Mittwoch, 23. Februar 2011

Es war einmal ein Doktor von und zu...

Wie gesagt, es war einmal, denn die Universität Bayreuth hat Herrn zu Guttenberg seinen Doktortitel aberkannt - ganz fix und ohne weiteres, denn auch dort scheint es sich wohl eher um eine Art Schadensbegrenzung zu halten.
Hochschulpräsident Rüdiger Bormann sagte nach einer Sitzung der Promotionskommission der rechts- und wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, Guttenberg habe wissenschaftliche Standards "objektiv nicht eingehalten". Die wörtliche und sinngemäße Übernahme von Textstellen ohne hinreichende Kennzeichnung sei unzulässig. Die der Literatur ohne Kennzeichnung übernommenen Stellen seien als Plagiat zu bezeichnen. Die Frage eines möglichen Täuschungsvorsatzes habe die Kommission aber nicht untersucht, sagte Bormann.
Quelle
Warum na den verdacht des Täuschungsvorsatzes nicht untersucht hat sollte in dem Zusammenhang wohl deutlich sein, denn dann würde die Prüfungskommission ziemlich dumm dastehen und sich nachsagen lassen müssen, das dieser Doktortitel an zu Guttenberg wohl eher durch Hand auflegen statt durch Leistung verliehen wurde.
Das also war der erste Schritt, nämlich das der betrug offensichtlich auch erkannt wurde, der nächste Schritt wäre nun der Rücktritt von zu Guttenberg, der sich wohl an einigen Vorgängern ein Beispiel nehmen sollte, die auch zurückgetreten waren, weil sie einiges verbockt haben.

Zu Guttenberg hat jedenfalls alle Sympathiepunkte mehr als verspielt und hat im Bundestag nichts mehr verloren. Ob er in der Landespolitik noch ernst genommen werden kann, ist auch anzuzweifeln, denn niemand braucht einen Lügner und Betrüger als Politiker - schon gar keinen der als Jurist eigentlich doch das ganze besser hätte bewerten und beurteilen können müssen.

Jetzt ist sicher davon auszugehen das bei dem einen oder anderen Doktoranden im Bundestag auch die Arbeiten geprüft werden, denn diejenigen die diese Prüfung im Internet gemacht haben um diese Wirklichkeit Schweinerei aufzudecken, könnten daran Gefallen gefunden haben.
Ob das allerdings notwendig ist, möchte ich anzweifeln, denn das würde in eine Hexenjagd ausarten. In diesem Fall ist es aber schon etwas anderes, weil Herr zu Guttenberg unter anderem auch in seinem Lebenslauf mehr als nur gemogelt hat, denn er hat Berufliche Stationen mit entsprechender Erfahrung vorgetäuscht, die man als Praktikant wohl eher nicht machen kann.

Zu Guttenberg hat es überzogen, und zwar gewaltig!
Er ist ein Blender und Selbstdarsteller, wie wir ihn nicht gebrauchen können und wenn wir mal ehrlich sind, hat er auch noch nicht wirklich etwas geleistet, oder möchte das jemand behaupten?

video

Schon toll, welche Drohungen er tatsächlich ausspricht, wenn man ihn so hört - üble Nachrede.
Lieber Herr (Noch-) Minister, sie lehnen sich doch sehr weit aus dem Fenster!

1 Kommentar:

Feliks_Dzerzhinsky hat gesagt…

Zu Guttenberg ist eben "der Geist der Böses will und Gutes schafft":
Innovation im Bildungswesen: Doktor auf Probe eingeführt!