Montag, 28. Februar 2011

Prof. Dr. Oliver Lepsius (Uni Bayreuth) sagt: Guttenberg ist ein Betrüger

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Damit hat Professor Lepsius wohl gesagt was den Tatsachen entspricht und sich ein Herr zu Guttenberg nicht herausreden kann.

Wie die taz heute schreibt

Mehr als 20.000 Doktoranden werfen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in einem offenen Brief eine "Verhöhnung" aller wissenschaftlichen Mitarbeiter vor. Der Brief soll der Kanzlerin am Montagvormittag im Bundeskanzleramt übergeben werden. Die mehr als 20.000 Unterzeichner des offenen Briefes an Kanzlerin Merkel beklagen, die Behandlung der Plagiatsaffäre durch Merkel lege nahe, "dass es sich beim Erschleichen eines Doktortitels um ein Kavaliersdelikt handele", wie das Hamburger Abendblatt zitiert. Dadurch "leiden der Wissenschaftsstandort Deutschland und die Glaubwürdigkeit Deutschlands als Land der Ideen".

Scheint es deutlich größere Kreise zu ziehen als sich einige Politiker das wohl gedacht haben.
Allerdings muß man mittlerweile berücksichtigen das nicht nur aus den eigenen Reihen deutliche Kritik an zu Guttenberg kommt, sondern auch schon ein Zeitrahmen genannt wird, wann wohl Schluss für ihn sei: In der FDP gab es Stimmen die von 1 bis maximal 2 Wochen sprechen.

Der FDP-Politiker Neumann gibt dem angeschlagenen Minister noch "eine, maximal zwei Wochen Zeit", um die Täuschungsvorwürfe auszuräumen. Schaffe er dies nicht, müsse er zurücktreten. Als erster Vertreter der schwarz-gelben Koalition äußerte er auch offen "große Zweifel an Guttenbergs Erklärung, er habe lediglich den Überblick über seine Quellen verloren".



Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) sagte der „Süddeutschen Zeitung“ vom Montag, dass sie den Entzug des Doktortitels durch die Universität Bayreuth für richtig und den ganzen Vorgang nicht für eine Lappalie halte. „Raubkopien sind kein Kavaliersdelikt. Und der Schutz geistigen Eigentums ist ein hohes Gut“, sagte die Ministerin zur Plagiatsaffäre um Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU).

Somit gibt es deutliche Ansagen aus dem eigenen Lager, was dafür spricht, das der Realitätsverlust nicht auf der gesamten Bandbreite der Koalition zu finden ist. Das wiederum ist ein Zeichen was man auch nicht unbedingt überbewerten sollte.

Der Bundestagspräsident Lammert - ebenfalls aus der CDU - ist keinesfalls amüsiert, denn er hatte bereits zuvor zweimal Kritik an dem CSU-Politiker geübt. So hatte er die Tatsache, dass Guttenberg sechs Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages widerrechtlich für seine Dissertation genutzt hatte, während dieser selbst nur von vier Gutachten wissen wollte, "deprimierend eindeutig" genannt.

Sueddeutsche Zeitung


Und hier ein Ghostwriter im Interview (komplett)

Und das kann der Kunde dann zu einer Doktorarbeit zusammenbauen?
Was der Kunde letztendlich mit unserer Arbeit macht, ist allein sein Problem, darauf haben wir keinen Einfluss. Wir sichern uns aber dadurch ab, dass der Kunde im Vertrag einen Passus unterschreiben muss, dass er das Werk nicht unter dem eigenen Namen veröffentlicht und bei Zuwiderhandeln juristische Konsequenzen folgen können.

Der Aussage zufolge sollte es für jeden mit dem notwendigen Kleingeld also kein großes Problem darstellen, sich alles fein säuberlich zusammenschreiben zu lassen, denn wem schon egal ist ob man ein Plagiat als Dissertation abgibt, dem ist es auch egal ob man sich seitens der Agentur meldet weil man es als eigenen Text ausgegeben hat.

Eine Lüge bleibt eine Lüge bleibt eine Lüge.

1 Kommentar:

Feliks_Dzerzhinsky hat gesagt…

Zur Entlastung von Frau Dr. (noch) Schavan haben wir eine
Fremdschämkampagne zugunsten Dr. em(eritus) zu Guttenberg eingerichtet. So kann Frau Dr. Schavan es wieder heimlich tun und gerät so aus den Schlagzeilen.