Donnerstag, 5. April 2012

Die künstliche Aufregung um Günter Grass

Es ist meines Erachtens eine recht interessante Entwicklung, wie man Tatsachen so verdreht, das eine andere Wahrheit daraus entstehen kann was unter anderem dazu beiträgt, diejenigen zu tadeln, die sich öffentlich äußern und im Grunde nichts als die Wahrheit sagen. Verträgt man in Deutschland die Wahrheit als solche nicht mehr? Aber lesen Sie selbst, was man aus Äusserungen von Günter Gras macht.





Quelle


Soll es also falsch sein, wenn Günter Grass sagt "Die Atommacht Israel gefährdet den ohnehin brüchigen Weltfrieden", ist es falsch das die U-Boot-Lieferungen an Israel kritisiert werden?
Politiker, jüdische Organisationen und Intellektuelle reagierten empört und warfen Grass vor, die Verhältnisse auf den Kopf zu stellen. Wieso werden die Verhältnisse denn wohl auf den Kopf gestellt, wie kommt man in diesen erlauchten Kreisen dazu solche Behauptungen aufzustellen? Ist man sich immer noch nicht im Klaren darüber, das schon vor Wochen diverse Geheimdienste ganz klare Aussagen zu den angeblichen Iranischen Atomwaffen gemacht haben wobei es heißt, das Iran keine einzige Atomwaffe hat? Das sich gerade wieder einmal der Zentralrat der Juden echauffiert war mehr als klar, aber hat nicht dieser Zentralrat auch schon mal ein Kinderbuch verbieten lassen wollen weil es angeblich antisemitisch wäre?
Nun ist man auch bei den angeblich Intellektuellen und in der Politik schon sehr aufgeregt gewesen, als Günter Grass erklärte, als 17 jähriger in die Waffen-SS eingetreten zu sein. Das man aber dabei ganz und gar vergessen hat zu erwähnen, das wir seit 1949 diverse Nazigrößen im Bundestag sitzen hatten, aber das war ja zu dem Zeitpunkt nicht das Thema. Doch schaute man genauer hin, war Günter Grass dann ein ganz kleines Licht, denn eine Zugehörigkeit zur SS würde selbst einen Feldkoch in ein seltsames Licht rücken, wenn er dieser Einheit angehört hätte. das junge Männer auch in die SS gezwungen wurden, um als Kanonenfutter zu dienen, hat man auch nicht gesagt, was allerdings den Tatsachen entspricht.
Man misst hier also mit zweierlei Maß, um von sich selbst und anderen abzulenken.
Und mal ehrlich: Hat Günter Grass nicht recht wenn er von der Heuchelei des Westens spricht?
Und gerade hier in Deutschland sollte man ganz ruhig sein, denn Deutschland belegt Platz drei bei den Weltweit größten Waffenhändlern. Man könnte drum wetten, das auch Deutsche Waffen in Ländern landen, wo sie eigentlich gar nicht hingeliefert werden dürften, weil Sie somit in Krisengebiete geliefert würden. Denken wir einfach mal an die Ägyptische Polizei, die plötzlich Waffen von Heckler & Koch hatte, obwohl dort eine Krise ausgebrochen war.

Der Erziehungswissenschaftler Micha Brumlik sagte im SWR, er finde es unsäglich und außerordentlich traurig, dass Grass "seine dichterischen Künste dazu missbraucht, ein ziemlich dummes Agitprop-Gedicht zu publizieren". In Deutschland bestehe kein Tabu, Israel zu kritisieren, sagte Brumlik.
Ist das wirklich so, das man Israel kritisieren darf oder beweist diese deutlich übertriebene Kritik an Günter Grass nicht gerade das exakte Gegenteil? In Deutschland hat man das große Problem sich  67 Jahre nach dem 2. Weltkrieg immer noch so unsäglich schuldig zu fühlen, obwohl schon zwei Generationen leben, die nichts mit dem Krieg und deren Taten zu tun haben. Und doch wird den Deutschen als solche immer noch alles vorgehalten und unter der Aussage weiter betrieben, das es nicht vergessen werden dürfe.
Ist es in anderen Ländern auch so, das man die Greueltaten so aufarbeitet, das sie nicht in Vergessenheit geraten - wie zum Beispiel die Ermordung vieler Deutscher in Prag und anderen Städten nach Ende des 2.Weltkrieges?

