer angenommen haben.
Im Grunde genommen sind genau die Messmethoden dafür verantwortlich, die uns vorab klar machen sollten, das es das CO² ist, das als Verantwortliches Übel anzusehen ist. Doch hier muss man den Wissenschaftlern doch einfach mal sagen, das man bitte alle Ursachen untersuchen soll und alle möglichen Beweise an den Tag legen muss, damit ein objektives Urteil gefällt werden kann.
Bislang konnte man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die bislang erzielten Ergebnisse davon abhängig waren, wer die Studien finanziert hat – und die Ergebnisse schon in groben Umrissen feststanden.
Ulrike Lohmann von der ETH Zürich fand nämlich heraus, das Unmengen an Staub für eine Abkühlung der Erde verantwortlich sind. Eisbohrkerne, die bis zu 800.000 Jahre in der Erdgeschichte als Zeugen „vernommen“ wurden, zeigen genau was auf der Erde bislang an Veränderungen stattfand.
Somit deutet alles darauf hin, dass mit deutlich sauberer Atmosphäre auch die Aufheizung steigt. Die durch CO² verursachte Erwärmung beträgt gerade mal 1,5°C, wobei die Erwärmung durch fehlenden Staub in der Atmosphäre wohl an die 4,5°C erreichen wird.
Einige Dinge in der Wissenschaft widersprechen sich also mehr als deutlich und sollten dringend überdacht werden, bevor weitere Maßnahmen ergriffen werden, die vermeintlich gegen die Erderwärmung gerichtet sind, jedoch das Gegenteil erreichen werden.
Es gibt dabei auch Faktoren, die selbst die Wissenschaft nicht ohne weiteres versteht, denn es gibt wohl Daten, die man nicht einfach mal ausrechnen oder im Laborversuch beweisen kann. Laut Wissenschaft ist das allerdings ein Punkt, der sicherlich von dem einen oder anderem Gelehrten als Unsinn abgetan wird – denn Wissenschaft muss im Labor jederzeit reproduzierbar sein, zumindest nach deren Auffassung. Leider berücksichtigen Sie nicht, dass es in der freien Natur ständig kleinste Veränderungen gibt und geben wird, die ein Ergebnis von einem Versuch zum nächsten verändern können und werden.
Eine recht engstirnige Auffassung der altehrwürdigen.
Nun kommt natürlich noch unabhängig von diesem Ergebnis ein weiteres, schwerwiegendes dazu, dass die Wissenschaftlermannschaft der Polarstern ermittelt haben. Eine Untersuchung hat ergeben, das zwar das Eis in der Arktis schmilzt, doch die Annahme, das würde auch in der Antarktis so sein ist schlichtweg falsch, denn es wurde festgestellt, das sich das Tiefseewasser im Südpolarmeer abkühlt und damit sogar dafür sorgt, das es größere Eisflächen gibt als vorher.
Satellitenaufnahmen zeigen ganz deutlich, dass sich seit Beginn der Aufzeichnungen die Eisflächen deutlich vergrößert haben.
Im Weiteren sind auch die Tiefseeströmungen sicherlich ein Punkt, warum sich das Klima verändert und das Weltweite Klima verändert. Hier allerdings ist es wichtig, nicht nur Erwärmungen zu registrieren, sondern auch deutliche Kälteeinbrüche, wie sie weltweit auftauchen.
Gerade was die Veränderungen der Golfströme anbelangt, wurde schon in den 70er und 80er Jahren darüber berichtet, das es deutliche klimatische Veränderungen geben wird, wenn der Golfstrom abgelenkt oder sogar völlig abbricht – und im nördlichen Teil der Erdkugel Kälte vorherrschend sein wird.
Es ist wohl ein Rätsel, wie Wissenschaftler diese Daten unterschlagen konnten – aber es gibt gute Gründe, die wir ja schon kennen.
Zusammen mit dem fehlenden Staubmassen gibt diese Wissenschaftliche Disziplin noch einiges her, was geklärt werden muss, denn die bisherigen Aussagen und Handlungen haben nichts als Scherereien gebracht – denken wir einfach an den Hochgelobten Biotreibstoff, der mehr Ärger als Gutes brachte.
Alles in allem sollten sich Wissenschaftler dringend an einen Tisch setzen, um die wirklichen Ursachen zu erforschen statt sich gegenseitig Vorwürfe zu machen, denn so kommt man bekanntlich nicht weiter.
Und sie sollten ganz dringend damit aufhören, den Politikern nach dem Mund zu reden, das ist nämlich der ganzen Sache an sich überhaupt nicht zuträglich.
Lassen wir uns doch mal überraschen, ob es bald dazu kommt, das sich der geballte wissenschaftliche verstand zusammenführen lässt, um wirkliche und objektive Ergebnisse zu bekommen.
So ist es ein ziemliches und dazu noch teures Spiel, das dort vorgeführt wird.

© M.Reins

Dienstag, 22. April 2008

Automated Personal Location System

Es ist an sich nichts neues und oft genug durch die Medien gegangen, das gerade London extrem durch Videokameras überwacht wird und jeder Bürger auf Schritt und Tritt verfolgt werden könnte, was man sicherlich auch bei einigen machen wird.
Doch jetzt kommt es zu einer völlig neuen Situation für die Londoner Polizisten, die zukünftig einen Mikrochip tragen sollen, um besser geschützt zu sein und jederzeit über diesen Chip den Standort an die jeweilige Zentrale melden zu können.
Das man mit einem Mikrochip mehr Sicherheit für einen Polizisten herstellen kann, erscheint da wohl wenig glaubwürdig, denn wenn ein Beamter in eine für ihn ungünstige Situation gelangt, kann der Chip auch nicht weiterhelfen.
Jetzt ist den Polizisten bei dieser Aussicht nicht wirklich gut zumute, denn es bedeutet doch lediglich eine Überwachung der 31000 Londoner Polizisten, und ganz sicher nichts anderes.
Interessant ist die Tatsache, dass die Polizisten erstens mit einem Funkgerät ausgestattet sind und zum zweiten schon über GPS der Beamte geortet werden könnte, falls erforderlich.
Bekannt wurde auch, dass die neuen Chips dem GPS sicherlich nicht technisch überlegen sind, also muss es folglich einen anderen Grund für diese Ausstattung geben, die nicht bekannt ist.
Wozu denn viel Geld ausgeben, wenn im Ergebnis keine Besserung erfolgt?
Wenn also schon Polizeibeamte vom Dienstherrn auf solche Weise überwacht werden, ohne dass ein wirklich triftiger Grund vorliegt, ist das doch recht bedenklich.
Es gilt dabei abzuwarten, ob sich dies innerhalb der EU vielleicht sogar wiederholt und vielleicht in nächster Zukunft auch Deutsche Polizisten überwacht werden, weil der Bundesinnenminister wieder einmal an jeder Straßenecke Terroristen oder wenigsten Symphatisanten vermutet.
Das wird sicherlich dazu führen, das die sowieso schon mit Überstunden geplagten Beamten keinen Nachwuchs mehr bekommen und noch mehr Arbeit mit immer weniger Beamten zu bewältigen haben.

© M.Reins

Montag, 21. April 2008

Minister Seehofer und die Landwirtschaft

Vor fast 40 Jahren fing es an, seltsam zu werden in der Landwirtschaft, denn um Preise zu halten und sie nicht ins unermessliche fallen zu lassen, hat man Obst und Gemüse auf den Müll geschmissen! Wenn man sich das vorstellt, bekommt man den blanken Horror, denn auch zu jener Zeit gab es hungernde Menschen.
Aber die Deutschen waren Satt und Glücklich, das Wirtschaftswunder hatte alle Speck ansetzen lassen.

Statt es den Hungernden und Armen zur Verfügung zu stellen, wird lieber alles auf den Müll geworfen – es hätte ja kein Geld gebracht.
Heute hat sich einiges geändert, obgleich immer noch viel zu viel Lebensmittel auf dem Müll landen – insbesondere noch verpackte Lebensmittel werden weggeworfen.
Der Grund dafür ist wohl offensichtlich, denn wir können beim Einkauf alles bekommen, was wir haben wollen, und wenn wir uns mal mit der Menge vertun, ab auf den Müll.
Doch jetzt scheint die Zeit reif dafür, über solches tun dringend nachzudenken, denn die Preise für Lebensmittel klettern unaufhaltsam weiter und weiter.
Das der Biotreibstoff dafür als Hauptverantwortlicher gesehen wird, ist wohl jedem deutlich geworden.
Nun hat man in Berlin jedoch im Landwirtschaftsministerium etwas ganz bedeutendes bemerkt, was andere schon lange vor Ihnen gesagt haben.
Nämlich, das die ungenutzten Ackerflächen wieder bebaut werden sollen, um den drastischen Lebensmittelpreisen entgegenzuwirken.
Dass Ackerflächen brachliegen, hat sich der Landwirt in Deutschland nicht alleine ausgedacht, sondern das war auch wieder so eine Idee der Europäischen Union, die wohl einen deutlichen Mangel an Fachleuten aufzuweisen hat.
Durch diesen Unsinn der Bürokraten wurden satte 3,8 Millionen Hektar Land dem Anbau von Getreide usw. entzogen.
Der Verdacht liegt nahe, das man in den Ministerien nicht wirklich zusammenarbeitet und auch kein entsprechendes, fachlich qualifiziertes Personal hat, die an solchen weitreichenden Entscheidungen mitwirken.
Dann würde sicherlich nicht erst Biotreibstoff aus Lebensmitteln gewonnen, sondern tatsächlich erst geprüft, wie viel Lebensmittel denn tatsächlich zu entbehren sind, um daraus Treibstoff zu machen.
Dazu hätten Umweltministerium und Landwirtschaftsministerium einfach mal zusammenarbeiten müssen, doch da scheint man noch nicht drauf gekommen zu sein.
Es reicht nun mal nicht aus, schon mal eine Kuh auf einer Wiese gesehen zu haben oder ein Tankfahrzeug auf der Autobahn – dazu bedarf es schon mehr, sich Experte für Landwirtschaft oder Umwelt zu nennen.
Wie können sehr gespannt sein, wie wohl die Reaktion auf die Idee Seehofers sein wird.

© M.Reins

Sonntag, 20. April 2008

Inder essen einfach zu viel – sagte Angela Merkel

Es ist nicht unbedingt ein großes Geheimnis, das Angela Merkel manchmal etwas seltsame Gedankengängen folgt, denn Sie ist einer der wenigen Politiker, die tatsächlich nicht den Biotreibstoff als Hauptverursacher für die Lebensmittelpreiserhöhungen ansieht.
Nein, es ist der deutlich erhöhte Verbrauch von Lebensmitteln in China und Indien, denn die Chinesen trinken Ihren Aussagen zufolge wohl jetzt plötzlich vermehrt Milch und ein Großteil der, wohl an die 300 Millionen Inder nimmt sogar am Tag eine Zweite Mahlzeit ein!

"Wenn die plötzlich doppelt soviel Nahrungsmittel verbrauchen als sie das früher gemacht haben und dann auch noch 100 Millionen Chinesen beginnen Milch zu trinken, dann verzerren sich natürlich unsere gesamten Milchquoten und vieles andere", sagte die CDU-Chefin mit Blick auf den europäischen Agrarmarkt.

Nicht nur, das diese Aussage unverschämt und Menschen verachtend ist, sondern auch mehr als nur einfach dumm, hat Sie wohl nicht wirklich verstanden.
Es ist unglaublich, eine solche Frau als Kanzlerin in Deutschland zu haben, die weder Taktgefühl noch Verstand ihr eigen nennen kann.
Und das wurde dann auch noch bei der Eröffnung einer Raffinerie für Biotreibstoff im sächsischen Freiberg geäußert.
Ihre Meinung allerdings widerspricht nicht nur der Weltbank, sondern auch Ihrer Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul und wie schon angedeutet, anderen Politikern auf der Welt.
Die Entwicklungshilfeministerin hatte über Studienergebnisse gesprochen, die ganz klar davon ausgehen, dass zwischen 30% und 70% der Preissteigerungen bei Lebensmitteln als Hauptverursacher die Biotreibstoffe zu sehen sind.
Das ist auch recht einfach nachzuvollziehen, denn wenn man bedenkt, das 3 Tonnen Weizen verarbeitet werden müssen, um daraus 2 Tonnen Bioethanol zu gewinnen, stimmt etwas nicht. Wenn dann die nicht bebauten Ackerflächen dafür genutzt werden würden, sollte es weniger Probleme geben, denn die Hauptanbauflächen werden immer noch für Lebensmittel genutzt und die Preise würden stabil bleiben können.
Doch scheint das Hauptproblem wohl eher darin zu liegen, das die Verdienste mit Getreide für Biotreibstoffe besser bezahlt wird und Landwirte anlockt, dafür anzubauen.
Der ganze Zauber um den angeblich so umweltverträglichen Biotreibstoff muss endlich ein Ende gesetzt werden, denn wie schon vorab des Öfteren berichtet, ist Biodiesel z.B. ein recht umweltschädlicher Treibstoff – denn schaut man sich die Ökobilanz an, sieht alles nicht mehr ganz so gut aus.
Motoren werden teilweise zerstört, Russpartikelfilter sind nicht zu nutzen, Dichtungen und Einspritzpumpen haben nur eine geringe Lebenszeit, weil die ebenfalls zerstört werden – aber alles nichts Neues.
Dadurch werden natürlich auch mehr Maschinen in Anspruch genommen, die neue Ersatzteile herstellen müssen – damit ist die Ökobilanz wohl ziemlich hinüber, obwohl die Kette ja noch lange nicht zu Ende ist, die man verfolgen müsste.
Aber wie hieß es vor kurzem noch so schön aus Berlin, als es um die dort angestellten Lobbyisten so schön sinngemäß: Wir haben intern keine Fachleute, die müssen uns von Außen zugeführt werden. Fragt sich dann, warum man denn so hohe Diäten bekommt, wenn es doch nur „Anlernberufe“ sind und fachliche Kompetenz nicht vorhanden scheint…
2009 ist Wahljahr und für Merkel & Co kommt der „D-Day“, der hoffentlich eine Entscheidung von vernünftig denken Menschen ergibt und Sie nach Hause schickt.

