Donnerstag, 11. April 2013

Boshaftigkeit oder Schildbürgerstreich?

Das Umweltbundesamt hat wieder einmal ihre geistigen Ergüsse in Worte gefasst, bei dem einem selbst die selben weg bleiben. Jedem ist klar, das wir einfach zu viel Müll produzieren. Jedem ist auch klar, das es deutlich weniger sein könnte und auch müsste; doch es passiert nichts. Passieren müsste aber an den Stellen etwas, die diesen Müll auch produzieren, und das ist nicht der Verbraucher, sondern der Hersteller der Waren. Als Verbraucher hat doch sicherlich niemand gewünscht, das man Kleingebäck mit wenigstens 5 verschiedenen unterschiedlichen Verpackungen anbietet:
Innenverpackung aus Kunststoff, Verpackung für die Innenverpackung aus Kunststoff (Folie), Pappkartonage (meist noch mit Alufolie innen kaschiert) die dann zusätzlich außen nochmals mit Folie umschlossen ist.
Das ist aber ja nicht nur bei Kleingebäck so, sondern auch bei vielen Tiefkühlprodukten, denn wo eigentlich eine einfache Folientüte reicht, wird zusätzlich noch ein Karton als weitere Verpackung verwendet - wozu bitteschön? Oder nehmen wir unsere allseits beliebten PET-Flaschen, der wohl größte Unsinn, denn sich je ein Mensch ausgedacht hat. Es wird Pfand gezahlt, damit nicht so viele PET-Flaschen und Dosen aus Weißblech auf der Straße landen - soweit so gut. Aber wenn man so etwas einführt kann es nicht angehen, das es nur PET-Flaschen sind, die Kohlensäurehaltige Getränke beinhalten und die anderen, mit Kohlensäurefreie Getränken befüllten Flaschen nicht. Wo ist der Sinn; wo ist der logische Hintergrund zum einen Pfand zu zahlen, die Flaschen munter vom Laden nach Hause und zurück zu transportieren, um dann letztendlich in der Müllverbrennung zu landen?  
Das ist also Umweltschutz?
Seit Jürgen Trittin solche Dinge eingeführt hat, zweifle ich ernsthaft am Verstand der Grünen - die waren mir zwar immer schon recht suspekt, doch dadurch wurde der Beweis doch endgültig erbracht.Wie dem auch sei, das Bundestrittinamt Bundesumweltamt hat sich wieder etwas neues ausgedacht, das jeder Logik entbehrt und einfach nur verdeutlicht, von was für einfältigen Schildbürgern wir dort veralbert regiert werden.
Es ist schon länger im Gespräch, aber es scheint wohl doch Formen anzunehmen:
dadurch das in den Weltmeeren immer mehr Plastikmüll auftaucht, will man nun für Plastiktüten, die es sonst kostenlos in den Läden dazu gibt, Pfand nehmen lassen. Das heißt also, das man für eine Tüte zahlt (die schon lange mit dem Kaufpreis bezahlt ist!) und man sie entweder behält oder zurück bringt um das Pfand zurück zu bekommen.
Das lassen Sie jetzt bitte einfach mal auf sich wirken...
Nun müssen wir uns auch die Frage stellen, ob Deutschland seit kurzem eine Insel ist, die rundherum Wasser hat - eine Insel eben. Das würde dann natürlich auch sofort erklären, warum wir für Plastikmüll verantwortlich sind, das im Meer treibt - natürlich vorausgesetzt, das unsere Mitmenschen dann an die Küsten fahren und Ihren Müll dort im Meer entsorgen. Das erscheint mir persönlich dann doch eher unwahrscheinlich.
Die Verantwortlichkeit für den Müll liegt da dann wohl doch eher bei den Entsorgern, die Ihrerseits schon mal im offenen Meer Müll verlieren; das spart Kosten und erhöht die Gewinne. Weiter ist die Verantwortlichkeit eben auch - wie schon beschrieben - bei der Industrie zu suchen, ganz sicher nicht beim Verbraucher.Ganz besonders zynisch finde ich, das ganz besonders auch bei den angepriesenen Bioprodukten immense Verpackungen eine Rolle spielen. Einerseits Bioprodukte Hurra, weil ja so gesund, andererseits Umweltschweinchen, weil genau dort auf Umweltschutz verzichtet wird. Die Ausreden der Produzenten sind da auch nicht ohne, denn Ausreden für diese Verpackungswut ist wirklich schon unübersichtlich.

Auf der Seite des Umweltbundesamtes gibt es einen Miniartikel, der darüber berichtet:



Ein weiterer Artikel mit einer besonderen Aussage, die man im Grunde besser nicht machen konnte:

„Worüber wir noch relativ wenig wissen, ist, wie viel Mikroplastik über den Fischkonsum in die Nahrungskette des Menschen kommt“, sagte Flasbarth. Ein zunehmendes Problem seien Mikroplastikteilchen zur Stabilisierung etwa in Kosmetika, die von den Kläranlagen nicht erwischt würden und so über das Abwasser in den Meeren landen könnten. „Hinzu kommt der ganze Müll in der Schifffahrt, sei es bei Kreuzfahrten oder Containerschiffen, der über Bord geworfen wird.“

Wer mehr Informationen zu dieser Idee möchte, kann sich auch einfach direkt an die Verantwortlichen wenden, mit ihnen sprechen, ihnen Mails schicken oder die gute, alte Briefpost beauftragen ein Schriftstück zu überstellen.

Umweltbundesamt
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Natürlich kann sich auch jeder direkt an das Ministerium wenden:

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E-Mail: Kontaktformular

Und wer denn möchte, kann auch den Bundesminister Peter Altmaier mit Fragen dazu löchern:


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