Wenn Günter Grass eines ganz sicher verstanden hat, ist es wohl die unumstößliche Tatsache, das tatsächlich Israel ein Kriegstreiber ist und niemand anders - schauen wir doch mal was Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kürzlich dazu sagte:

weiter lesen: http://web.de/magazine/nachrichten/ausland/14922742-netanjahu-schlag-iran-frage-jahren.html#.A1000145

video

Hat also Günter Grass mit seiner gemachten Aussage nicht doch recht? Ich denke schon. Damit sollten alle die Ihn kritisieren, einmal tief in sich rein sehen und sich dabei fragen, ob Sie nicht einfach nur das machen was Israel von ihnen erwartet. Wußten Sie eigentlich, das Israel in die NATO will?  Wird das passieren, hätten wir wohl in Zukunft öfter mal einen Bündnissfall. da frage ich doch mal unsere angeblich so klugen Köpfe, ob Sie das wirklich wollen? Und wenn ja, sollen Sie bitte mit den Soldaten in diese Kriegsgebiete mitfliegen und kämpfen, damit Sie endlich begreifen was das an sich überhaupt bedeutet.

Intellektuell; das ich nicht lache! 

 Einen Nachtrag dazu möchte ich noch einbringen, weil sich ergeben hat, das Günter Grass wohl nicht nur kritisiert wird und Lob aus Reihen kommt, die man eigentlich nicht glauben sollte

Jüdische Stimme für
gerechten Frieden in Nahost e.V.
European Jews for a Just Peace Germany


Stellungnahme zum Gedicht von Günter Grass„Was gesagt werden Muss …“ und nicht verschwiegen werden darfStellungnahme der Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost e.V.  zum Gedicht von Günter Grass
Wir, die Mitglieder der Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost, gratulieren Günter Grass für seine aufrichtige Aussage in bezug auf die Atompolitik Israels. Auch wenn Günter Grass durch sein langes Schweigen über seine ehemalige Angehörigkeit zur Waffen-SS Glaubwürdigkeit in Sachen NS-Aufarbeitung einbüßt, so zeigt die hysterische Reaktion jüdischer und nicht-jüdischer Deutscher deutlich, dass er ins Ziel getroffen hat. Mit Recht weist Grass auf die überlegene Stärke der vierten Atommacht des Staates Israel und die Gefahr eines tödlichen Kriegs, der mit oder ohne Unterstützung der USA den ganzen Nahen Osten in Mitleidenschaft ziehen und möglicherweise auf die restliche Welt  übergreifen würde. Der Wunsch der im Iran Herrschenden, dass das “zionistische Regime” verschwinden möge, hat seine genaue Entsprechung im Wunsch der USA und Israels, dass das “islamistische Mullah-Regime” verschwinden möge. Unsere Medien und Politiker verteufeln das eine als “Vernichtungsdrohung gegen die Bevölkerung” und spielen das andere als “berechtigte Forderung” herunter.
Wir verteidigen das Recht aller deutscher Bürger und Bürgerinnen die menschenverachtende Politik des Staates Israel zu kritisieren, ohne als Antisemiten diffamiert zu werden. Diese Taktik dient nur dazu, jegliche Kritik an der israelischen Politik abzuwürgen, wie auch vom real existierenden Antisemitismus abzulenken. Ein „jüdischer“ Staat sollte und wollte ein Staat sein wie jeder andere und als solcher Muss auch Israel Menschenrechte respektieren und sich dem Völkerrecht beugen, ohne wegen der Vergangenheit einen Ausnahmestatus zu beanspruchen. Wie Günter Grass unterstreicht, sollte gerade Deutschland sich nicht zum Handlanger einer neuen Katastrophe machen. In diesem Zusammenhang ist es mehr als bedenklich, dass die von der Bundesrepublik an Israel gelieferten U-Boote mit atomaren Sprengköpfen aus gerüstet werden können. Auch deshalb beobachten wir die Waffenlieferungen der Bundesregierung an Israel mit Sorge und fordern diese auf, den nötigen Druck auszuüben, auch durch Sanktionen, um Inspektionen und Kontrollen des israelischen Atomprogramms zu ermöglichen wie für jedes andere Land üblich ist. Als Jüdische Stimme befürworten wir einen atomfreien Nahen Osten.
Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost e.V.
05.04.2012