Es wird Zeit…!

© M.Reins

Freitag, 18. April 2008

Das nordische Wettrennen

Wie immer im Leben sind Nachteile nicht immer auch gleich Nachteile, denn manches Mal verwandeln Sie sich über Nacht in klare Vorteile. An sich ist das nun nicht wirklich etwas neues, doch in Anbetracht der Ressourcenknappheit scheint es umso wichtiger zu sein, Vorteile zu erkennen und zu nutzen – und sei es gemeinsam mit anderen, was nicht jedem so liegt wenn man ehrlich ist. Während sich nämlich Kanadier, Russen und Amerikaner streiten, haben sich die Ministerpräsidenten der nordischen Länder getroffen um es wichtiges zu besprechen. Der Blick richtet sich hier in die Arktis, doch fragt man sich was man denn dort will. Eine ganz klare Sache, denn bekannt war schon immer, das unter dem Eis ganz sicher Bodenschätze zu finden sind, die nur bei Eis sehr schwer abzubauen sind. Somit kommt die Klimaerwärmung ja so gut wie gerufen, denn dieser Nachteil wird wie gesagt deutlich in einen Vorteil umfunktioniert. Aber bei diesem Treffen waren ja nicht nur die Ministerpräsidenten von Schweden, Dänemark, Norwegen, Finnland uns Island, sondern man hatte sich auch noch die Chefs der großen Industrie- und Energieunternehmen mit an den Tisch geholt. Im Weiteren kamen noch verschiedene Vertreter von Zeitungen, Gewerkschaften, Experten für Klima und Energiewirtschaft und Globalisierungsfachleute mit an den runden Tisch, um alles in allem zu besprechen.
Was andere Länder nicht hinbekommen, machen die Wikinger den anderen mal eben vor: Zusammenarbeit.

Gerade aus Sicht Europas oder auch den Nordamerikanern muss man vor den Nordmännern den Hut ziehen, aber dieses nordische Volk hat schon immer gut und gerne zusammengehalten – vorbildlich für andere, die sich wegen Nichtigkeiten nur die Köpfe einschlagen.

Was die Russen angeht, haben diese schon im vergangenen Jahr mit U-Booten den Meeresgrund abgesucht, um tatsächlich eine Verbindung zwischen den Unterwassergebirgen und dem Russischen Festland zu finden – als Beweis dafür, das die Arktis zu Russland gehöre.

Mal abwarten, wann in der Norddeutschen Tiefebene jemand darauf kommt, dass vielleicht die Alpen doch irgendwo eine Verbindung aufweisen könnten, wenn man es nur wohlwollend genug auslegt.

Aber solche Spekulationen lassen wir besser beiseite, denn es ist ja nicht wirklich ernst zu nehmen.

Aber man muss ganz klar sagen, dass es mit sehr großer Wahrscheinlichkeit riesige Ölvorkommen sein werden, die dort die Nationen anlocken. Eigentlich verwunderlich, das sich die Bundesregierung nicht mit eingeklinkt hat, denn in der Nordsee wird immerhin schon seit längerem gebohrt – die Technik ist vorhanden, und ein Zusammenschluss mit den Nordmännern wäre wohl nicht die schlechteste Wahl.

Leider muss man auch daran denken, was wohl bei den Amerikanern in den Köpfen vorgehen kann, denn ist ja nicht unbekannt, das Sie auch mit Waffengewalt Erölvorkommen“ sichern“ würden – und eventuell ja sogar im Namen gegen den Terror Militäreinsätze durchführt – wie Sie es schon immer getan haben und weiterhin tun werden, und sicherlich auch mal Freundschaften „vergessen“ könnten.

Nun aber ist es für den einen wieder zu einem Vorteil gekommen und könnte es für alle noch viel besser kommen, denn der Seeweg nach Japan wird sich deutlich verkürzen, was unweigerlich dazu führen könnte, das diese Handelsbeziehungen ausgebaut werden könnten. Ein klarer Vorteil, ohne Zweifel.

Aber: Was passiert mit den dort lebenden Ureinwohnern, die dann plötzlich nicht mehr so leben kann, wie sie es schon seit Anbeginn gewohnt sind und so gut gelebt haben – ohne diese so genannte Zivilisation, den dazugehörigen Stress und alle möglichen Krankheiten, von denen man dort sicherlich die wenigsten kennt. Oder werden Sie auch einfach ohne Rücksicht auf Verluste ausgerottet - es wäre nicht das erste Mal in der Geschichte, das wirtschaftliche Interessen Vorrang hatten.

Das alles sollte nicht nur vernünftig überdacht werden, sondern sollte man dringend überlegen, ob es keine andere Möglichkeiten gibt sich mit der erforderlichen Energiemenge abzudecken.

Aber auch die Fischfanggebiete sind natürlich dann wieder sehr interessant, was dann die Überfischung weiterhin begünstigt, denn es wird sich wohl kaum jeder an die Vorschriften für Fischfang halten.

Sehen wir einfach nach Japan, die immer noch fleißig Wale jagen und sich nicht weiter durch Proteste aus der Ruhe bringen lassen.

Es gilt einfach, mehr auf unsere Umwelt zu achten und nicht blindlings auszubeuten bis nichts mehr geht, denn das bedeutet einen ganz klaren Widerspruch zu dem, was uns ständig aus den Medien entgegenschallt – gerade Politiker, Umweltschützer und private Vereine und Organisationen reden genug darüber, doch so richtig tut keiner etwas.

Bestes Beispiel ist der Gründer von Greenpeace, der sich nun für Atomkraft ausspricht und wohl kaum noch ernst genommen werden kann.

Also halten wir unsere Augen auf und schauen Ihnen genau auf die Finger, denn gerade diejenigen, die am lautesten Gejammert haben scheinen sich angepasst zu haben – woran das wohl liegen mag…

Denken Sie einfach an die Damen und Herren von Bündnis90/ Die Grünen, dann wissen Sie schon was gemeint ist.

© M.Reins

Mittwoch, 16. April 2008

Ölspekulanten treiben den Preis künstlich in die Höhe

Machen wir uns nichts vor und glauben nicht mehr einfach alles, was man uns so an Nachrichten vorsetzt, denn alles deutet wohl mehr und mehr darauf hin, das wir von Spekulanten ausgenommen werden wie eine Weihnachtsgans.
In den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts schon hat man eine künstliche Ölkrise inziniert, so dass wir mit dem Fahrrad über die Autobahnen fahren konnten – es wurde angeblich mangels Erdöl ein Fahrverbot an Sonntagen verhängt.
Das es auch hier nur um Spekulationen ging, ist den älteren sicherlich klar geworden.
Doch wie der Zufall es will, werden in der vergangen Zeit ständig neue Ölfelder gefunden, die sogar größer sein sollen als der Vorrat Saudi Arabiens, die immerhin noch 264 Milliarden Barrel beträgt.
Und nicht nur dort hat man große Ölvorkommen entdeckt, sondern jetzt nach den neusten Meldungen auch vor der Haustür Brasiliens – 5000 Meter unter dem Meeresspiegel. Erst im November vergangenen Jahres hatte man vor Brasilien ein großes Erdölfeld gefunden, das 250 km vor der Küste liegt.
Fakt wohl nach Aussagen von Experten, das gerade der schwache US-Dollar dazu führt, dass die Preise pro Fass deutlich steigen. Manche Ölländer spielten schon vor einiger Zeit mit dem Gedanken, nicht mehr in Dollar sondern in Euro abzurechnen.
Das an sich ist auch wohl gut verständlich, denn wer möchte schon Öl gegen Altpapier tauschen.
Ob sich allerdings bei der Umstellung von Dollar auf Euro etwas an den Preisen für Treibstoff ändern würde ist immer noch zu bezweifeln, denn es lässt sich nun mal sehr viel Geld damit verdienen, wie z.B. Shell bewiesen hat.
Im übrigen sind es wohl auch gerade gierige Spekulanten, die derzeit dafür sorge tragen, das die Lebensmittelpreise ins unermessliche steigen werden. Ein Ende ist wohl kaum abzusehen.

© M.Reins

Internet und Winkeladvokaten

Seit langem schon haben sich Rechtsanwälte, deren Kanzleien wohl nicht so laufen wie sie es sich wohl einmal vorgestellt haben auf Abmahnungen spezialisiert.
Dazu scheinen Sie tagelang vor dem Computer zu sitzen, um Internetpräsenzen ausfindig zu machen, die beispielsweise gegen das Urheberrecht verstoßen – im Kleinen, aber immerhin.
Und sollten Sie denn einen Verstoß gefunden haben, wird der spieß umgedreht, denn normalerweise kommt ja der Mandant zum Anwalt, wenn er Hilfe sucht.
In diesem speziell gelagertem Fall jedoch setzt sich der Anwalt mit dem zukünftigen Mandanten in Verbindung, um in seinem Namen eine kostenpflichtige Abmahnung vorzunehmen.
Von wirklicher Seriosität eines Juristen ist da allerdings nicht zu spüren, denn auch hier wird wieder einmal kräftig in die Trickkiste gegriffen, um möglichst viel dabei in die eigene Tasche fließen zu lassen, denn es wird beispielsweise ein Streitwert willkürlich festgelegt –z.B. bei geringfügigen Verstößen mit 50.000 Euro.
Da das Honorar abhängig vom Streitwert ist, ist auch in diesem Fall natürlich ein bedeutender finanzieller Vorteil entstanden.
Das sich diese „Juristen“ überhaupt noch Anwalt nennen dürfen ist an sich schon ein starkes Stück, dem man wohl nur mit rechtlichen Mitteln begegnen kann.
Eine ganz neue Masche hat sich durchgesetzt, indem Filesharingplattformen beobachtet werden, um dort möglicherweise User mit Abmahnungen zu überhäufen – dabei werden ganz sorgfältig über einen längeren Zeitraum Zugriffsdaten gesammelt und einzeln beim Abgemahnten „in Rechnung gestellt“.
Gleichermaßen aktiv ist man bei Spielen, die im herkömmlichen Verkauf in den Regalen verstauben und nun plötzlich der heiß ersehnte Goldesel ist, der schon immer willkommen war.
Auch hier wird ohne wenn und Aber abgemahnt, womit der Hersteller sich 50 Euro und der „Anwalt“ 200 Euro in die Tasche stecken können – diese Spiele oder auch erfolglose Filme auf einer CD /DVD in Zeitschriften für teils unter 5,- Euro verhökert werden. Das der Gesetzgeber da nicht eingreift ist recht unverständlich, das es sich ja wohl mehr als Offensichtlich um pure Abzocke handelt. Würde man sich an die Anwaltskammer wenden und sich über derartige Machenschaften ihres Mitgliedes beschweren, würde außer eines „lass das mal“ wohl kaum mehr passieren.
Vielleicht sollte der eine oder andere Betroffene einfach mal den unangenehmen Weg gehen und eben diesen vermeintlichen Juristen vor den Richter ziehen, denn diese Art und Weise sich Geld zu verschaffen verstößt ganz offensichtlich gegen die guten Sitten. Von einem Juristen kann man wohl verlangen, dass er sich an die Gepflogenheiten hält und niemanden über den Tisch zieht, wie es hier wohl der Fall ist.
Selbst die Musikindustrie ist schon vor einiger Zeit darauf gekommen, dass man sich mit Abmahnungen ein Zubrot verdienen kann, um die angeblichen Umsatzeinbrüche abzufangen.
Hier ist es aber an der Zeit, einmal darüber nachzudenken, woran es wohl liegen mag, denn nicht immer liegt die Schuld beim Verbraucher.
Die älteren unter Ihnen erinnern sich sicherlich noch an die Zeit, als man mit einem Mikrofon bewaffnet vor dem Radio lag, das Mikrofon in einem genau festgelegtem Abstand vor den dortigen Lautsprecher hielt und Musikstücke aufnahm.
Die Qualität war nicht besonders oder eben gerade noch auszuhalten, doch es hat nicht wirklich jemanden interessiert – man hatte das ersehnte Musikstück.
Seltsamerweise hat niemand aus der Musikindustrie etwas über Urheberrecht gesagt geschweige jemanden abgemahnt.
Zu dieser Zeit war aber auch die Industrie noch nicht so geldgierig, wie sie sich heute zeigt. Heute wird das ganze unter dem Vorwand durchgeführt, die Künstler würden nichts mehr verdienen – was wohl eher an den Verkaufspreisen der CDs liegen mag und eben daran, das die Industrie ungern an die Künstler abgibt.
Und genau die damals noch auf Kassetten aufgenommene Musik wurde für Freunde und bekannte vervielfältigt, damit auch jeder diese Musikstücke hatte. Finanziell besser ausgestattete haben sich ein Tonband gegönnt um damit Musik mit einer deutlich besseren Qualität aufzunehmen – und es hat niemanden interessiert.
Denn zu dieser Zeit hat man noch gewusst, dass man damit kostenlose Werbung macht und ganz sicher mehr verkauft wurde als heutzutage.
Zu der Zeit hat man für eine Langspielplatte 19,90 DM bezahlt, heute zahlt man für eine CD knapp 30,- Euro, wobei sich die Industrie dann plötzlich wundert.
Mittlerweile hat sich dieser Industriezweig allerdings zu einem Hindernis für die Polizei und Justiz erwiesen, wobei sich schon Staatsanwälte mittlerweile weigern, diesen Anzeigen nachzugehen, denn es werden lediglich die Ressourcen der Justiz verschwendet und stehen nicht im Verhältnis zum angeblichen Schaden.
Es ist schon merkwürdig, das gerade diejenigen es sind, die am lautesten schreien, die diese Umsatzeinbrüche selbst zu verantworten haben.
Nicht umsonst haben sich Künstler dazu entschlossen, Ihre Musikstücke kostenlos ins Internet zum herunterladen einzusetzen. Sie haben nämlich schon bemerkt, dass es günstige Werbung für Ihr Produkt ist und sicher dazu beiträgt, dass sie mehr CDs verkaufen als ohne Werbung – und ihre CDs sind auch noch deutlich günstiger.
Es scheint wohl eher eine Frage der Einstellung zu sein - und beim Erhalt einer Abmahnung sollten Sie auch nicht den Weg zum Rechtsanwalt Ihres Vertrauens scheuen, um diese Sache gerichtlich anzugehen.

