Mittwoch, 1. Mai 2013

Angebot und Nachfrage - die wirren Pläne der Telekom +++ Petition gegen die Pläne zum mitzeichnen +++




Anfangs sollte an dieser Stelle gar nichts darüber geschrieben werden, doch so nach und nach entwickelt sich das ganz für die Telekom zu einem Desaster - zu Recht wie ich denke.
Die Telekom war schon immer der irrigen Annahme, das sie so ziemlich machen könnten was sie wollten und Kunden sich alles gefallen lassen müssten. Auch da hat die Firma aus Bonn schon sehr oft daneben gelegen. Der angebliche freie DSL Markt ist so auch nicht existent, weil in den meisten Fällen die Leitung von der telekom an andere Provider vermietet wird und um viele Kunden auf diese Leitung zu bekommen, die einzelnen Geschwindigkeiten gedrosselt werden. Die Telekom übt also immer noch ein Monopol aus, wobei Beschwerden an die Bundesnetzagentur ziemlich sinnlos sind, denn die ist aus einem Teil der Telekom auferstanden und ist im Grunde genommen noch ein Teil des gleichen Unternehmens. Sicher, man tut so als wenn beide unabhängig voneinander wären, doch kann man das wirklich glauben?
Nun hat die Telekom Pläne veröffentlicht, die sie besser nicht hätte kundtun sollen, denn DSL Kunden können auch ganz anders. Wer für eine Leistung zahlt, will diese Leistung auch erhalten - das ist wohl legitim.
Nun hat man ja schon in den DSL-Verträgen den Passus, das die erbrachte DSL-Leistung nicht unbedingt dem entsprechen muß, was man bezahlt, denn es heißt im Vertrag immer nur "[...] bis xxxxxx k/bits" und verhindert also, das man sich festnageln lässt. Das Abnehmer sich da noch nicht aufgebäumt haben, ist eigentlich verwunderlich, doch das man jetzt eine im Grunde eingeschränkte Leitung weiter einschränken will geht gar nicht. Die Realität sieht doch so aus, das eine ganze Menge Anschlüsse nur wenig genutzt werden, im Schnitt also die Datenmengen in einem völlig normalem Rahmen liegen würden, unter Umständen vielleicht sogar noch unter dem eigentlichen Durchschnitt.
Und wenn die Telekom nun also der Meinung ist, das man die Kunden weiter drangsalieren müssen, muß die Telekom mit den daraus resultierenden Konsequenzen leben müssen. Ändert man einen Vertrag zum Nachteil des Kunden, entsteht wohl ein Sonderkündigungsrecht, von dem ganz sicher Gebrauch gemacht werden wird. Sollten andere Provider sich ähnliches überlegen oder nur den Gedanken dazu öffentlich machen, werden auch sie bitterböse erfahren müssen, wie schnell man den Laden schließen kann.Bei der telekom hat man jedenfalls noch nicht unbedingt verstanden das der Kunde die Macht hat und nicht das Unternehmen.
Wo kommen wir denn da hin, wenn wir uns auf diese Art und Weise beeinflussen lassen wollten.

Liebe Telekom, sehr geehrter Herr Obermann

Diese Nummer wird intern Köpfe rollen lassen, die Aktienkurse werden hoffentlich ins Bodenlose fallen und die Aktionäre werden hoffentlich Amok laufen, wenn es um Abfindungen geht, die man sich trotz mangelnder Leistung im Sinne des Unternehmens einstecken möchte.
Sollte mein Provider auch auf eine solch glorreiche Idee kommen, ist die Kündigung sofort und ohne Umweg fristlos ausgesprochen. Ob man sich das erlauben kann, wage ich zu bezweifeln.


                                                                       

          EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes
Die EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes sieht in der von der Telekom geplanten Beschränkung bei Internet-Flatrates keinen Fall für die Europäische Kommission. Sie fordert stattdessen die Verbraucher auf, „mit den Füßen“ abzustimmen.
„Wenn ein Unternehmen höhere Preise für höhere Datenmengen durchsetzen will, ist das normal“, sagte Kroes. „Die EU wird deswegen nicht eingreifen - aber die Kunden können es tun!“




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