Montag, 10. Dezember 2012

Und wer darf wieder zahlen...?

Schon früh am morgen, wenn die ersten Nachrichten über den Bildschirm flackern, bekommt man graue Haare. Das wir mit dem Flughafen Berlin-Brandenburg einen Schildbürgerstreich - einen sehr teuren Schildbürgerstreich - umsetzen wollte und dabei niemand in der Lage war, das Bauprojekt zu überwachen geschweige denn überhaupt richtig zu planen, haben wir nun schon monatelang in den Medien verfolgen können. Jetzt allerdings wird es eng, denn der Haushaltsausschuss hat weitere 312 Millionen Euro gesperrt, weil der Bau tatsächlich teurer werden soll - der Bau wäre dann schon um 1,2 Milliarden Euro teurer geworden!
Das ist eine Erscheinung, wie man sie von öffentlichen Bauaufträgen weitestgehend kennt. Ob es nun hier dieser Flughafen ist oder die Oper in Hamburg, die Aufträge werden niemals für den vereinbarten Preis erstellt werden. Aber nun ist es so, das man also weiteres Geld für den so berühmt gewordenen Flughafen nicht mehr frei gibt und die Betreibergesellschaft jetzt die Insolvenz droht.
Gesellschafter des FBB (Flughafen Berlin-Brandenburg) sind das Land Brandenburg mit 37%, das Land Berlin mit 37% und der Bund mit 26% - und nun raten Sie doch mal, wer für den ganzen Verlust aufkommen muß.
Mittlerweile muß ich Frau Merkel zustimmen wenn Sie behauptet, das wir in Deutschland keine gut ausgebildeten Fachkräfte haben.Weder die Aufsichtführenden Politiker wie Klaus "Partyman" Wowereit noch ein Herr Platzek aus Brandenburg haben sich fachlich in irgendeiner erkennbaren Weise kompetent gezeigt. Es reicht nun einfach nicht aus, mit einer Warnweste und einem weißen Helm über eine Baustelle zu laufen; da kann man jeden von der Straße nehmen, der das ganz sicher auch hingekommen hätte.Statt Fototermine und diverse Veranstaltungen dazu zu veranstalten,hätte man sich lieber dazu hinreissen lassen sollen, die eigene Arbeit anständig zu machen.
Weiter scheint es unter den Architekten wohl nur noch Aufschneider zu geben, die zwar gewaltig angeben und sich dafür auch noch einen gewaltige Menge zahlen lassen, aber gar nicht in der Lage sind, ein so großes Projekt durchzuführen. Aber wirklich wundern tut es nicht, denn es ist bei solchen Projekten wie immer: Einer will der große Zampano sein, der aber im Falle des Scheiterns nicht einmal zur Verantwortung gezogen wird. Jeder Architekt hat eine Berufshaftpflichtversicherung; dann bitte sollen die auch für den Bockmist gerade stehen die dieser Superheld dort verbockt hat. Dort scheint nämlich einiges gegangen zu sein, wofür ein Arbeitnehmer in jeden x-beliebigen Firma raus geflogen wäre. Also ist es die Pflicht des Auftraggebers zu prüfen, ob eine solche Versicherung überhaupt vorliegt und die Prämien durchgehend bezahlt wurden, um im Falle des Falles Schadenersatz zu bekommen. Nun müßte man folgerichtig diese unfähigen Politiker in Haftung nehmen, was für sie persönlich ein Desaster wäre, aber sie sicher in den Genuss von Harzt IV kämen - es wäre mehr als nur gerecht.

Das mittlerweile auch Klagen gegen die Betreibergesellschaft über Schadenersatz auflaufen, ist dann die nächste Geschichte, die wir auch wieder als Steuerzahler zahlen dürfen - und alles, weil ein Haufen unfähiger und absolut inkompetenter Fachleute nicht in der Lage ist, eine Planung zu erstellen, sie zu überwachen und so zum Gelingen beizutragen

Schmeißt diese Nichtsnutze raus und zieht Sie zur Verantwortung. Das Strafgesetzbuch wird sicher Paragraphen vorhalten, die solche Unsäglichkeiten konsequent sanktionieren und uns von solchen menschen befreien können.


Drohende Insolvenz


Sind wir denn nur noch überbezahlten von Idioten umgeben???

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