© M.Reins

Internetfallen und uninformierte Richter

Das Internet, einst als Informationsquelle angedacht, um nicht ständig in Büchern wälzen zu müssen, hat sich nach und nach auch zum Tummelplatz für Internetläden mit diversen Angeboten gemausert.
Es haben sich sehr gute Seiten etabliert, wie sich auch ziemlich viel Ausschussware im Internet finden lässt.
Dazu gesellten sich nach und nach immer mehr Menschen, die nicht unbedingt die ehrlichsten Absichten hatten und haben, um mit ein bisschen „Trickserei“ und der Naivität anderer Nutzer einen Vorteil zu gewinnen – meist in Form von erworbenen Waren oder sogar Bargeld.
Wie das ganze im Einzelnen funktioniert, wird natürlich nicht mit einer Betriebsanleitung hier zu finden sein, doch sei gesagt, es ist kinderleicht.
Und genau da haben wir das Problem, denn wenn Sie eine E-Mail Adresse besitzen, könnte jemand auf die Idee kommen diese zu nutzen, um einen Dritten zu benachteiligen.
Wer sich schon des Öfteren über Müllmails (auch Spams genannt) geärgert hat, kann so manches Mal etwas übersehen haben.
In einem Fall hat also jemand die E-Mail Adresse eines ihm wohl Unbekannten benutzt, um sich Dienstleistungen im Internet zu erschleichen, was ihm auch wohl gelungen ist. Der wirkliche Inhaber dieser Adresse hat im Postfach seiner E-Mailadresse eine Anzahl Mails gehabt, die z.B. die Kopfzeile „Mahnung“, „Rechnung“ oder anderes getragen haben können und selbstverständlich gelöscht wurden.
Da allerdings die realen Rechnungen nicht gezahlt wurden, kam es zur Anzeige, wobei man sich lediglich auf die Mailadresse berief, um den Eigentümer der Adresse ausfindig zu machen.
Und ehe sich der Eigentümer versah, wurde bei Ihm eine richterlich angeordnete Hausdurchsuchung angeordnet und durchgeführt.
Nun ist da einiges schief gelaufen würde der normale Menschenverstand sagen, besonders Menschen, die sich mit dem Internet relativ auskennen, werden mit dem Kopf schütteln.
Denn wer ist schon so naiv zu glauben, dass man mit der eigenen „Adresse“ nicht auffliegen würde, wenn man damit versucht sich Vorteile zu verschaffen, die nicht rechtmäßig sind. Wer dies mit Absicht macht, wird wohl die Sache eher anders angehen.
Nun steht aber mehr die Frage im Raum wie es wohl zu dieser Hausdurchsuchung kommen konnte, die in gewisser Weise unüberlegt und nicht gerade den rechtlichen Vorschriften entsprechend angeordnet wurde.
Immerhin hätte man ganz einfach die IP – die Adresse des Computers um es einfach zu formulieren – zur Identitätsfeststellung heranziehen können, wenn nicht sogar müssen. Damit wäre zumindest der beweis erbracht, das es genau dieser Computer war, von dem aus agiert wurde.
Das alleine ist noch nicht einmal das schlimmste, obwohl es für Betroffene gar nicht lustig ist, wenn die Polizei vor der Tür steht und die Wohnung auf den Kopf stellt, denn es gab schon andere Hinweise, um eine Hausdurchsuchung über sich ergehen zu lassen.
Richter haben schon Durchsuchungen angeordnet, weil durch Hörensagen bekannt wurde, das der Bekannte eines Bekannten… oder man habe in der Gaststätte am Nebentisch gehört das… oder jemand sieht bei Ihnen eine unbeschriftete CD, bei der davon ausgegangen wird das Sie gegen das Urheberrecht verstoßen hätten.
Was ist los in den Richterstuben? Weigern sich Richter, sich dem technischen Fortschritt zu stellen, um einfach mal eine Entscheidung zu treffen, die fachlich und sachlich richtig wäre, oder weigern Sie sich schlichtweg?
Letzteres ist wohl mittlerweile anzunehmen, denn wenn sich schon das Bundesverfassungsgericht dazu äußert und das ganze kritisiert, es aber für die Richter, die Durchsuchungen ohne wirkliche Prüfung anordnen, ohne Folgen bleibt ist kaum Besserung in Sicht.
Allerdings, und das muss man Fairerweise anführen, sind die Gerichte ganz klar unterbesetzt und Richter und Staatsanwälte mit Arbeit zugeschüttet, die Sie teilweise nicht mit der notwendigen Mühe abarbeiten können.
Das aber weiß man im Justizministerium sicherlich schon länger, weshalb man doch bitte dafür Sorge tragen sollte, dass sich das schnellstens ändert.
Der Vorsitzende der Stiftung „Pro Justitia“, Alexander Keller, fordert sogar das Ermittlungsrichter bei Fehlentscheidungen wie in den USA, zur Rechenschaft gezogen werden können.
Ob das zu besseren und durchdachten Entscheidungen führt, mag schon deshalb bezweifelt werden, wohl eher werden keine Entscheidungen mehr gefällt werden, denn die Angst eine Fehlentscheidung zu treffen ist wohl eher lähmend – zumal Fehlentscheidungen auch menschlich sind.
Nur eben nicht in der großen Anzahl, wie sie jedes Jahr vorkommen.

© M.Reins

Dienstag, 15. April 2008

Corruptus

Nun, da gibt es für diese Begrifflichkeit doch eine recht eindeutige und klare Erklärung, denn wer sich unter Missbrauch einer Vertrauensstellung in Justiz, Wirtschaft und Politik oder anderen, nicht wirtschaftlichen Organisationen einen materiellen oder immateriellen Vorteil verschafft, auf den kein rechtlicher Anspruch besteht, hat sich bestechen lassen.
Das es sich um eine Straftat handelt, muss wohl nicht weiter betont werden.
Diese Art und Weise scheint sich in der Politik und Wirtschaft immer mehr durchzusetzen, denn zur Zeit wird viel darüber geredet und gestritten, weil es viele Lobbyisten in Berlin gibt, die an vielen wichtigen Dingen mit entscheiden und dies auch wohl immer noch machen.
Es kann wohl kaum angehen, das diese „Leihbeamten“ aus der Wirtschaft – von denen Sie natürlich auch finanziert werden – an öffentlichen Auftragsvergaben oder an Entwürfen von Gesetzesvorlagen beteiligt sind, wobei man in Berlin seitens der Regierung nicht um Ausreden verlegen ist, denn immerhin benötige man für Entscheidungen externe Kompetenz, die man so nicht habe.
Dieser Satz hat es doch in sich, in zweierlei Hinsicht, denn man gibt im Prinzip zu, von den Dingen keine Ahnung zu haben und lässt sich dadurch also auch unweigerlich in die von der Wirtschaft gewollten Richtungen schieben – schließlich hat man keine Ahnung.
Und von solchen Menschen lassen wir uns also regieren – prima.
Es gibt einen riesigen Beamtenapparat, der wohl dann völlig überflüssig ist, denn wenn man keine Ahnung hat, verwaltet man sich wohl nur noch selbst – auf unsere Kosten.
In Anbetracht der großen Anzahl an Referaten, Staatssekretären, Abteilungsleitern und Mitarbeitern bis hin zur Schreibkraft werden Jahr für Jahr große Mengen an Steuergeldern im Grunde genommen verpulvert – ohne Sinn und Verstand.
Ein Wunder eigentlich, das sich der Bundesrechnungshof noch nicht zu Wort gemeldet hat – aber damit würde man sich selbst nicht gutes tun, denn auch diese Behörde ist völlig überflüssig, denn sie hat keine Entscheidungsbefugnis.
Um einmal die wesentlichen Dinge zu benennen, die nicht wirklich witzig sind, folgende Zahlen:

Über 60% vertraten die Bundesregierung bei Veranstaltungen und Verhandlungen nach außen
Über 60% erstellten Leitungsvorlagen für Top-Beamte
Über 25% waren an Vergabeverfahren öffentlicher Aufträge beteiligt
Über 20% schrieben an Gesetzen und Verordnungen mit.

Eine im Oktober von Volker Beck (Bündnis 90/ die Grünen) Nachfrage, wozu die ganzen externen Mitarbeiter, hat man daraufhin geantwortet:
Ersten gäbe es keine Externen Mitarbeiter, und wenn es welche geben sollte, würden Sie von der Bundesregierung bezahlt.
Beides ist schlichtweg gelogen, da gibt es kein Wenn und Aber.
Es kann einfach nicht angehen, das ein Mitarbeiter der BASF an Gesetzen zum europäischen Chemikalienrecht mitarbeitet, oder sich BASF Mitarbeiter als Mitarbeiter des Bundeswirtschaftsministeriums ausgeben.
Verwunderlich ist schon, dass man externe Mitarbeiter benötigt, weil man die Fachkenntnisse intern nicht hat, doch gibt es im Bereich der Politik viele Juristen, die wohl auch fachlich nicht darüber Bescheid weiß, ob es strafbar ist, denn immerhin wird in Berlin ganz fleißig gegen geltendes Recht verstoßen.
Das es diese Lobbyisten gibt, ist überhaupt keine Frage mehr, denn es gibt schon Listen die auch ständig aktualisiert werden, um diese wirkliche Sauerei aufzudecken.
Auch wenn es erst vor zwei Jahren herausgekommen sein sollte, wie zu erfahren war, ist doch eher anzunehmen, dass diese Vorgehensweise schon deutlich länger praktiziert wird.
Eines wird auf jeden Fall bei der ganzen Sache klar und deutlich:
Auf diese Bundesregierung kann man sich ganz sicher nicht verlassen, denn wir werden früher verraten und verkauft, als das wir Pampelmuse sagen könnten.

© M.Reins

Bald Warnhinweise auf Alkohol?

