Samstag, 28. Mai 2011

FDP-Europaabgeordneter Alexander Graf Lambsdorff möchte Identität der Plagiatsjäger veröffentlicht haben

Wie es den Anschein hat, wird man in der Politik nervös angesichts der verschiedenen Plagiatsvorwürfe, die sich dann auch als tatsächliche Plagiate herausstellen.
Alles begann mit dem Herrn zu Guttenberg und hat sich über die Europaabgeordnete Silvana Koch-Mehrin (die sofort alles indirekt zugab, indem sie von allen Ämtern zurück trat)  und die Tochter des ehemaligen Bayrischen Ministerpräsidenten Stoiber , Veronica Saß, fortgesetzt.
Im weiteren kam der Europaabgeordnete Chatzimarkakis ins Visier der Plagiatsjäger, die wieder einmal ins schwarze getroffen haben.
Das man seine Arbeit überprüfen lassen will, wenn man unter verdacht gerät ein Plagiat abgegeben zu haben, ist schon dreist. Oder wie soll man es verstehen wenn nach Jahren erst überprüft werden soll, ob man vernünftig gearbeitet hat, wo doch der Titel längst verliehen wurde.
Das sich nun der Sohn des streitbaren Otto Graf Lambsdorff auf den Verteidigerposten begibt,ist doch umso amüsanter, wenn man sich folgendes einmal anschaut:

Die anonymen Plagiatsjäger im Internet müssen sich nach Ansicht des FDP-Europaabgeordneten Alexander Graf Lambsdorff zu erkennen geben. „Es bestreitet niemand das Recht von Internetaktivisten, solche Untersuchungen durchzuführen und das dann auch auf ihren Plattformen zu veröffentlichen“, sagte Lambsdorff. „Nur müssen sie sich darüber klar sein, dass die sofort eintretende Rufschädigung ohne Überprüfung der Beweislage dem mittelalterlichen Pranger gleich kommt.“ 

Wer noch den Vater Otto Graf Lambsdorff kennt, findet es ganz sicher ähnlich amüsant.

 
Hiermit ist also deutlich das ein vorbestrafter Politiker immer noch in Amt und Würden bleiben kann, wenn er nur frech genug ist. Wer vorbestraft ist, bekommt in aller Regel niemals einen Arbeitsplatz im Öffentlichen Dienst - wo auch immer dort - doch in der Politik ist alles anderes, denn hier gelten wohl andere Gesetze.
Desto weniger ist zu verstehen, warum sich Alexander Graf Lambsdorff so für den Beschuldigten einsetzt. Oder hat er selbst Angst?



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