Samstag, 13. April 2013

Steuerbeschaffung durch neue Ideen - das freut den Finanzminister

Es ist an sich nichts ungewöhnliches, das sich der Bundesfinanzminister alle Mühe gibt, aus allen ihm gebotenen Möglichkeiten Geld zu pressen und es der Steuerkasse zukommen zu lassen. Neben ihm sind da dann auch noch die Finanzminister der Länder, die gleiches im Sinn haben.

n den vergangenen Wochen und Monaten haben wir jeden Tag Neuigkeiten dazu gehört, wie man sich geld beschafft - zuletzt der staatlich optimierte Raub an den Zyprern, deren Sparguthaben über Nacht um einen Großteil verdampften. Mittlerweile versteht man doch, das Zypressen gar keine Bäume sind, sondern aus der Umgangssprache der Banker stammt und nichts weiter bedeutet als das man die Menschen auf Zypern um ihr Geld bringt, sie eben auspresst,. Kurz Zy-pressen (Zyprer auspressen wäre zu lang).

Das ist jetzt jüngste Vergangenheit,doch auch bei uns kommen neue Ideen auf, die eine Menge Geld in die Kasse spülen lassen und vom Großteil der Mitmenschen überhaupt nicht als Beschaffungsmaschine erkannt werden. Die einen oder anderen werden wohl nur sagen: Na endlich, wurde auch mal Zeit das die unteren auch mehr bekommen. Das aber dann doch nicht einfach nur aus Freundlichkeit eine Veränderung herbeigeführt wird, fällt vielen erst gar nicht auf.
Es geht hier einfach nur um ein sehr beliebtes, und allwöchentlich gespieltes Glücksspiel - Lotto.
Die erste ausgesprochen gute Einnahmequelle war Lotto für die Finanzminister schon immer, denn der Staat bekommt einen sehr guten Anteil fürs nichts tun., nämlich ca. 16,7%, die sofort und ohne Umwege an den Staat gehen - und das nur bei den gemachten Einsätzen. Weiter zahlt die Lottogesellschaft eine sogenannte Konzessionsgebühr in Höhe von 23% der eingezahlten Beträge.Die Betreiber selbst und natürlich auch die Lottoannahmestellen teilen sich noch einmal 10% der Einsätze - 50% sind also futsch Im Jahre 2007 gab es Zahlen die sagten, das 20% der Bundesbürger regelmäßig und 40% gelegentlich spielen.Folgen wir der Annahme, das jeder im Schnitt tatsächlich pro Woche 13,- Euro für einen Schein ausgibt, ist das doch gigantisch. Das heißt, jeder gibt im Jahr im Durchschnitt 624,- €uro aus, ohne in den überwiegenden Fällen etwas dafür zurück zu bekommen. Sie haben also 312,- € einfach mal eben im Jahr zusätzlich in die Steuerkasse gespült; der Dank des Finanzministers ist ihnen gewiss.

Doch das haben mittlerweile schon einige durchschaut, denn tatsächlich muß man zugeben, haben die wenigsten in ihrem Lottoleben etwas wirklich gewonnen - gewonnen in dem Sinne, das a) alle Einzahlungen die man jemals dafür gemacht hat, wieder zurück gekommen sind und b) das tatsächlich noch etwas übrig bleibt um davon eventuell einige Jahre leben zu können.Und weil das nun einige viele durchschaut haben, hat man sich etwas neues einfallen lassen, denn der Mensch ist wie er ist: Spiel und Nervenkitzel ist ihm einfach gegeben.das weiß man, also verändert man ab nächstem Monat die Regeln beim Lotto und verspricht 1 Million Euro Gewinn bei zwei Richtigen Zahlen plus Superzahl. Ja richtig gelesen, man braucht lediglich nur noch drei Zahlen; die Zusatzzahl entfällt in Zukunft vollständig. Die Chancen scheinen sich offensichtlich zu erhöhen, der Einsatz wird pro Feld 0,25 € teurer, doch auch in den unteren Rängen werden die Gewinnquoten erhöht. ja es stimmt, die Chancen wurden deutlich erhöht - die Chance nämlich das die Finanzminister noch mehr zusätzliche Gelder bekommen sind immens hoch. In einer zeit wie dieser, wo alles ein wenig unsicherer wird, niemand mit Sicherheit sagen kann wie lange er noch einen Job hat, eine Wohnung bezahlen kann, träumen viele von einem solchen Glück. Und genau deshalb werden in Zukunft auch noch mehr Menschen Lotto spielen, wo doch die Chancen auf eine Million Euro so dramatisch gewachsen sind...


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