Dienstag, 1. Mai 2012

Die Ernüchterung der Piraten kommt

Keine Frage Deutschland hat die Nase voll von den Politkaspern, die von Lobbyisten gesteuert, alles das tun was ganz und gar nicht unseren Forderungen und Wünschen entspricht. Die etablierten Parteien haben sich so aneinander angepasst, das es im Grunde keinen Unterschied mehr gibt; nicht wirklich. Wir haben die Nase voll von Politikern, die sich selbst bereichern und mit allen Mitteln versuchen, an der Macht zu bleiben. Diese Parteien haben noch gar nicht bemerkt oder ignorieren es erfolgreich, das wir Sie so nicht mehr wollen. Die FDP merkt das gerade am eigenen Leib, wenn man nicht mehr erwünscht ist. Zu verdanken hat es die FDP in diesem Fall in erster Linie Minister Westerwelle, der mit seinem arroganten Auftreten und dümmlichen Sprüchen jegliche Sympatie sogar bei den eigenen Leuten verloren hat.Minister Rösler als Nachfolger ist auch kein Held, sondern lediglich ein Maulheld, der nichts in die Reihe bekommt. Ein Typ wie ein Klassensprecher bei dem die Ohren zu wuchern, wenn er spricht. Unfassbar wie rhetorisch begabt man Diode sein kann.

Nun gut, doch kommen wir jetzt zum Lichtblick den viele in den Piraten zu erkennen glauben. Ihre Grundsätze nach Transparenz und Mitbestimmung für alle sind vielleicht ehrenhaft, aber völlig weltfremd.Die Piraten wollten die Politik und das System dahinter verändern, doch schaut man genauer hin erkennt man genau gegenteiliges. Das System hat die Piraten verändert. Wer das bezweifelt und selbst die Piraten wählen will oder sie schon wählt, sollte unbedingt den Artikel des Spiegel vom 23.04.2012 lesen, der einen tieferen Einblick gibt als es manchem Piraten lieb sein wird. Lesen Sie folgende Zeilen, die sicherlich Ernüchterung geben werden.

 Quelle: Spiegelausgabe Nr 17/ 23.04.12

Wie heißt es dort sehr deutlich:

"Aber die Vorstellung, dass die Basis bei jedem Thema gefragt werden muss,ist Bullshit!Das geht in der Politik nicht."
So folgt wohl die Ernüchterung und die Einsicht, das die Politik kein Spielplatz ist. 

Sehen wir also die Realität, die Piraten beginnen jetzt schon sich zu verändern und genau das zu übernehmen, was die Großen Parteien schon lange machen. Sie haben Mitglieder an der Basis, die vielfach etwas anderes wollen als die Bundespolitik letztendlich macht; die Basis dient als Einzahler von Mitgliedsbeiträgen damit die Kassen gefüllt werden können.
Die Grünen haben ähnlich wie die Piraten heute Zulauf gehabt, was dabei herausgekommen ist, können wir sehen, denn eine Partei die groß Umweltthemen auf ihre Fahne schreibt, dabei selbst aber mit großen Dienstfahrzeugen durch die Gegend gefahren wird, die mit Privatflugzeugen zu diversen Treffen geflogen werden und mehr Dreck verursachen als tausende von Autos, ist schon bezeichnend. Ähnliches wird den Piraten auch passieren, denn bis heute haben Sie keinen wirklichen Plan wenn es um Arbeit und Soziales geht, Finanzen und Bildung ebenso wenig. Selbst mit ihrer eigen Software haben die IT Spezialisten Problem, denn fast 20.000 Mitglieder wurden von den Abstimmungen regelrecht ausgeschlossen.
Jede wirkliche Organisationsstruktur: Fehlanzeige. Man könnte den Eindruck haben das die Piraten einfach mal im Rampenlicht der Öffentlichkeit stehen wollen; doch wenn sie nicht aufpassen, geht ihr Piratenschiff mit Mann und Maus unter und niemand wird sich an diese Erscheinung erinnern.

