Freitag, 12. April 2013

Planung lebt - wir planen eine Fehlplanung

Wie sagte uns Frau Merkel schon so oft gesagt: Deutschland hat einen Fachkräftemangel.
Selbst habe ich vielfach das Gegenteil behauptet, bis mir klar wurde, das sie nicht einfach Fachleute meinte, sondern studierte Fachleute; ein gewaltiger Unterschied. Langsam muß man an diesen Leuten zweifeln die eine menge Geld für ihre Arbeit bekommen, doch leider steht die erbrachte Leistung nicht im Verhältnis zur Bezahlung.

Eine große Heldentat kennen wir ja schon seit längerem, man hat sich sehr lange Zeit damit beschäftigt und sehen müssen, wie die Planung den Bach hinuntergegangen ist. Das ganze hat sehr viel Geld gekostet, sich also vervielfacht als ursprünglich angesetzt. Eine große Schuld bei dieser Art Preiserhöhung haben jedoch die Politiker, weil Bauabschnitte die bereits soweit fast fertiggestellt werden, wieder verändert werden müssen. Als Normalbürger weiß man so etwas nicht unbedingt, denn in Meldungen heißt es lediglich, das die Kosten deutlich höher werden würden. also nicht das Baumaterial und die Lohnkosten werden sich erhöht haben, sondern irgendjemand aus der Riege der Ahnungslosen hat mal wieder etwas entdeckt das er ändern könnte; ob es Sinn macht oder nicht ist erst einmal völlig egal, denn schließlich kostet es ja nur das Geld des Steuerzahlers. Und hier ist es nun egal, wo wir anfangen: Stuttgart 21, die Hamburger Elbphilharmonie, der Flughafen BER...alles Schund.

Jetzt hat die Deutsche Bahn wieder einmal eindrucksvoll zeigen können, wie man eine Fehlplanung richtig ausführt, denn eine Zugverbindung, die für 13 km Strecke 434 Millionen Euro kostet, verpasst das Ziel.
Ja richtig gelesen, das geplante Ziel wird nicht erreicht - nämlich der Zug vom Flughafen nach Bonn Innenstadt. Das kann eigentlich doch wirklich nur die Bahn; aber schon mal gut, das sie wenigstens noch in der Nähe von Bonn geblieben sind.

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Die Elbphilharmonie hat es aber auch in sich:



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Weitere bedeutende Bauruinen in Deutschland:

  • Kaiserbauruine , Baubeginn 1973, Nähe Flughafen Köln/Bonn, 1200 betten nebst 600 Appartements, gesprengt im 13.Mai 2001, Kosten unbekannt
  • World Conference Center, Bonn; im Juli 2012 musste die Stadt Bonn massiv investieren, womit der Bau dann tatsächlich - und so konnte nur geschätzt werden - bis zu einer Milliarde Euro gekostet hat.
Dazu gibt es jede Menge Brücken, die keinen Sinn machen weil kein Geld vorhanden ist, die Fahrbahn anzuschließen; Brücken die einfach nur in der Gegend stehen (Autobahnbrücken!) Jeder braucht nur einmal in seiner eigenen Umgebung die Augen offen halten und wird sich wundern, wie viel Fehlplanungen den Steuerzahler belasten, ohne das er es auch nur ahnt.

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