Kommentare:

Stefan Wehmeier hat gesagt…

1) Der kämpfende Pazifist, der sich der Größe seiner Aufgabe bewusst ist, wird keinen Unterschied machen zwischen Bürger- und Völkerkrieg, zwischen äußeren und inneren Feinden. Für ihn gibt es nur einen Krieg, nur einen Frieden. Mit gleicher Macht erstrebt er den Frieden nach innen wie nach außen.

2) Der Pazifist, der tiefer in die Beweggründe der Kriege schaut, geht noch einen Schritt weiter in der Beurteilung des Bürger- und Völkerfriedens und sagt, der Kriegsgeist, der Geist der Gewalt, ist ein Kind des chronischen bürgerlichen Kriegszustandes, der die Eingeweide aller Kulturvölker zerreißt. Wer diesen Geist bekämpfen will, muss ihn in erster Linie als Bürger im eigenen Lande bekämpfen. Der Weg zum Völkerfrieden geht über den Weg des Bürgerfriedens und nicht umgekehrt.

3) Das, was die Völker und Volksklassen in Waffen gegeneinander treibt und immer getrieben hat, sind Dinge wirtschaftlicher Natur, die Notzustände schaffen oder vorherrschen lassen, und für diese Zustände gilt das Gesetz: NOT KENNT KEIN GEBOT. Die Not bricht nicht nur Eisen, sondern auch Verfassungen, Verträge und Bündnisse und setzt sich über alle moralischen, ethischen und religiösen Hemmungen hinweg. Nichts ist schließlich der Not heilig als der Kampf gegen ihre Ursachen.

4) Auf die Beseitigung solcher Notzustände hat also der ernsthafte Friedenskämpfer sein Augenmerk zu richten, unbeschadet seiner etwaigen Überzeugung, dass der Frieden oder wenigstens der Friedenswunsch mit moralischen, religiösen und ethischen Mitteln auch noch gefordert werden könne.

5) Der Notzustand, der zu den Kriegen treibt, hat wenigstens bei den heutigen Industrie- und Handelsvölkern seinen Grund nicht in einem naturgegebenen Mangel an Industrie- und Nährstoffen, sondern in unseren gesellschaftlichen Einrichtungen, die die Produktion und den Austausch beherrschen und die Arbeit tributpflichtig machen, wobei der Umstand noch erschwerend wirkt, dass zur Sicherung dieses Tributes der Produktion und dem Tausch Hemmungen bereitet werden müssen, die zu Krisen und Arbeitslosigkeit führen. Die gesellschaftlichen Einrichtungen, um die es sich da handelt, sind das Privateigentum an Grund und Boden und das herkömmliche, aus dem Altertum in unveränderter Gestalt von uns übernommene Geldwesen, dessen Mängel immer offensichtlicher geworden sind. Grund- und Geldbesitzer fordern Zins, sonst sperren sie der Produktion den Boden und dem Austausch der Produkte das Geld. Dieser Zins überträgt sich automatisch auf das gesamte Wirtschaftsleben und schafft das, was als Kapitalismus bezeichnet wird.

