Freitag, 5. Juli 2013

Seltsame Richterliche Entscheidung

Man hat sich in Deutschland schon an viele Dinge achselzuckend gewöhnen müssen, denn man musste bei vielen Dingen schon starke Zweifel haben, ob das wirklich durchdacht war. Eines davon ist das Rauchverbot in Gaststätten, was selbst ich selbst als Nichtraucher ziemlich überzogen finde. Selbst die Begründungen waren manches Mal durch regelrecht militante Nichtraucher mehr als fragwürdig, wenn nicht sogar lächerlich. Man hatte als Beispiel gebracht, man befürworte es, weil man dann als Nichtraucher endlich sein Bier Rauchfrei trinken könne. Nun war also das Rauchen verboten worden, die Gaststätten leerten sich immer mehr, Gastwirte haben sogar ihre Geschäfte aufgeben müssen. Und wo waren die ganzen Nichtraucher, die doch ihr Bier Rauchfrei genießen wollten? Die waren bei ihren rauchenden Freunden, und tranken dort ihr Bier.
Dazu gab es noch andere Begründungen, bei denen man auch schmunzeln musste - auf der Straße atmen alle Menschen den gleichen Schmutz ein, der ganz sicher nicht wirklich gesund ist. dann wurde von Rücksicht gesprochen und auch davon, das Raucher höhere Krankenkassenbeiträge zahlen sollten (übrigens wollte man das auch von Alkoholikern), hat aber völlig übersehen das schon Tabak- und Alkoholsteuern erhoben werden, die dafür durchaus verwendet werden könnten. Aber was wäre mit den Extremsportarten oder überhaupt Sport. Dort besteht eine erhöhte Verletzungsgefahr und dadurch kann ein Arbeitnehmer ausfallen, längere Zeit krank zu Hause sein und dann muß auch noch Krankengeld bezahlt werden. Ganz vergessen hat man diejenigen, die sich angeblich falsch ernähren, obwohl es eine falsche Ernährung so gar nicht wirklich gibt - man hat unter Umständen die falschen Mengen verzehrt, wird entweder dick oder sogar richtig fett oder wird immer dünner und dünner. Da sollten die doch auch mehr Abgaben an die Krankenkassen zahlen, oder nicht? Das wäre doch mal gerecht. Es ist unglaublich auf was Menschen so kommen und mit dem Begriff Solidarität eigentlich gar nichts anfangen können. Was können andere denn dafür das sie nicht rauchen, essen, trinken und Radfahren oder einfacher gesagt, leben?

Und dann kommt die nächste Welle Dummheit auf uns zu geschwappt, indem ein Richter eine doch sehr merkwürdige Entscheidung getroffen hat.



Quelle  

Der Satz: Schuld ist sein Zigarettenkonsum. Mehrfach mahnte die Vermieterin Friedhelm ab und forderte ihn auf, in der Wohnung weniger zu rauchen ist dabei ganz besonders interessant, denn es scheint wohl nicht um das rauchen selbst zu gehen, sondern darum das die Vermieterin möchte das weniger geraucht werden sollte.Also wird dann von einem Richter eine solche Fristlose Kündigung als rechtmäßig erachtet und ein Vermieter kann festlegen, wie viele Zigaretten pro Tag geraucht werden dürfen?
Wo leben wir eigentlich, das wir uns alle unsere Lebensweise vorschreiben lassen; was ist los bei uns?
Demnächst haben Kaffeetrinker auch mit einer Fristlosen Kündigung zu rechnen, oder man hat das falsche Parfüm, kauft im falschen Supermarkt ein...
Was ist denn das für ein Richter, der eine solche Entscheidung trifft; was geht in diesem Mann vor sich?

Friedhelm A. zieht deswegen vor das Düsseldorfer Amtsgericht, doch den Gang kann er sich wohl sparen. Noch vor Beginn der Verhandlung am 24. Juli (Az: 24 C 1355/13) machte der zuständige Richter Tobias Rundel nun klar, dass er der Klage keine Chance einräumt.

Es ist schon seltsam, was unsere Juristen von sich geben und offensichtlich schon vor einer Verhandlung ein Urteil gefällt haben. Aber warum sollte man sich noch wundern, hier machen alle was sie wollen, egal ob Juristen, Banker und Politiker. Alle glauben sie würden über uns stehen - mal schauen wie lange dieser Glaube noch anhält.

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