Eine Arbeitsgruppe der Drogenbeauftragten im Bundestag hat Vorschläge ausgearbeitet, nach dem bald Bier und Wein nach Vorbild von Zigaretten und Tabakpackungen Warnhinweise aufgebracht werden könnten.
Die Bundesdeutschen stehen mit immerhin 10.1 Liter reinen Alkohols auf dem 8.Platz was den Verbrauch pro Person angeht.
Grundsätzlich hat man natürlich noch weitere Ideen zur Umsetzung wie zum Beispiel ein Werbeverbot für Alkohol, wobei das Werbeverbot für Tabakwaren schon eine kleine Ewigkeit besteht – zumindest im Kino und Fernsehen.
Soll heißen, wer Rauchen wollte, hat es dann auch getan, denn durch Werbung alleine kommt man nicht zum rauchen, oder animiert plötzlich ein Plakat einer Zigarettenmarke dazu, sich gleich Zigaretten zu kaufen um endlich mit dem rauchen anzufangen?
Das ganze hängt wohl mit ganz anderen Dingen zusammen wie das Umfeld, ein Gruppenzwang – besonders bei Jugendlichen.
Und da wird sich auch kaum etwas beim Alkoholkonsum verändern, wenn man den Verkauf von Bier und Wein erst ab 18 gestatten möchte, die Preise über die Steuern wieder einmal erhöhen möchte – was auch nichts gebracht hat – und an Tankstellen den Verkauf von Alkohol grundsätzlich verbieten möchte – so zumindest die Pläne dieser Arbeitsgruppe.
Diese ganze Art und Weise ist schon im Ansatz zum scheitern verurteilt, denn wenn Jugendliche sich Alkohol besorgen wollen, dürfte das wohl ein nur kleines Hindernis darstellen, denn es wird einfach ein älterer aus der Gruppe zum Einkaufen geschickt und dann war es das.
In Anbetracht des Werbeverbotes für Tabakwaren, das seit Jahrzehnten besteht, fragt man sich unweigerlich, warum nicht gleich ein Alkoholverbot mit ausgesprochen wurde, denn es gab nicht nur Lungenkrebs und Raucherbein, sondern auch Alkoholmissbrauch unter Jugendlichen.
Die beste Idee, die eigentlich von der Arbeitsgruppe aufkam, war die Promillegrenze, die auch wieder nur halbherzig angegangen wird.
Fahranfänger haben mittlerweile die 0,0 Promille-Grenzen, alle anderen dürfen immer noch theoretisch mit 0,49 Promille fahren – die Grenze liegt bei 0,5 Promille.
Die Begründungen, warum der normale Autofahrer, der nicht mehr in der Probezeit befindlich ist, immer noch Alkohol im Blut haben darf klingt dabei wie eine schlechte Pointe eines schwachen Witzes, denn man wollte auf diejenigen Rücksicht nehmen, die Medikamente nehmen müssten, die Alkohol enthalten.
Wer sich einmal eine Packungsbeilage angesehen hat, weiß doch wohl ganz genau was der Satz bedeutet: „…kann das führen von Maschinen und die Teilnahme am Straßenverkehr beeinträchtigen“ – als wenn das nicht klar genug ausgedrückt wäre.
Der Hammer an sich kommt aber wieder erst noch, denn ein Höhepunkt ist bei derartigen Arbeitsgruppen schon zu erwarten, den man uns auch nicht schuldig bleibt:

Nach dem Rauchen und Bluthochdruck sei Alkohol das dritthöchste Krankheitsrisiko. Es wäre „kontraproduktiv“, lautet die Einschätzung der Arbeitsgruppe, „gegen den Alkohol an sich zu Felde zu ziehen“, weil der Teil eines „kultivierten Lebensstils“ sein könne. Man sollte aber die Bürger für einen verantwortungsbewussten Konsum gewinnen.

Wer solch dümmliches von sich gibt, wird gerade beim bestehenden Rauchverbot in Gaststätten doch nicht annehmen, das man noch ernst genommen wird, sofern das überhaupt noch jemand tat.
Es ist schon ein starkes Stück, mit welcher Widersprüchlichkeit man sich der Dinge annimmt, wo es doch andere Dinge zu erledigen gäbe, wenn man Jugendliche vor dem Missbrauch schützen will.
Dazu benötigt man allerdings mehr Polizeibeamte, die nämlich dann auch Jugendliche wieder aufgreifen, wie es früher normal war, denn dann war es so gut wie unmöglich, das Jugendliche oder sogar Kinder bis in die frühen Morgenstunden „ auf Tour „ waren und sich bis zur Oberkante Oberlippe vollaufen ließen.
Aber nicht nur die Polizei ist gefragt, sondern auch Jugendämter und Eltern, doch wen denen das schon egal ist sollte man sich über die weitere Entwicklung auch nicht unbedingt wundern.
Und solange es diese halbherzigen Vorschläge gibt, die wirklich nur Vorschläge sind und in der Realität nichts ändern, hätte man sich das auch sparen können.
So sieht es höchstens nach einer weiteren Möglichkeit der Steuereinnahme aus, denn als 2004 die Steuererhöhung auf die so genannten Alkopops erhoben wurde bildete man sich auch ein, das der Konsum bei Jugendlichen deutlich zurückgehen würde – was ja auch einen Rückgang bei verkauf von Alkopops zu traf, aber die Jugendlichen eben ganz einfach auf härtere Dinge umgestiegen sind.
Vor Diskotheken usw. ist es doch ein gewohntes Bild, das sich zwei Jugendliche zum „vorglühen“ eine Flasche Wodka einflößen.
Und solange die vorrangig damit beauftragten Behörden nichts unternehmen und sich zu gewissen Zeiten dann unters Volk mischen, wird sich nichts ändern.
Vielleicht ist es ja auch nicht wirklich gewollt, denn wie man mittlerweile aus den Medien erfahren konnte, arbeiten ja so genannte "Leihbeamte" in Berlin, die das personal in den Bundesbehörden aufstocken und tatsächlich auch noch an Gesetzesentwürfen und anderen brisanten Entscheidungen beteiligt sind.
Und diese Leihbeamten sind nicht einfach irgendwelche Beamte aus anderen Behörden, nein es sind Mitarbeiter aus der Wirtschaft, die dort vom Bock zum Gärtner gemacht wurden.
Lobbyisten haben wohl mehr politische Macht als man annehmen sollte, doch so richtig wundern tut sich schon niemand mehr.
Politiker sind in Vorständen von Wirtschaftsunternehmen und verdienen sich ein Zubrot bei den kargen Diätenzahlungen und im Gegenzug machen sich die Damen und Herren aus der Industrie in der Politik breit um Entscheidungen zu treffen.
Nun ja, wen also wundern dann noch diese merkwürdigen Entscheidungen…

© M.Reins

Montag, 14. April 2008

Der gesetzlich Versicherte ist wie immer der Dumme

Wie schon von diversen Bankpleiten in den Medien zu hören und zu lesen war, hat eigentlich nur der Steuerzahler Nachteile in erheblicher Höhe für sich zu verzeichnen, denn die Banken haben letztendlich mit unseren Geldern gezockt und sich ganz deutlich verzockt – das Ergebnis sind Milliardenverluste.
Und genau diese Summen darf der Steuerzahler aufbringen, um diese Spekulationsverluste wieder auszugleichen.
Dabei werden wahrscheinlich die Verantwortlichen nicht vor dem Richter landen, wie man es eigentlich annehmen sollte, sondern Sie werden möglicherweise eine Abfindung kassieren um in den verdienten Ruhestand zu gehen.
Eine weitere Last kommt auf die in der gesetzlich en Krankenkasse Versicherten zu, die zukünftig auch für Pleiten einer Krankenkasse mithaftbar gemacht werden, auch wenn Sie nicht in der betroffenen Krankenkasse Mitglied sind.
Das ganze haben wir unserer derzeitigen Bundesregierung zu verdanken, die anscheinend nichts anderes zu tun hat, als den Steuerzahler oder wie hier, dem Krankenkassenmitglied, immer mehr Verantwortung für das aufzubürden, was die Vorstände dort in den Sand setzen.
Und das ganze wird uns dann als Gesundheitsreform verkauft, wobei das wohl nichts miteinander zu tun hat – Abzockreform hätte es da wohl mehr getroffen.
Im Original heißt es so schön:
"Die Haftung der Länder wird zum Zeitpunkt des Inkrafttretens des Gesundheitsfonds aufgehoben", heißt es im Eckpunkteentwurf für ein "Gesetz zur Herstellung der Insolvenzfähigkeit aller Krankenkassen“, oder anders ausgedrückt: Wenn Ihr nicht vernünftig rechnen könnt ist das nicht weiter tragisch, ihr habt ja den dummen Beitragszahler, dem wir das aufdrücken können.
Machen wir uns doch nichts vor, wir sind nun schon wieder einmal von Berlin über den Tisch gezogen worden – und in Berlin lehnt man sich derweil süffisant lächelnd zurück ob der Leistung, die von Ihnen erbracht wurde.
Fairerweise muss man aber dazusagen, das gerade die Bundesgesundheitsministerin
Ulla Schmidt (SPD) sich gegen den Plan der Bundesregierung ausspricht und deren Durchführung zum ersten Januar 2009 verhindern will – was dann wohl nicht heißen soll, das es nicht doch eingeführt wird. Es ist lang läufig bekannt, das Politiker nie das sagen, was sie wirklich meinen, deshalb sind solche Aussagen immer mit einer gewissen Vorsicht zu genießen.
Ebenso kommt Kritik vom Generalsekretär der CDU Baden Württemberg, der ein Nein des Landes zum geplanten Projekt androht – aber nicht weil Patienten noch mehr belastet würden – weil das Land dadurch höher belastet würde.
Uns sollte vor allen Dingen immer der Hintergrund beschäftigen der dort in groben Zügen heißt: Die Bundesgesundheitsministerin entwirft einen Plan zur finanziellen Absicherung der Krankenkassen und will gleichzeitig die Einführung am 1. Januar 2009 verhindern und verkündete:
"Stoppen Sie den Fonds, suchen Sie eine bessere Lösung für die Patienten."
Da fragt man sich doch wirklich, was das ganze Theater soll, wenn man den eigenen Plan plötzlich verhindern will. Ist das wieder einmal ein Täuschungsmanöver, um den Bürger von anderen Dingen abzulenken – es wäre nicht das erste Mal.
Es war noch nie wirklich leicht, der derzeitigen Bundesregierung zu trauen, was Entscheidungen betrafen. Doch nun scheinen es gewisse Taktiken zu sein – aus Reihen der SPD, um die SPD beim Bürger wieder gut ins Licht zu stellen und bei der CDU, um klarzumachen, wie gut sehr sie doch um das Wohl des Bürgers besorgt sind.
Beides ist nicht wirklich so wie es aussieht, denn nach der Wahl ist vor der Wahl.
Und im nächsten Jahr stehen Bundestagswahlen an, somit muss man natürlich mit dem Wähler einen auf Kumpel machen.
An den Zahlen der Landtagswahlen kann man gut ablesen, wie viele Menschen nicht bemerkt haben das Sie nur benutzt werden, denn ehrlicherweise sind gerade diejenigen, die am meisten geschröpft wurden, immer noch Stammwähler ihrer Volksparteien.
Warten wir ab, was sich noch so ergibt diesbezüglich.

© M.Reins

Sonntag, 13. April 2008

Lügen und Wirklichkeit

In den letzten Tagen geisterten immer wieder Meldungen durch die Medien, in denen von den Verstrickungen von GSG9 Beamten, der Polizei und Bundeswehrangehörigen bei der Ausbildung von Polizisten in Libyen die Rede war.
Dabei wurde immer wieder von Seiten der Behörden klargemacht, dass man nichts darüber wusste und Ermittlungen gegen besagte eingeleitet werden.
Im Grunde genommen möchte man diesen Aussagen ja gerne glauben schenken, aber wenn man einige Geduld aufbringt wird wieder einmal mehr klar, das unsere Sicherheitsorgane die wohl größten Lügner sind.
Nicht nur, das es Meldungen darüber gab, das man in Ministerien sehr wohl schon vor Jahren darüber bescheid wusste, sondern auch wohl toleriert wurde.
Immer noch wird der Bundesbürger nach dem Motto „ Mein Name ist Hase, ich weiß von nichts“, an der Nase herumgeführt, denn was der Bürger nicht weiß muss man ihm gegenüber nicht rechtfertigen.
Nun kam allerdings zusätzlich heraus, dass das Bundeskriminalamt in den vergangenen zwei Jahren mit China ausgesprochen gut zusammengearbeitet hat und dort Personenschützer ausgebildet hat.
Es mutet schon sehr seltsam an, wenn man einem Land, das gegen Menschenrechte verstößt und Menschen foltert und dabei noch die Todesstrafe bei Nichtigkeiten anwendet, bei der Ausbildung von Personenschützern unterstützt.
Pikant an der ganzen Geschichte ist wohl die Kenntnis der Dinge im Bundesinnenministerium, dessen Chef Dr.Wolfgang Schäuble ist, der ansonsten über Terroristen lamentiert, die unsere Sicherheit gefährden aber im selben Atemzug eine Diktatur unterstützen.
Das Beamte des Innenministeriums und hohe Beamte des BKA , die wohl der Suche einer Örtlichkeit zur Ausbildung dienen sollte, was in Anbetracht der wohl größeren Anzahl der Beamten bezweifelt werden darf.
Das hier nicht nur Geheimnisverrat begangen wurde, als die Polizisten und Elitesoldaten in Libyen ihre Ausbildung durchführten ist klar, doch muss man nun auch die andere Seite betrachten.
Als Verantwortliche kommen nun Dr.Wolfgang Schäuble aus Chef des Innenministeriums und Jörg Ziercke als Präsident des Bundeskriminalamtes doch wohl in ziemlich schlechtes Rampenlicht.
Immerhin haben Sie zu verantworten, dass eine Ausbildung von Personenschützern in einer Diktatur unterstützt wird und dazu Steuergelder eingesetzt werden und auch mit größter anzunehmender Sicherheit Geheimnisverrat begangen haben – wie bei den „Ausbildern“ zuvor schon in Libyen.
Gerade bei Wolfgang Schäuble sollte man sich langsam über einen Rücktritt Gedanken machen, der ansonsten alles und jeden verdächtigt, ein Terrorist oder wenigstens ein Symphatisant zu sein, der Terroristen unterstützt.
Einzig und alleine Politiker wie Wolfgang Schäuble und der Präsident des BKA sind Risiken, die dringend beseitigt werden müssen.
Es ist abzuwarten, ob aus der Bundesdeutschen Politikerszene Forderungen auftauchen, doch bekanntlich hackt eine Krähe der anderen kein Auge aus.
Das gibt dem Begriff Demokratie eine völlig neue Bedeutung.