Silvio Gesell (Stabilisierung des Bürger- und Völkerfriedens, 1928)

Ein geistiger Tiefflieger wie Günter Grass wird das wohl bis zum Jüngsten Tag nicht mehr begreifen.

http://www.deweles.de/intro.html

Anonym hat gesagt…

Darf man überhaupt kritisieren !!! ode r ist Israel unantaszbar !!!!
Danke

General-Investigation hat gesagt…

@ Stefan Wehmeier

Günter Grass als geistigen Tiefflieger bezeichnen ist wohl ziemlich unangebracht, denn wenn man schaut wie man 2008 auf Grass herum getreten ist als er eingestanden hatte, als 17 jähriger zur SS gegangen zu sein, war die Aufregung groß - immerhin hatte er es nicht früher eingestanden. Aber im gleichen Atemzug haben wie ich schon schrieb, alle anderen Intellektuellen oder die, die sich dafür halten und Politiker einfach vergessen, wer denn in dieser Republik ein Nazi war und Schlüsselfunktionen inne hielt.
Und als ein Sarrazin sich in seiner unnachahmlichen Dummheit wüst äußerte, waren es gerade diejenigen die sich heute über Grass so aufregen, die diesem Herrn Sarrazin groß zujubelten und Beifall klatschten.Was also soll ich nun von Ihrer Äußerung halten, wo doch Günter Grass nur das egsagt hat, was viele schon lange denken? ist es nun schon verboten kritisch zu denken und zu sagen, was man denkt? Ist es schon soweit das wir in allem, was Israel betrifft, den Mund halten müssen obgleich offensichtlich das ist man es dort mit ziemlich regressiven Politikern zu tun hat, die nicht nur rechts sondern auch dreist sind? Rechte Politiker, die Deutschland immer noch eine Schuld einreden wollen! Fällt Ihnen etwas auf???

@ anonym

Genau das ist die Frage, die ich eigentlich damit gestellt haben will - danke das Sie es verstanden haben.

Anonym hat gesagt…

Es gibt in Deutschland, Gott sei Dank, die Meinungsfreiheit. Die Wahrheit ist, Israel besitzt die Atombombe und ist somit ein gefährliches Land in Nahost. Das Iranregime besteht aus den Fundamentalisten. Sie sind auch gefährlich aber es gibt ein Unterschied. Iran führt im Moment keinen Krieg, genau gesagt hat es kein Land unter ihrer Besetzung wie der Israel. Krieg ist etwas schreckliches und die beiden Länder (Israel und Iran) reden jeden Tag über den Krieg. Das kann man nur stoppen, wie bei dem Gedicht vom Günter Graß beschrieben: „den Verursacher der erkennbaren Gefahr zum Verzicht auf Gewalt auffordern und gleichfalls darauf bestehen, daß eine unbehinderte und permanente Kontrolle des israelischen atomaren Potentials und der iranischen ‚ Atomanlagen durch eine internationale Instanz von den Regierungen beider Länder zugelassen wird“ . Das Land der Palästinenser ist immer noch unter der Besetzung der Israelieten und das ist ungerecht. In Palästina werden auch fast jeden Tag Menschen durch den Israelischen Staat bzw. Soldaten getötet. Es muss erst mal die Staatsgewalt von Israel beendet werden. Wenn das nicht beendet wird, Schaft sich Israel jeden Tag neue Feinde in dem Gebiet und das finde ich sehr schade. Denn jeder Bürger von Israel hat das Recht, Glücklich zu leben. Deshalb fand ich Günter Graß Gedicht ganz toll und passend. Jeder Mensch auf dieser Erde soll sich gegen den Krieg stellen, wenn wir dies nicht tun, sind wir auch ein Teil vom Verbrechen.