Montag, 9. April 2012

Treibstoffpreise und Pendlerpauschale

Schon einige Jahre können wir die Preise beim steigen beobachten und nun ist es endlich soweit, das man sich Gedanken macht. Das hätte man schon weitaus früher machen können, doch da hat man es auch von Seiten der Verbraucher nicht für notwendig erachtet; so jedenfalls mein Gefühl. Schon vor Jahren habe ich selbst dazu aufgerufen, dem Spuk ein Ende zu bereiten indem man seine persönliche Gemütlichkeit einfach mal einschränkt und sich auf andere Verkehrsmittel verlagert, um den Tankstellen für 1 Monat den Rücken zu kehren. Doch was ist passiert - nichts. Es wurde nach wie vor fleißig getankt, auch wenn man mürrisch den Preis gezahlt hatte. Und trotz allem konnte man beobachten, das morgens und Abends, wenn der Feierabendverkehr unterwegs war, die Pkw meist mit nur einer Person besetzt waren. Man hatte also immer noch nicht dazu gelernt, sondern ließ sich aus Gründen, die ich mitunter nur als Ausreden ansehen kann, weiterhin viel Geld aus der Tasche ziehen, um mittlerweile einen Großteil seines sauer verdienten Geldes in den Tank zu stopfen. ganz andere wieder scheinen immer noch so viel zu verdienen, das Sie noch munter in der Gegend herumfahren können, ohne wirkliche Ziele zu haben, sondern man fährt einfach so durch die Stadt oder über Land, je nach Wohnort. Und nun haben wir wieder extreme Preise - logischerweise die höchsten überhaupt - und wieder kommt vom Verbraucher keine Reaktion. Klar, das übliche meckern geht wieder los, doch wenn es darum geht selbst etwas zu tun ist man um keine Ausrede verlegen. Fahrgemeinschaften: Der Kollege könnte ja früher Feierabend haben - toller Grund, aber man kann sich absprechen. Oder: Ich bin auf das Auto angewiesen - wo ist das Problem? Fahrgemeinschaften, Busse, Bahnen, sogar das Fahrrad funktioniert sehr gut, wobei man bei letzerem Innerorts sicher auch noch früher in der Firma ist und Staus wunderbar umfahren kann.
Nun hatte ich hier eine Umfrage eingestellt, wobei die Fragestellung lautete:

Die Treibstoffpreise steigen in unglaubliche Höhen; werden Sie am Tankboykott teilnehmen?



Ja, aber nicht über den ganzen Monat                                                                     9 
Ja, die volle Zeit um ein Zeichen zu setzen                                                            22 
Nein, ich werde nicht teilnehmen weil ich auf mein Auto angewiesen bin              2 
Ich weiß es noch nicht                                                                                              1 

  



Abgesehen von der wirklich geringen Teilnahme über einen Zeitraum eines Monats ist es trotz allem doch schon bedrückend, das ein recht großer Anteil eben nicht gewillt ist, eine Grenze dahingehend zu überschreiten, bei denen die Ölkonzerne sowie das Finanzministerium kalte Füße bekommt. Es sollte jedem klar sein, das 2 Wochen ohne schaden überstanden werden können, ab der dritten Woche wird man dann langsam nervös und in der vierten Woche macht man sich gewaltige Gedanken und muß zwangsläufig Zugeständnisse machen. Doch wie gesagt, ein Großteil der Autofahrer macht das ganze nicht in voller Länge mit und gibt gerne die Verantwortung an die ab, die das ganze durchziehen würden bis zum bitteren Ende. ich persönlich bin sehr enttäuscht, das man immer noch nicht soweit ist, das die Bereitschaft vorhanden ist endlich zu kämpfen.
Wie sagt man so schön:

Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.
Und nun ist es soweit, das man dem Verbraucher schon wider Sand in die Augen streut und viele sich über vermeintliche Erfolge freuen, die gar keine sind, sondern ein völliges gegenteil hervorrufen werden. Es geht um die Pendlerpauschale, die erhöht werden soll, doch ändert die Erhöhung tatsächlich etwas gravierendes?
Ich will Ihnen sagen was sich ändert:

  • Die Treibstoffpreise werden sich zukünftig weiter erhöhen, weil die Pendlerpauschale nicht den Preis heruntersetzt.
  • Die Treibstoffpreise werden durch weitere Erhöhungen nach wie vor die Preise für Lebensmittel und alle anderen Güter deutlich verteuern.
  • Die Preise werden auch den öffentlichen Personennahverkehr verteuern, denn diverse Städte und Kommunen haben mittlerweile die Zuschüsse für den ÖPNV deutlich eingeschrumpft, wobei die Mehrkosten auf den Fahrgast umgelegt werden müssen.
  • Bei der Pendlerpauschale würden nur die Pendler eine höhere Rückvergütung bekommen, obwohl die nicht einmal einen Bruchteil der Betriebskosten decken kann.
  • Alle anderen Autofahrer würden leer ausgehen und die Pauschale würde durch die nächsten Preiserhöhungen wieder in der Kasse sein. Nichts würde sich ändern.
Würde man in Berlin aber die Steuern auf Treibstoffe vermindern, würde der Preis nach unten gehen müssen. Würde das Kartellamt endlich die Augen öffnen, würden Sie auch entdecken was wir seit Jahren wissen und immer wieder sehen: Preisabsprachen bei den großen Konzernen. Wenn gegen das Kartell nichts unternommen wird, werden einige bald kein Auto mehr haben können, Ihre Arbeit verlieren oder umziehen müssen, dadurch deutlich höhere Mieten in Kauf nehmen und hoffen, das alles gut geht und man den Arbeitsplatz nicht nach kurzer Zeit schon wieder los ist.
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Quelle

Wem es aufgefallen ist: Hier fehlt die Angabe zur Ökosteuer!

Wie dem auch sein mag, eine höhere Pendlerpauschale in der Diskussion ist lediglich Wählerfang, nichts anderes. Überdenkt man in Ruhe was uns Politiker stets als Lösung anbieten, müsste man eigentlich stets die Tränen aus den Augen wischen. Ob nun Tränen davon kommen, das wir weinen müssen oder ob wir sie vor lauter Lachen im Gesicht haben. Wenn wir in der Lage sind, die Politiker und Ihre Absichten zu durchschauen, können wir uns bei den kommenden Wahlen dafür revanchieren.










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