© M.Reins

Lebensmittel werden noch teurer – und alles wegen Biosprit

Wer in der jüngsten Zeit einkaufen gegangen ist um sich mit den Notwendigsten Lebensmitteln einzudecken, bekam das eine oder andere Mal Hektikflecken, weil die Preise für Milchprodukte, Obst und Gemüse heftig angestiegen sind – und nicht nur da. Das ganze ist eine Auswirkung der Lebensmittelknappheit, die daraus resultiert das man höchsten Stellen nicht wirklich über Dinge nachdenkt, bevor man sie anlaufen lässt. Genau genommen könnte man aus anderer Sichtweise sogar auf die Idee kommen, dass es gewollt ist um mehr Einfluss nehmen zu können.
Der ganze Irrsinn beruht eigentlich auf der Einführung von Biotreibstoffen, die bei der Einführung angeblich so Umweltverträglich waren und zum zweiten die Erdölknappheit, die es nicht gibt und vorgeschoben wird. Welchen Zweck man damit verfolgen könnte, dürfte mittlerweile jedem einleuchten.
Seit März 2007 haben sich die Preise für Getreide, Milch, Eier und Kaffee um mindestens 52% erhöht, was wirklich unglaublich ist.
Und es wird noch nicht das Ende der Teuerungen sein.
Zwar sagt die Industrie, dass man die Preise nicht an die Verbraucher weitergeben wird, doch ist anzuzweifeln, dass man bei den großen Unternehmen plötzlich eine Soziale Ader entdeckt hat.
Aber nicht nur bei uns in Deutschland hat die Teuerung auf Lebensmittel heftig zugeschlagen, sondern gerade in den Ländern wo Menschen sowieso schon am Rand der Existenz leben und nicht mal eben in einen Discounter gehen können um sich Gemüse oder andere Lebensmittel zu kaufen.
Wenn Gemüse zum Luxus wird, ist es ziemlich schlecht bestellt. Doch warum ist die Entwicklung der Preise plötzlich so dramatisch?
Das ist relativ einfach zu beantworten, denn Schuld an dem ganzen ist und bleiben die Biotreibstoffe, die Ackerland für den Anbau von Lebensmitteln zur Produktion von Treibstoffen nutzt. Daraus resultiert natürlich, dass es keinen Platz mehr für Lebensmittel als Nahrung gibt.
Das die Biotreibstoffe für Preissteigerungen verantwortlich sind, haben bis vor einigen Monaten noch viele Menschen nicht wahrhaben wollen und vehement abgestritten. Nun werden Sie es sicherlich auch an der Kasse des Händlers zu spüren bekommen, und zwar kräftig.
Was die ganze Sache an sich noch viel unglaublicher macht ist das Handeln, das völlig gegensätzlich zu dem ist, was immer vertreten wurde – mittlerweile werden Regenwälder für Biotreibstoff abgeholzt, Monokulturen angepflanzt und geerntet.
Und nicht nur das, es ist auch mittlerweile so, das endlich die Meinungen von wirklichen Fachleuten gehört wird – und nicht nur angeblichen Experten, die nie wirklich etwas damit zu tun hatten – denn es wurde schon vor Jahren davor gewarnt, das Biodiesel z.B. nicht wirklich Motor verträglich ist.
Aber niemand hat drauf gehört, schon gar nicht in der Politik, denn man hat ja schließlich die Experten – die leider keinen blassen Schimmer haben oder lediglich andere Interessen vertreten.
Fakt ist im Übrigen auch, das es die Entwicklungsländer hauptsächlich hart trifft, denn dort sind Teuerungsraten zu verzeichnen, die man sich hier überhaupt nicht vorstellen kann.
Und wie schon angedeutet, könnte man fast glauben es wäre mit Absicht, denn dass die Zuwanderung aus den armen Afrikanischen Ländern nicht gewollt ist, hat wohl mittlerweile jeder begriffen. Da kommt doch so eine Hungersnot, wie sie wohl bald ausbrechen wird, wie gerufen.
Man treibt ein ganz böses Spiel mit den Armen auf der Welt, statt ihnen beizubringen, sich wirklich selbst zu versorgen. Gebt Ihnen Schulen, bildet Sie aus, dann ist das Problem zumindest dort beseitigt – wenn man es denn will, kann man es. Würde man nämlich dort hinfahren und selbst die Schulen bauen, statt Geld in diese teilweise höchst korrupten Länder zu schicken mit denen Waffen gekauft werden, könnte sich sehr viel ändern.
Derzeit wird auf Kosten aller schlichtweg mit dem Lebensmittel spekuliert und zurückgehalten, um die Preise noch weiter in die Höhe zu treiben.
Den Spekulanten ist es völlig egal, ob dadurch irgendwo auf der Welt Menschen sterben, denn Ihre Gier ist größer als Ihr Verstand und Ihr Mitgefühl anderen gegenüber.
Viel schlimmer ist die Uneinsichtigkeit von Politikern, insbesondere der EU, die immer noch am Biotreibstoff festhalten, obwohl die Zeichen deutlich sind.
Ob es nun Ignoranz oder Dummheit ist, überlassen wir der Beurteilung der Leser.

Eine ziemlich traurige Welt, in der wir leben.

© M.Reins

Samstag, 12. April 2008

Deutschlands Schulsystem ist unbrauchbar

Einem Bericht der OECD zufolge ist die Bildung und das Bildungssystem in Deutschland wohl eher Prähistorisch als modern, denn die Ergebnisse sprechen ganz klar für sich.
Es gibt zu wenig gut ausgebildete Schulabgänger, die anschließend die Universitäten und Fachhochschulen besuchen können.
Man prangert das dreigliedrige Schulsystem genauso wie die geringe Qualität der Lehrer.
Das ist natürlich für die Lehrer und die Universitäten, die Studenten auf Lehramt ausbilden, ein ziemlicher Schlag – doch auch nicht unbedingt verwunderlich.
Vor einiger Zeit wurde an verschiedenen Universitäten mit Erstsemestern ein Deutschtest durchgeführt, der extreme fehlende Ausbildung zutage förderte.
Was die Qualität der Lehrer anbelangt hat man vor einiger Zeit unter Vorsitz des Schleswig- Holsteinischen Kultusministers vereinbart, zukünftig Studenten auf Lehramt einem Test zu unterziehen. Der soll klären, ob Sie überhaupt den Anforderungen gerecht werden – hier soll insbesondere festgestellt werden, ob Sie Durchsetzungsvermögen besitzen ohne plötzlich Tränen überschüttet vor ein Klasse Jugendlicher zu stehen, die gerade ausprobieren, wie weit sie beim Neuen Lehrer gehen können.

Das wird hoffentlich nicht vor einer Ansammlung anderer Studenten ausprobiert, sondern sollte dann schon vor Jugendlichen getestet werden - Realitätsnahe Ausbildung nennt man das wohl.
Einige Lehrer kennen das sicherlich aus Ihrer Referendarszeit, in der über sein oder nicht sein entscheiden wird.
Wer sich zu Anfang nicht durchsetzen kann, ohne gleich Autoritär zu wirken, hat schlichtweg verloren.
Doch so gut es alles klingt, was die OECD fordert – was übrigens schon einige Zeit auch von Eltern und Lehrern gefordert wird und im Grunde nichts neues ist – gibt auch Politiker, die dies anscheinend verhindern wollen.
Die Rede ist von unserem Finanzminister Peer Steinbrück, der gerade von sich reden macht, weil er den Ressorts Bildung, Verkehr, Wirtschaft und Entwicklung nicht so viel Geld zukommen lassen möchte, wie von dort gefordert.
Einerseits die Forderung nach einem besseren Schulsystem und besserer Ausbildung, andererseits einem Finanzminister, der lieber dem Verteidigungsminister mehr Geld zur Verfügung stellen würde – ein bitterböser Scherz.
Doch scheint im Schulsystem noch einiges im argen zu liegen, denn schauen wir einmal in Richtung der Gymnasien, wo Schüler mächtig unter Leistungsdruck stehen um ihr Pensum zu schaffen.
Und dann kommt endlich Bildungsministerin Anette Schavan und sagt was viel schon lange denken: „Lehrpläne gehören auf den Müll“.
Das ganze hat einen guten Grund, denn nach Plan zu arbeiten hat Nachteile – insbesondere für die Schüler.
Denn aus den Lehrplänen ergeben sich auch drei unterschiedliche Gruppen von Lehrern, die auch wohl eine deutlich unterschiedliche Auffassung von Ihrem Beruf haben.
Zum einen den Lehrer mit dem Ordner, der einmal den Unterricht vorbereitet und den auch so durchzieht – nicht besonders ertragreich, den es gestattet nicht sehr viel Spielraum für Fragen. Demnach ist es so ein zuordnen, das man es versteht oder eben nicht.
Der zweite Lehrer ist eher auf bestimmte Fächer fixiert und kann sie sicherlich auch vermitteln, aber es ist nicht unbedingt das, was ein Schüler benötigt, denn es ist nun wirklich nicht hilfreich, von einem „Fachidioten“ unterrichtet zu werden, was jetzt ganz sicher nicht abwertend gemeint ist.
Es ist nur von Nachteil, wenn eine Betriebsblindheit einsetzt, was irgendwann jedem passieren kann, aber nicht unweigerlich muss. Das allerdings zu verhindern obliegt jedem selbst.
Und dann haben wir den dritten im Bunde, der ganz deutlich für die Schüler da ist, sich um Ihre Sorgen und Nöte kümmert, dabei aber nicht das eigentliche Lernziel vergisst. Und genau diese Lehrkräfte werden dringend benötigt, welche die Ihren Beruf gerne machen und nicht Tagtäglich gefrustet sind und schon an Ihre Pension denken – möglicherweise an eine Frühpension.
Unser Schulsystem ist marode und muss erneuert und deutlich verändert werden, damit viele Schüler mehr eine wesentlich bessere Chance auf bessere Bildung haben als zuvor.
Aber wenn etwas verändert wird, sollte man es mit Überlegung machen und nicht wie an den Universitäten, wo man zwar mit gutem Willen aber ohne Weitsicht die Studiengänge verändert hat – und als Ergebnis den Universitäten gut 22% Studienabbrecher bei den Bachelor - Studiengängen zu verzeichnen sind, an den Fachhochschulen sogar 30%.
So wird man den Bedarf an Akademikern wohl kaum zufrieden stellend decken können – wobei es genügend Akademiker ohne Anstellung gibt, was dann wieder den Mangel sehr in Frage stellt.
Schlussendlich muss zusammenfassend erkannt werden:
Die Ausbildung muss deutlich mehr angepasst werden, Langsamlernende und Schnelllernende müssen gefördert werden und das System an sich muss humaner werden, denn zum lernen an sich gehört auch eine Phase der Erholung und Freizeit, um nicht auszubrennen.
Damit ist niemandem geholfen, schon gar nicht dem Schüler oder Studenten, die irgendwann das Handtuch werfen werden.