Die Frage ist also nun, wann die Piraten endlich anfangen sich um wirklich wichtige Dinge kümmern.
Wann fangen Sie an tatsächlich ernsthaft zu werden statt sich wie Klassenkasper aufzuführen - Herr Lauer ist dafür ja prädestiniert - und kann ihn deshalb auch nicht wirklich ernst nehmen. Ich brauche niemand der  meine Interessen angeblich vertrete will und zum einen durch sein wohl eher Kindliches Verhalten auffällt und merkwürdige Vorschläge unterbreitet (Fahrscheinloser ÖPNV in Berlin) die nicht durchdacht sind, das man schon lachen muss wenn man so etwas hört.Man möchte es also lösen indem man selbiges machen will wie die GEZ ab 2013 - alle sollen zahlen, auch wenn Sie es überhaupt nicht benutzen. Gute Idee Herr Lauer, sonst noch Ideen? Die Kritik der Piraten in vielen Fällen ist berechtigt, da gibt es keine Frage, doch wenn man Kritik übt sollte man auch eine Lösung in der Tasche haben. Und genau an diesem Punkt unterscheiden sich die Piraten nicht von anderen Parteien, denn auch dort wird gerne und oft Kritik geübt, aber wenn es Lösungen dazu geht Fehlanzeige.
Wollen die Piraten also etwas ändern, sollten sie bei sich selbst anfangen und endlich mit ernsthafter Arbeit ihren laden in Schwung bringen; tun sie es nicht, werden sie sich ebenso schnell auflösen wie die FDP nach ihrem einzigartigen Höhenflug. Protest ist das eine, doch dafür Piraten zu wählen ist nicht notwendig, denn immerhin haben wir auf den Listen die unter Sonstige geführten Parteien. Will ich den großen Parteien eins auswischen, kann ich auch diese wählen, dazu bedarf es keiner weiteren Partei wie die Piraten.

Wenn nicht beizeiten etwas wirklich anständiges passiert, ein Konzept vorgelegt wird wie man sich glaubwürdig einbringen kann und viele Dinge lösen kann, sind sie schneller von der politischen Bühne verschwunden als sie es sich vorstellen können. Für meinen Teil kann ich zumindest auf eine Partei verzichten  die den Weg nach Berlin im Sinn hat und dort hoffnungslos untergehen wird; die Wölfe dort werden sie in der Luft zerreissen! Und das dann zu recht.

In diesem Zusammenhang möchte ich auf einen Artikel hinweisen, der eigentlich im Grunde bestätigt was mir zu den Piraten in den Sinn kommt und zitiere einen Satz der viel über die Piraten aussagt, weil es eben jemand gesehen hat der in der Politik zu Hause ist und alle Wirren kennt, die dort schon abgelaufen sind.

"Diese Ablenkung durch – um nicht zu sagen – diese Aufmerksamkeit für das Internet ist für mich auch die einzig mögliche Erklärung, wie engagierte und sicherlich durchaus intelligente Menschen so viel Disziplin und Geduld aufbringen konnten, um nicht gegen die teils dilettantischen, teils autoritären Verhandlungsleitungen aufzubegehren, die jedem, der einen etwas grundsätzlicheren Diskussionsbeitrag liefern wollte, das Wort abschnitten. Selbst wenn man diesen Parteitag nur am Bildschirm verfolgt hat, musste man gute Nerven haben."

Hier geht es zum Artikel von Wolfgang Lieb


"So, wie es nach diesem Parteitag der Piraten aussieht, befolgt diese Partei folgende Strategie: Erst einmal Wahlen gewinnen und danach können die Mitglieder ja immer noch entscheiden, wofür oder wogegen sie sind. Die Piraten wollen alles anders machen, sie wissen nur noch nicht, was sie machen wollen."

Weiter ist auch festzustellen, das nach den aktuellen Umfragen die PIRATEN schon an Zustimmung abnehmen, was aus meiner persönlichen Sicht nicht sehr verständlich ist,denn wer nicht wirklich zeigt das er in der Lage ist tatsächlich Änderungen im positiven Sinne herbeizuführen, bekommt den Anschluss nicht mehr.

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