Freitag, 6. Januar 2012

Umstrittene Mailbox-Nachricht an Bild-Chef Diekmann

Wir haben nun mittlerweile viel zu Wulff und ganz besonders zu seinem Anruf beim Bild-Chef Diekmann erfahren können, doch gibt es da mehr Fragen die auftauchen.
Wenn Diekmann nun also zur Klärung beitragen möchte um somit den Wahrheitsgehalt der Aussagen zu bestätigen oder im schlimmsten Fall den Herrn Wulff der weiteren Lüge zu überführen, ist es doch mehr als rechtens.
Würde Wulff die Wahrheit gesagt haben bezüglich des Anrufs, mit dem er seiner Aussage nach den Artikel lediglich um einen Tag verschieben wollte, würde sich das klären.Hier allerdings kommt dann doch eher der begründete Verdacht auf, das Wulff hier schon wieder die Unwahrheit gesagt hat und tatsächlich in einer eher fordernder Form die Aussetzung verlangt haben.
Die Bild-Zeitung hat die Entscheidung des Bundespräsidenten bedauert, die Mailbox-Nachricht nicht freizugeben: "Damit können die im Zusammenhang mit dem Fernseh-Interview des Bundespräsidenten entstandenen Unstimmigkeiten, was das Ziel seines Anrufes angeht, nicht im Sinne der von ihm versprochenen Transparenz aufgeklärt werden", teilte die Chefredaktion mit.


Letzen Endes ist davon auszugehen, das in der Sache Wulff noch einiges mehr ans Tageslicht kommt, was ganz und gar gegen Wulff als Bundespräsident spricht. Seine Eignung persönlich und charakterlich steht mittlerweile wohl im Frage und er muß nicht nur diese Vorwürfe endlich klären, die alle noch unbeantwortet sind, sondern er hat die Pflicht sein Amt zu räumen, das er gerade so sehr beschädigt hat. Auch sollte man die Überlegung anstellen, ob ein Bundespräsident überhaupt noch notwendig ist oder nicht zumindest jemand dort sitzen sollte, der erstens vom Volk gewählt wird und zum zweiten keiner Politischen Partei angehört und drittens nie etwas mit der Politik als solche zu tun hatte. Wir brauchen jemanden, der völlig unabhängig und mit klarem Verstand und dem gebührenden Respekt vor diesem Amt besteht und vor der Wahl ausdrücklich befragt wird, ob es irgendetwas gibt, was sein Amt in Zukunft unmöglich machen könnte.
Das muß unter Eid ausgesagt und mit Zeugen beurkundet werden.Dazu müssen diverse Gesetze verändert werden, um in Zukunft Politiker nicht in einem Schutzraum zu halten, weil andere Politiker entscheiden ob einer der Ihren nun dem Staatsanwalt zugeführt wird damit dieser überhaupt ermitteln darf. 
Auch sollten Staatsanwaltschaften keine Weisungen mehr durch die Politik erhalten dürfen, wie es bisher noch verankert war und lediglich Richter unabhängig entscheiden - obwohl selbst das zweifelhaft ist, das Richter tatsächlich unabhängig sind, wo Sie doch vom Bundespräsidenten in Ihr Amt erhoben werden.

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