© M.Reins

Schulangst

Jeder der etwas von Gewalt an Schulen gehört oder gelesen hat, dachte sicherlich zu erst an Schüler, die Lehrer verbal und körperlich angreifen – wobei es streitbar wäre, ob eine verbale Auseinandersetzung Gewalt bedeutet, was allerdings auf den Einzelfall ankommt und somit nicht pauschalisiert werden kann.
Die älteren unter Ihnen kennen jedoch auch eine ganz andere Version von Gewalt an den Schulen, denn wer in den 50er und 60er Jahren den Mund zu weit aufgemacht hat, wurde mit ziemlich krassen Mitteln zur Ruhe gebracht.
Die jüngeren unter Ihnen haben meist nur ein Lächeln auf den Lippen, wenn sie solche Geschichten hören, das man sich vor die Klasse stellen musste, um mit dem allseits bekannten Rohrstock körperlich gezüchtigt zu werden.
Vielerorts wurde von den Lehrkräften die ausgestreckte Hand verlangt, die dann mit recht viel Kraft durch diesen besagten Rohrstock die Fingerspitzen erreichte und sehr viel Schmerzen bereitete.
Heute sollte man annehmen, dass in Zeiten der Modernen Ausbildung von Lehrkräften, die heute mittlerweile Pädagogen genannt werden, diese Zeiten vorbei sind – doch weit gefehlt.
Ein Bespiel dafür, das es auch noch wie vor 60 Jahren geht, zeigt die Waldorfschule in Hamburg-Wandsbek.
Eine Lehrkraft – wobei die Betonung nun ganz klar auf „kraft“ liegt, hat einem Schüler nicht nur ganze Haarbüschel ausgerissen, sondern auch wohl einen Schüler derart geohrfeigt, das er diesen damit zu Boden brachte.
Und wenn es mal richtig hart kommt, werden eben die Köpfe zweier Kinder zusammengeschlagen, was nach Auffassung derartiger Lehrkräfte recht effektiv zur Bestrafung eingesetzt werden kann.
Auch in Bremen hat man eine Umfrage unter Schüler von insgesamt 191 Schulen.
Auf das Ergebnis kann man auch in Bremen nicht stolz sein, denn Lehrer scheinen Schülern gegenüber nicht wirklich fair zu sein und Ihren Bildungsauftrag nicht unbedingt verstanden zu haben.
Schüler werden gemobbt, schikaniert, sogar sexuell belästigt – aber es passiert nichts weiter, außer, das vielleicht einmal Geldstrafen verhängt werden und die „Lehrkräfte“ eventuell versetzt werden.
Das ist ganz sicher die falsche Reaktion, denn wer will seine Kinder denn einem Lehrer anvertrauen, der sich selbst nicht im Griff hat, wenn es mal stressig wird und er dann möglicherweise dann zuschlägt?
Diese Lehrer haben im Schuldienst nichts zu suchen und gehören raus – Punkt.
Und was für Schüler erschwerend hinzukommt ist der ständige Leistungsdruck, Überforderung oder auch Unterforderung.
Der aus dem Jahre § 1631 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) aus dem Jahre 2000 scheint allerdings wenig Beachtung zu finden:


§ 1631
Inhalt und Grenzen der Personensorge

(1) Die Personensorge umfasst insbesondere die Pflicht und das Recht, das Kind zu pflegen, zu erziehen, zu beaufsichtigen und seinen Aufenthalt zu bestimmen.

(2) Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig.

(3) Das Familiengericht hat die Eltern auf Antrag bei der Ausübung der Personensorge in geeigneten Fällen zu unterstützen.

Hier ist doch alles recht klar geregelt und findet trotzdem keine Anwendung, was daran zu erkennen ist, das Lehrer als Beamte, einem ganz besonderem Schutz unterliegen die einem Normalbürger ganz sicher nicht zugestanden werden.
Wenn es denn einmal dazu kommt, dass ein Fall überhaupt herauskommt, sollte man sich auch ansehen ob man schon von Seiten anderer Lehrkräfte davon wusste.
Gerade bei ausgebildeten Pädagogen ist es mehr als unverständlich, wenn es dort zu falscher Solidarität gegenüber einem schlagenden Lehrer gibt. Derartiges Verhalten hat nichts mit Korpsgeist zu tun, sondern eher wohl mit Ignoranz oder Angst, selbst von Kollegen gemobbt zu werden. Es ist schier unglaublich, was an unseren Schule vor sich geht, denn wir haben schon Probleme genug mit einer vernünftigen und realitätsnahen Ausbildung, mit der sich etwas anfangen lässt und nicht nach Art des so genannten „ Bulimie - Learning“ Stoff in sich reinzupressen, um es zur Prüfung wieder auszuspucken – wie es derzeit schon an den Universitäten beklagt wird.
Das ist kein Lernen, denn beim Lernen bleibt etwas zurück – nämlich Wissen. Doch auf diese Art und Weise wird es kaum möglich sein, sich Wissen anzueignen um es auch später einmal anzuwenden. Es wird Zeit, das sich gerade in der Politik bei den Politisch Verantwortlichen grundlegendes ändert – ganz besonders angesprochen sind hier die Kultusminister gefragt.
Des weiteren muss das Beamtenrecht verändert werden, so das Straftäter - die diese Lehrkräfte wohl sind - auch wie ein Normalbürger vor den Richter gehören und entsprechend verurteilt werden müssen, wobei eine Entfernung aus dem Schuldienst durchaus in Betracht gezogen werden muss um Schüler zu schützen.
Hier geht es nämlich nicht einzig und alleine um den Täter, denn es geht auch um den Ruf der Schule und somit den Schulfrieden.
Ein deutliches Mehr an Rückgrad durch Kollegen und Schulleiter wäre sehr hilfreich, ebenso Kommunikation zwischen Schülern, Eltern, Lehrkräften und Schulbehörden.
Auch müssen sich Schulleiter Ihrer Verantwortung bewusst sein, das Sie in der Pflicht sind, derartige Aussetzer zur Anzeige zu bringen – des gleichen sind die Kollegen eines solchen Lehrers gefragt, das zu melden und nötigenfalls selbst zur Anzeige zu bringen, wenn der Schulleiter es nicht in Betracht zieht.
Unsere Schüler stehen schon genug unter Druck, als das man sie auch noch „fertig machen“ muss, was aus pädagogischer Sicht eine Unmöglichkeit darstellt.

© M.Reins




Donnerstag, 10. April 2008

1984

Vielen unter ihnen ist sicherlich das 1949 erschienene Buch von George Orwell
bekannt, der schon zu dieser Zeit in seinem Roman dargestellt hat, was die Zukunft bringen könnte – nämlich einen Staat, der nichts unkontrolliert lässt und man keine Bewegung machen kann, ohne das jemand darüber Bescheid weiß.
Machen wir uns auch nichts vor, denn mittlerweile sind wir bereits zum „Gläsernen Bürger“ geworden, auch wenn es einige entweder nicht wahr haben wollen oder es tatsächlich nicht merken.
Denken wir doch einmal an ganz alltägliche Dinge, mit denen wir überwacht werden können oder zumindest ein Bewegungsprofil zu erstellen möglich ist.
Da ist die vielen lieb gewonnene Payback-Karte, die Ihre Kaufgewohnheiten dokumentiert und unter Umständen durch den Einkauf in unterschiedlichen Geschäften alles an Daten aufzeichnet, was interessant ist.
Von Ihren Gewohnheiten diesbezüglich hängt auch die Werbung ab, die sie ständig im Briefkasten vorfinden. Oder die Werbeanrufe, die sie ständig bekommen, denn Ihre Daten werden verkauft – damit ist viel Geld zu verdienen, sehr viel sogar.
Oder die Scheckkarte, die ebenso mit den Zahlungen am Terminal eines Kaufhauses Auskunft darüber gibt, was Sie wo einkaufen – wobei Sie aufpassen müssen, dass Ihre Pin - Eingabe nicht gefilmt wird.
Im Weiteren sollten Sie jederzeit damit rechnen, dass ihre E-Mails mitgelesen oder Ihre Surfgewohnheiten im Internet aufgezeichnet werden usw.
Und wenn jemand wissen möchte, wie es mit Ihrem Kontostand bzw. Ihren Monatlichen Einnahmen bestellt ist, müssen Sie sich auch keine Sorgen machen – es gibt in der BRD kein Bankgeheimnis, denn es gibt keinerlei rechtliche Grundlage dafür- somit haben genügend Behörden Zugriff auf diese doch recht persönlichen Daten.
Aber jetzt hat man sich in Berlin etwas ausgedacht und setzt es trotz der Proteste des Bundesdatenschutzbeauftragten um, denn man hat mit den Amerikanern eine Übereinkunft geschlossen, so das Daten von „verdächtigen Bürgern“ in die USA übermittelt werden können – was sicher geschehen wird.
Daten heißt hier aber ganz sicher nicht, das man nur die Adresse übermittelt, sondern auch – falls vorhanden – die DNA, Fingerabdrücke und selbst Daten über Ihre politischen Aktivitäten!
Was bitte bildet sich Dr. Wolfgang Schäuble eigentlich ein, derartiges mit der Justizministerin Brigitte Zypries einfach zu beschließen und den Datenschutz zu übergehen – hat das Gesetzt für Sie plötzlich keine Bedeutung mehr, das sie sich selber nicht mehr daran halten?
Was bitte ist los in Deutschland, wo sich immer mehr abzeichnet, dass wir überwacht werden was das Zeug nur hält und man uns diesen Unsinn als „Sicherheit“ verkaufen möchte und es auch noch tatsächlich von einigen Menschen so geglaubt wird?
Wer glaubt denn nun wirklich, dass man damit Kriminalität eindämmen kann?
Im Übrigen muss bei Ihnen nur die „Annahme bestehen“ das es sich bei Ihnen um einen Gefährder handelt – bewiesen sein muss gar nichts - somit werden Ihre Daten einfach weitergegeben. Vielleicht werden Sie ja auch einmal in naher Zukunft versehentlich festgenommen, weil man Sie für einen Terroristen hält.

ZITAT:

Im Regelfall sollen Personenstandsdaten wie Meldeadresse und Ausweisnummern geliefert werden, der Austausch weiterer Daten ist aber ausdrücklich erlaubt. Brisant ist Artikel 12: »Personenbezogene Daten, aus denen die Rasse oder ethnische Herkunft, politische Anschauungen, religiöse oder sonstige Überzeugungen oder die Mitgliedschaft in Gewerkschaften hervorgeht oder die Gesundheit und das Sexualleben betreffen«, dürften ebenfalls zur Verfügung gestellt werden, sofern sie »besonders relevant« sind.

Es ist an der Zeit, den Politikern deutlich eine Abfuhr zu erteilen, denn was hier mit uns gemacht wird ist ein erster Schritt in eine Richtung, die wohl keiner will – sonst wird die Geschichte von 1984 Realität.
WIR sind die Auftraggeber der Politiker, also ist entscheidend, was die Bevölkerung will und nicht, was für die Politiker gut ist und Vorteile bringt.
DAS muss wieder in die Köpfe der Menschen.

© M.Reins

Was ist ein Menschenleben wert?

