Mittwoch, 28. März 2012

Feinstaubbelastung durch Benziner deutlich höher als durch Dieselfahrzeuge

Was viele schon immer wussten, hat man nun mehrfach bestätigt. Eine Sendung vom SWF aus dem Jahre 2011 hat es gezeigt, eine Sendung Frontal 21 am 27. März hat es auch wieder deutlich gemacht:
Die Feinstaubbelastung durch Benziner mit Direkteinspritzung ist um ein mehrfaches höher als ein Dieselmotor! Dieselfahrer wurden nun schon Jahrelang per Steuern regelrecht abgezockt, denn der Steuersatz für Dieselmotoren ist deutlich höher als beim Benziner. Wer also ist dafür verantwortlich, das Vorschriften gemacht werden die Grenzwerte vorschreiben, die man wie es scheint nie selbst geprüft hat?
Wer sitzt in der Politik und unterstützt etwas, was es so gar nicht gibt, wer zahlt nun die Steuern zurück, die unberechtigt eingezogen wurden? Man muß wohl tatsächlich einmal überdenken eine Musterklage anzustreben, denn hier wurden ganz klar Dieselfahrer benachteiligt, obgleich ihre Fahrzeuge deutlich weniger Feinstaub entwickeln und trotz dem mehr Steuern zahlen mussten. 

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Gefährlicher Feinstaub
Benziner schädlicher als Diesel
Moderne Benzin-Motoren mit Direkteinspritzung verschärfen das Feinstaubproblem in Ballungszentren. Das hat der Automobilclub ADAC in einer Langzeituntersuchung festgestellt. Danach liegen die meisten Benzin-Direkteinspritzer mit der Anzahl ihrer ausgestoßenen ultrafeinen Rußpartikel über dem geltenden Dieselgrenzwert Euro 5.
"Diese Benzin-Direkteinspritzer sind damit deutlich gesundheitsschädlicher als ein moderner Diesel", sagt der Leiter des ADAC-Technik-Zentrums, Reinhard Kolke.

Auch der Mediziner Professor Heinz-Erich Wichmann vom Helmholtz Zentrum München warnt vor der neuen Gesundheitsgefahr der Benzin-Direkteinspritzer, deren Partikel nicht nur kleiner sind als die von Diesel-Fahrzeugen, sondern auch noch in der Anzahl deutlich höher. "Insofern hat es natürlich eine große Bedeutung, wenn hier ein neues Risiko auftaucht."

Grenzwerte wie Diesel-Fahrzeuge
So fordern die Kritiker, dass mit Einführung der Abgasnorm Euro 6 im Jahr 2014 für moderne Benzin-Direkteinspritzer die gleichen Grenzwerte gelten sollten wie für Diesel-Fahrzeuge. Der Entwurf der EU-Kommission sieht aber eine Übergangsfrist vor. Demnach dürfen Benzin-Direkteinspritzer zehnmal mehr gefährliche Feinstaubpartikel ausstoßen als Diesel-Aggregate.

Die Autoindustrie behauptet gegenüber Frontal21, dass sie für die Neuentwicklung der Partikelreduktion bei den modernen Benzinern noch Zeit benötige. Kritiker halten dagegen, dass diese Technik längst vorhanden sei. Ein Partikelfilter für Benziner koste 50 Euro, die sich die Autoindustrie auf Profitgründen sparen wolle.    

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