Vor einiger Zeit hat General Investigation über den Hartz IV Empfänger Berndt Pfeifer aus Gütersloh, dem unter anderem Mittel gekürzt wurden, weil er im Krankenhaus zwar für einen Aufenthalt angemeldet war, der aber wieder abgesagt wurde bzw. verlegt werden sollte.
Bei der ARGE ist man allerdings nicht besondern flexibel, denn wenn man ankündigt, das man ins Krankenhaus gehe ist das eben so und demnach wird das Geld gekürzt um den Pauschalbetrag für die Verpflegung.
Nicht nur Geldkürzungen musste er so hinnehmen, sondern auch Arroganz Seitens der Sachbearbeiterin, die zum einen Wochenlang den Antrag des Herrn Pfeifer nicht bearbeitet hat und ihn dann auch noch regelrecht rausgeschmissen hat, weil er keinen „Termin“ hatte.
Böse daran ist die Tatsache, dass Herr Pfeifer dann per Handy seines Sohnes dort anrief und natürlich sofort einen Termin bekam…
Aber hier ist noch lange nicht Schluss, denn Herr Pfeife hatte für 60 Euro im Monat eine Küchenarbeit in einer Grundschule angenommen – die Ihm wieder abgezogen wurden, obwohl jemand als Hartz IV Bezieher 100,- Euro dazuverdienen darf.
Traurig an der ganzen Geschichte ist, das es anscheinend niemanden interessiert, denn weder große Tageszeitungen noch andere Medien berichten wirklich darüber, denn Herr Pfeifer befindet sich nunmehr seit dem 03.März im Hungerstreik – und er ist es immer noch und es scheint niemanden zu interessieren.
Er würde den Hungerstreik sicherlich abbrechen, wenn man seine wirklich klitzekleinen Forderungen erfüllen würden – die allerdings von Seiten der ARGE und die dortigen Mitarbeiter Rückgrad erfordert, was offensichtlich nicht vorhanden scheint.
Es handelt sich lediglich um 55,80 Euro, die so manchem von uns sehr wenig vorkommen, doch gebe ich zu bedenken, das jemand in dieser Situation wirklich davon leben muss.
Das es sehr schwierig ist, können sie ja einmal selbst ausprobieren, indem sie den Satz für sich als monatlichen Budget (347,-€) für Lebensmittel und alle anderen Anfallenden „Luxusartikel“ ansetzen. Dann versuchen Sie bitte, den Monat damit auszukommen ohne zu schummeln.
Anschließend können sie uns gerne ihre Erfahrungen per E-Mail zukommen lassen, die auch gerne veröffentlicht werden können.
Aus dem Verhalten der ARGE ist wohl klar herauszulesen, das es den dortigen Geschäftsführer überhaupt nicht interessiert und sogar den Tod eines Menschen in Kauf nimmt – ohne wenn und Aber.
Es ist auch nicht wirklich ein Trost, dass die ganze Sache an sich nun vor dem Sozialgericht Detmold landet, denn es ist in diesem Moment wichtiger einen Menschen vor dem Tod zu bewahren, indem man ganz einfache Dinge blitzartig ins Reine bringt.
Das kann doch wohl nicht so schwer sein, oder?
Der Umgang mit Menschen scheint wirklich mehr im Vordergrund zu stehen, sondern diejenigen werden noch weiter nach unten getrieben als sie sowieso schon sind.
37 Jahre schwer gearbeitet, Schichtarbeit und Wochenendarbeit…ohne zu murren, weil es dazugehört, wenn man als Drucker arbeitet.
Und dann spürt man am eigenen Leib, „wenn der Mohr seine Schuldigkeit getan hat“.
Aber ein Silberstreif erscheint am Horizont, denn man hat in der Politik beschlossen, nicht nur den Rentnern sondern auch Hartz IV Empfängern eine „Lohnerhöhung“ zu gewähren.
Der eine oder andere wird sich bestimmt überlegen, vielleicht ein neues Auto zu kaufen oder auch in den Urlaub zu fliegen, denn immerhin wird das Almosen von 347,- Euro auf ganze 351,- Euro erhöht – welch Reichtum ihnen doch zuteil wird.
In Anbetracht der steigenden Lebensmittelpreise ein bitterböser Scherz, den man erst einmal verdauen muss.
Hier ist es eigentlich wie bei Herrn Pfeifer, denn auch die Rentner haben Ihr Leben lange gearbeitet – und ganz sicher mehr als wir es heute tun – und bekommen nun von der Gesellschaft ein heftigen Tritt, werden alleine gelassen.
Um gleich vorab Missverständnisse zu vermeiden: Es sind nicht diejenigen gemeint, die Monatlich mehrere tausend Euro als Rente bekommen, sondern diejenigen, die in vielen Fällen weniger haben als die Hartz IV Sätze.
Und verlassen Sie sich darauf, die ganze Sache an sich wird sich weiterhin verschärfen, so das jeder tagtäglich Angst um seinen Job haben um dann zwangsläufig in Hartz IV abzustürzen.
Es wird Zeit sich daran zu erinnern, das nur Zusammenhalt dazu führen kann, das keiner schuldlos Untergeht.
Machen wir uns Gedanken und lassen Worten Taten folgen…

© M.Reins

Dienstag, 8. April 2008

LIDL gelobt Besserung – und die Erde ist eine Scheibe

Nachdem vor einigen Tagen herauskam, das der Discounter LIDL seine Mitarbeiter mit Kameras bespitzelte und trotzdem behauptete, die Überwachung der Filialen nur deshalb zu betreiben, weil immerhin Verluste durch Diebstähle insgesamt auf 80 Millionen Euro angehäuft sind, versucht man es nun auf die Kuscheltour.
Nicht nur, das die betroffenen Mitarbeiter die über Sie angefertigten Protokolle einsehen dürfen, Sie können auch die Löschung dieser Daten verlangen.
Wenn das nicht großzügig ist...
Nun will LIDL auch die Kameras in allen Filialen abbauen lassen oder wenn Kameras bestehen, mit großen Schildern darauf hinweisen – allerdings sollte stutzig machen, wenn es darum geht, Diebstähle zu verhindern.
Immerhin sind an den Decken Halbkugelförmige Spiegel angebracht, die wohl bestimmt keinen anderen Zweck erfüllen als das Beobachten von „auffälligen“ Kunden.
Das LIDL nun klein beigibt hat wohl nur den Grund, sich angeblich Reumütig zu zeigen, damit die Kunden nicht anderweitig einkaufen gehen – und wenn man sich die Filialen anschaut, scheint es wohl deutliche Spuren zu hinterlassen haben, denn einige selbst beobachtete Filialen sind deutlich weniger durch Kunden besucht, besonders zu den normalen Stosszeiten.
Wen wundert es denn auch, wenn die Kunden wegbleiben und Ihnen vorher noch bei der Eingabe der Pins zugesehen haben.
Das die Unternehmensleitung gerade mal wieder eine Nebelkerze geworfen hat kann man doch alleine schon an den vorangegangen Zeiten sehen.
2004 schon wurde LIDL öffentlich beschuldigt, Sklaventreiberei zu betreiben – es hat damals auch nichts geändert, warum also sollte man sich in der Unternehmenszentrale ändern.
Wer es selbst noch einmal nachlesen möchte, kann sich das 2004 erschienene „Schwarzbuch Lidl“ von dem freien Journalisten Andreas Hamann besorgen.
Und damit LIDL sich in der breiten Öffentlichkeit weiter auf Reuekurs darstellen kann, haben Sie sich doch tatsächlich einen Fachmann ins Boot geholt, der ein wenig auf solche Aktionen ein Auge halten soll.
Ob der ganze wirklich Sinn hat, wird sich zeigen.
Wenn man sich überlegt, dass es in insgesamt 2900 Filialen nur 6 Betriebsräte gibt, könnte es wohl einiges zu tun geben.
Warten wir einige Monate ab und wundern uns nicht, wenn sich dann wieder alles beim Alten ist – wie sonst eben auch, wenn Sie dort erwischt wurden und Besserung gelobten.

© M.Reins

Montag, 7. April 2008

Taktisch klug, doch durchschaubar

Beim NATO-Gipfel in Bukarest scheint etwas in Planung zu sein, das vorerst natürlich geheim bleiben soll, doch wie man weiß trotzdem etwas durchsickert.
In diesem Fall ist es wohl ein taktischer Zug aus Deutschland, denn sehr viel anders kann man es nicht erklären.
Bisher ist man immer davon ausgegangen, das die Truppen in Afghanistan noch eine lange Zeit dort eingesetzt werden sollen – immerhin sind es gut 50.000 Soldaten verschiedener Nationen.
Doch scheint sich in Deutschland etwas bewegt zu haben, denn unter der Regie von Deutschland ist allem Anschein nach ein Strategiepapier erstellt worden, das sich mit dem Rückzug der 50.000 beschäftigt und wohl schon die Planung durchgesprochen wurde.
Details waren allerdings wohl nicht weiter zu erfahren.
Das gerade Deutschland sich in die erste Reihe geschoben hat liegt wohl größtenteils daran, das sich in der Bundesrepublik immer mehr Widerstand gegen die Bundeswehreinsätze insbesondere und natürlich gegen die Einsätze überhaupt, verstärkt haben.
Damit ist nicht nur die Denkweise innerhalb der NATO völlig verändert worden, sondern die beteiligten Politiker versuchen natürlich auch, damit wieder Stimmen für anstehende Wahlen zu sichern – bei uns sind immerhin im nächsten Jahr die Bundestagswahlen – wobei zu hoffen ist, das dieses Ablenkungsmanöver aus Berlin nicht dazu führt, das die Bevölkerung darüber vergisst, was im eigenen Land im Argen liegt.
Natürlich ist es eine sehr interessante Variante, wenn man bedenkt das noch vor kurzem gerade aus dem Weißen Haus in Washington D.C. lautes Geschrei kam, indem mehr Beteiligung der Bundeswehr gefordert wurde.
Erstaunlich ist daran, das es wohl zu dieser Einigung gekommen ist, nach und nach diese dort stationierten Soldaten abzuziehen – fragt sich nun natürlich, zu welchem Preis, denn von den Amerikanern gibt es diesbezüglich nichts umsonst.
Und da liegt wohl auch der Hase im Pfeffer, denn es gibt keinerlei klare Zeitvorgabe, sondern viele Dinge, die vorab geklärt werden müssen – eine Armee muss aufgestellt werden, die mindestens 80.000 Soldaten umfasst, Transportmöglichkeiten müssen geschaffen werden, die Ausbildung und Spezialisierung der Soldaten muss erfolgen.
Es wurden auch Ziele formuliert, was die Leistungen der afghanischen Behörden anbelangt, die insbesondere die Drogenbekämpfung betrifft.
Machen wir uns nichts vor, denn in Afghanistan werden derzeit gut 90% der weltweiten Opiummenge angebaut, seitdem die Amerikaner dort stationiert sind.
Dabei sind nur 15% der Bevölkerung am Drogenanbau beteiligt – nicht auszudenken was passiert, wenn sich insgesamt 50% dafür entscheiden würden.
Und genau aus dem Grund, das die weltweit größte Opiummenge dort gewonnen wird, wird Zentralasien mit einer riesigen Menge an Drogen überschwemmt, was dann ganz sicher Auswirkungen auf die Preise haben wird und für die Konsumenten Vorteile hat. Ob es Auswirkungen darauf hat, das es vielleicht mehr Drogenabhängige geben wird, lässt sich nur vermuten. Das Ganze ist an sich auch ganz bestimmt kein Zufall, denn man muss sich diesbezüglich einfach mal mit der CIA (Cocain Import Agency, wie sie mittlerweile genannt wird) beschäftigen, die schon des öfteren durch Drogentransporte aufgefallen ist.
Ende der 80er Jahre wurde in Frankfurt ein Flugzeug der CIA durchsucht und eine größere Menge Kokain sichergestellt, wobei davon auszugehen ist, das dies nicht das erste Mal gewesen ist.
Natürlich wird das aus Richtung CIA abgestritten, doch ist bekannt und für jeden nachzuprüfen, das die CIA sich schon immer durch Drogen finanziert hat und schwarze Kassen besitzt, die natürlich offiziell nicht gibt.
Somit wird nun auch klar, das ein Abzug aus Afghanistan kurz- oder mittelfristig gar nicht in Frage kommt und dieses Papier aus Bukarest wieder einmal eine Ablenkung darstellt.
Ganz besonders wird hier von unserer Bundeskanzlerin etwas suggeriert, das einfach nur Stimmen für die Bundestagswahl zurückholen soll, die Sie mittlerweile wohl schon verloren hat – man muss den Umfragen von Forsa und anderen nicht soviel Gewicht geben, denn es ist durch diese angeblichen Ergebnisse recht einfach, andere Menschen zu manipulieren.
Hinterfragen hat noch nie geschadet, denn man erkennt einiges manchmal viel deutlicher und erkennt auch Absichten, die dahinter stehen könnten.

© M.Reins

Samstag, 5. April 2008

Erst handeln, dann Denken

Bundesumweltminister Gabriel hat beweisen, was eigentlich schon in Berlin alltäglich ist, denn dort handelt man erst und denkt später darüber nach, ob es Sinn macht.
In diesem Fall – man erkennt es schon am Minister – geht es um die 10%ige Zugabe von Biotreibstoff.
Es wurde schon im Vorfeld darüber berichtet, das die älteren Kraftfahrzeuge diesen hohen Zusatz von Biotreibstoff nicht vertragen und Schäden an den Einspritzpumpen, Schlauchverbindungen und möglicherweise auch am Motor entstehen können.
Freigabelisten können hierüber Auskunft geben, welche Fahrzeuge überhaupt noch eine Freigabe haben, den bei Schäden werden die Hersteller nicht mehr dafür zahlen wollen, was nachzuvollziehen ist.
Nun gibt es Stimmen, die nicht nur Minister Gabriel, sondern auch die Autoindustrie in der Verantwortung sehen wollen.
Das Ganze muss man allerdings schon differenziert sehen, denn es gibt schon deutliche Unterschiede in der Sache, denn aus dem Umweltministerium hätte man erwarten können, das man sich vorher darüber informiert.
Gleiches hat man im Übrigen mit dem mittlerweile eingeführten Rußpartikelfilter für moderne Dieselmotoren gemacht – erst entscheiden, dann nachdenken.
Denn die modernen Rußpartikelfilter vertragen keinen Biodiesel – man fragt sich, warum nicht einfach einmal vorher darüber nachgedacht wird und Fachleute gefragt werden.
Im weiteren baut die Autoindustrie immer größere, schwerere Fahrzeuge, die weniger Verbrauchen als die Vorgänger und preisen Sie als Energiesparend an. Das ist eine Milchmädchenrechnung, denn es ist schon ein Unterschied, ob ein Fahrzeug hat
Das ganze Ignorieren auf der Berliner Seite hat unter anderem auch dazu geführt, das Tankstellenbesitzer ihre Existenzgrundlage verloren haben, die auf Biotreibstoffe gesetzt haben. Doch das wird sicherlich niemanden interessieren.

© M.Reins

Freitag, 4. April 2008

Ermittlungen gegen Beamte von Spezialeinheiten der Polizei, GSG9 und Bundeswehr

So unglaublich es auch klingen mag, doch in den Reihen der Polizei, der GSG9 und Soldaten der Bundeswehr gibt es Personen, die sich nicht so verhalten, wie man es von Elitepolizisten oder Elitesoldaten verlangen kann und es für diese selbstverständlich sein sollte.
Das bedeutet nichts anderes, als das über dienstliche Geheimnisse und über taktische Ausbildung weder gesprochen noch praktisch weitergegeben wird.
Nun werden gegen diese Beamten Verfahren wegen Verletzung von Dienstgeheimnissen und Verstoßes gegen Geheimhaltungspflichten eingeleitet, denn Sie haben in Ihrer Freizeit einen ehemaligen Kollegen der GSG9 dahingehend unterstützt, das sie nach Libyen flogen, um dort Schulungen für libysche Polizisten durchzuführen.
Und das in einem Staat, dem unter anderem vorgeworfen wird, Terroristen nicht nur zu beherbergen, sondern auch auszubilden.
Die Ermittlungen hat die Staatsanwaltschaft Düsseldorf nach einem Hinweis aus Libyen aufgenommen, die zurzeit noch andauern.
Es soll sich insgesamt um wohl 30 Beamte gehandelt haben, die größtenteils aus NRW stammen sollen und den Dienststellen in Köln, Bielefeld und Essen angehören.
Die Beamten wurden wie schon angedeutet von einem früheren Kollegen der GSG9 auf Honorarbasis angeheuert, der selbst eine Sicherheitsfirma gegründet hatte.
Für bis zu ca. 15.000 Euro pro Auftrag hat jeder Beamte sich dort also einiges nebenbei verdienen können.
Es ist einfach unfassbar, wie Sicherheitsbeamte sich in ein Land begeben, um dort ihrerseits Polizisten auszubilden, obwohl mehr als klar ist, das es weder ein Rechtsstaat ist noch Menschenrechte einhält.
Das Ganze ist sicherlich nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, denn man weiß ja wohl nicht einmal, ob es nicht auch schon in einem oder mehreren anderen Ländern vorgekommen ist, das deutsche Spezialisten Polizisten oder sogar Soldaten ausgebildet haben.
So schlimm diese Sache an sich auch sein mag, muss man diese Sache hinterfragen, denn es muss die Frage erlaubt sein, warum ein Beamter Derartiges macht.
Könnte es sein, das gerade diese Beamten, die tagtäglich Ihren Kopf für unsere Sicherheit hinhalten, deutlich unterbezahlt sind?
Ist es nicht so, das oftmals diejenigen, die den Stuhl vor dem Schreibtisch warm halten, mehr Geld bekommen?
Fair wäre es, wenn gerade diejenigen, die tatsächlich tagtäglich draußen sind, deutlich mehr bekommen würden. Am Schreibtisch ist man eventuell der Gefahr ausgesetzt, das einem der Kaffee über die Hose läuft oder man sich am spitzen Bleistift piekt – das war es dann aber auch.
Das soll nun nicht diese Straftaten rechtfertigen und entschuldigen, aber es wäre dringend an der Zeit einmal darüber nachzudenken, diejenigen besser zu entlohnen als Schreibtischtäter.

© M.Reins

Und niemand will es gewesen sein...

Nachdem von der Discounterkette LIDL bekannt wurde, das dort systematisch die Mitarbeiter nach Stasi-Manier bespitzelt wurden, kam doch die Geschäftsführung auf die Idee die Situation aufklären zu wollen. Ob es gelungen ist, sollte wohl angezweifelt werden dürfen, denn das Ganze stinkt zum Himmel, wenn das Mal so ausgedrückt werden darf. Und nicht nur die Mitarbeiter wurden ausspioniert, sondern auch die Kunden, sofern Sie mit Ihren Scheckkarten bezahlten und den Pin eingaben – oder wozu dienen Kameras, die auf den Eingabeterminal gerichtet sind? Da scheint es sich dann wohl um kriminelle Detektive handeln zu müssen, die ihren eigenen Zielen folgen. Das zu unterstellen wäre wohl allerdings nicht angebracht. Hier die Mitteilung, die in den LIDL - Filialen ausliegt.
Zum vergrößern bitte anklicken.
Interessant ist schon die Aussage, das es so "nicht gewollt"
war - natürlich nicht, denn es war niemals geplant, das alles auffliegt. Und das die Detektive die Mitarbeiter systematisch ausspionierten, ist wahrscheinlich Zufall und haben die dort eingesetzten Detektive aus eigenem Antrieb gemacht. Und jetzt ist man natürlich in der LIDL-Zentrale völlig betroffen...

© M.Reins








Donnerstag, 3. April 2008

Verschwendung von Steuergeldern und fehlende Existenzberechtigungen

Schon des öfteren ist uns zu Ohren gekommen, das der Bundesrechnungshof Dinge von Verschwendung angeprangert hat, wo einfach Gelder mehr oder minder verpulvert wurden – unsere Steuergelder.
Das so was nicht hinzunehmen ist, findet ja wohl auch berechtigterweise auch Zustimmung aus der Bevölkerung wie eben auch vom Bundesrechnungshof.
Jetzt erst wieder hat der Bundesrechnungshof etwas gerügt, was dem Steuerzahler schon lange ein Dorn im Auge ist: Lobbyisten, die aus der Privatwirtschaft oder von Verbänden in der Politik tätig sind und zu alledem noch aus der Privatwirtschaft bezahlt werden.
Das hier natürlich die Interessen der Privatwirtschaft deutlich vertreten werden, kann sich wohl jeder denken, denn immerhin haben diese Mitarbeiter direkt mit der Arbeit an Gesetzen zu tun oder arbeiten in Aufsichtsbehörden.
An der Formulierung des Rechnungshofes erkennt man die Ohnmacht an sich, denn wenn man formuliert, das es möglicherweise „Interessenkonflikte“ bei diesen Mitarbeitern geben könnte oder in der Außenwahrnehmung möglicherweise „fehlende Neutralität“ entstehen könnte, muss man dringend darüber nachdenken, welchen Sinn diese Behörde wohl hat.
Was schon lange in der Politik betrieben wird, ist gelinde gesagt eine Sauerei allerfeinster Qualität. Es kann nicht angehen, das sich Konzerne mehr oder minder selbst in der Politik vertreten, um entsprechende Gesetze oder Verordnungen durchzuboxen oder abzuweisen, um nicht selbst Schaden zu nehmen.
Es kann nun mal nicht angehen, das ein Lobbyvertreter Referatsleiter ist, somit ist der Gärtner zum Bock gemacht worden.
Ganz hervorragend ist dagegen die Forderung vom Vorstandsmitglied Lobby-Control, Heidi Klein: «Wir fordern ein sofortiges Ende der Mitarbeit von Lobbyisten in den Ministerien und die vollständige Offenlegung aller bisherigen Fälle».
An sich eine berechtigte und edle Forderung, doch schauen wir uns einmal die Realität an, die wohl dort ein wenig verloren gegangen ist.
Der BRH wurde aufgrund des 114 Grundgesetz (GG) als unabhängige, selbstständige und weisungsfreie externe Finanzkontrolle des Bundes errichtet
– die Betonung liegt hier ganz klar auf „Weisungsfreie“ .
Das heißt nichts anderes, als das man zwar etwas zu Verschwendungen oder Ähnlichem sagen kann, es aber keine Bedeutung hat, denn man kann darauf aus der Politik reagieren oder nicht.
Somit haben wir eine Behörde ohne wirkliche Existenzberechtigung, die lediglich viel Geld kostet, aber einen Sinn erfüllt wie ein Kropf.
Gleiches gilt dann natürlich auch für die Landesrechnungshöfe, die auch nicht weisungsbefugt sind, demnach auch keinen Sinn haben, der die Existenz dieser Behörde rechtfertigt. Immerhin müssen dort 1300 Mitarbeiter bezahlt werden – außer Spesen nichts gewesen.
Dem Steuerzahler erklärt man mit tiefer Betroffenheit, das man unbedingt sparen muss und kürzt, wo man nur kann und dort leisten wir uns einen Behördenwahnsinn, der zwar bemängeln, aber nichts sagen kann.
Was für eine Verschwendung unserer Steuergelder!

© M.Reins

Mittwoch, 2. April 2008

Dumm und Dümmer?

Nun ist es endlich raus, was wir eigentlich schon immer wussten oder wenigstens ahnten: Die Amerikaner werden immer dümmer!
Susan Jacoby, eine ehemalige Journalistin, der „Washington Post“, hat, ein Buch herausgebracht, das sie nach einem Erlebniss in einer Bar schreiben musste.
Sie hatte ein Gespräch mit angehört, wobei es um den Angriff auf Pearl Habour ging und einer der Gesprächsteilnehmer sagte, es wären die Vietnamesen gewesen, die einen Hafen angegriffen haben und somit den Vietnamkrieg angezettelt hätten.
Damit war die Idee des Buches geboren, das ziemlich heftig mit den Amerikanern abrechnet.
Wussten Sie, das die Sonne sich um die Erde dreht?

Können Sie denn wenigstens beantworten, ob Adolf Hitler nun

- ein Waffenhändler

- der deutsche Kaiser

- Österreichs Ministerpräsident

- Oder deutscher Reichskanzler in Nazi-Deutschland

war?

Es ist unglaublich, das Menschen eine so extrem niedrige Allgemeinbildung besitzen und darauf auch noch stolz sind, denn das Motto lautet wohl bald „Dumb is the new cool“ – „Blöd zu sein wird schick“.
Das erklärt natürlich auch ganz beispielhaft, wieso es überhaupt zu der Präsidentschaftswahl von George W. Bush kommen konnte, der selbst im intellektuellen Bereich nicht so bewandert ist.
Bei den Schulabschlüssen schaffen auch nicht wirklich viele Schüler ihren „High School“ Abschluss, was leider auch wie bei uns etwas mit der Herkunft zu tun hat – es wurde hier an anderer Stelle davon berichtet.
Es ist schon ein recht trauriges Bild, was sich eigentlich in jedem Land abzeichnet, aber in diesem Fall ganz besonders in den USA.
Und machen wir uns nichts vor, auch hier in Deutschland wird es bald ähnlich sein, denn tatsächlich ist es doch so, das man sich nur einmal im Internet umsehen muss, um auf anders Talentierte zu stoßen.
Lesen sie einfach nur einmal Kommentare, dann haben Sie einen garantiert schönen und lustigen Tag vor sich, der einen andererseits auch zur Verzweiflung bringen kann.
Lassen wir uns doch mal überraschen, was die Zukunft noch so bringen wird, denn bei uns in Deutschland macht man doch gerne nach, was die Amerikaner uns vormachen.

© M.Reins

Dienstag, 1. April 2008

Süßstoff macht doch dick!

Auch wenn einige Organisationen, insbesondere die deutsche Gesellschaft für Ernährung, immer noch behaupten das an den Studien zu den Süßstoffen nichts dran wäre und das Gegenteil behaupten, scheint es wieder einmal bestätigt worden zu sein.
Wie schon in einem vorangegangenen Artikel speziell über Aspartam in Verbindung mit diversen Krankheiten berichtet wurde, haben nun Wissenschaftler der Purdue-Universität West Lafayette mit Experimenten an Ratten nachgewiesen, das sie beim Verzehr von mit Süßstoffen gesüßten Lebensmitteln durchaus dick werden.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hat im April 2007 noch vollmundig behauptet, das eine Gewichststeigerung im Zusammenhang mit Süßstoffen nicht wissenschaftlich belegt wurde.
Das ist faktisch falsch, denn wie schon im Artikel über Aspartam verdeutlicht wird, ist und war Aspartam ein Mastmittel, das sehr wohl für eine gewollte Gewichtszunahme eingesetzt wurde.
Nun hat man von der Seite der DGE noch eins draufgesetzt und die damit angereicherten Lebensmittel als praktisch kalorienfrei beworben.
Dabei wurde eines grundlegend vergessen, und genau das haben die Wissenschaftler herausbekommen:
Der Zusammenhang zwischen Süße und Kalorien fehlt, der Körper reagiert mit einer verminderten Verdauung, die auch dann vermindert bleibt, wenn es wieder normalen Zucker gibt.
Somit werden wir also ganz automatisch zunehmen, selbst wenn wir der Hoffnung sind, durch Süßstoffe das Gegenteil zu erreichen.Machen Sie sich die Mühe und beachten ein wenig mehr die Zutatenlisten, denn es ist schon sehr schwierig, ganz normale Lebensmittel zu finden.Wäre doch ein ziemlicher Widerspruch, sich gesund ernähren zu wollen, um sich dann mit Chemie vollzustopfen.

© M.Reins