Montag, 23. September 2013

Danksagung

Wir danken allen, mit deren Hilfe denen es gelungen ist, die FDP aus dem Bundestag zu werfen.

Aber dann ist es mit dem Dank auch schon vorbei, denn wie kommen wieder fast 30% der Wahlberechtigten auf die glorreiche Idee, wieder einmal nicht wählen zu gehen; will man tatsächlich für gewaltige Summen haften die nun ganz sicher weiter anwachsen werden oder will man noch mehr prekäre Arbeitsverhältnisse oder "Langzeit-Leiharbeit"? *
Und was ist los mit den Wählern die wohl nicht verstehen konnten, das Stimmen für AfD und FDP verlorene Stimmen sein werden und der CDU zugute kommen - die Partei die man eigentlich ablösen wollte?
Und es wird somit Prophezeit, das genau diese beiden Wählergruppen es sein werden, die sich über die weitere Politik aufregen, wie ungerecht doch alles sei und wie schlecht es einem doch gehen würde. Dieses Gejammer kann man schon heute in Ansätzen wahrnehmen, doch sollte man dann jeden fragen der so jammert, wen er denn am 22. September 2013 gewählt hat. Es ist unglaublich, wir wir einigen eingeschränkten Denkweisen zu verdanken haben, das wir den gleichen Mist noch einmal behalten müssen, sich ganz sicher nichts ändern wird. Und nun noch ein zweifelhafter Dank an die SPD, die zwar mit den Grünen und Linken zusammen vorn liegen würde, aber es offensichtlich an Rückgrat fehlt die Regierung zu bilden.Erst sagt Steinbrück die Linke sei nicht Regierungsfähig, doch nun ist wohl eher die SPD Regierungsunwillig. Ein Grund mehr um sie zukünftig im Auge zu behalten, denn wir brauchen niemanden der weiter abnickt. Tun die SPD es doch, müssen sie bei der nächsten Bundestagswahl  auf das Niveau der Grünen rechnen. Verdammte Feiglinge.


Und nun lasst uns alle an den Händen fassen und ganz laut zu Himmel erhoben rufen 

Scheisse!


* Langzeit-Leiharbeit ist das, was ein Mitarbeiter von Thyssen-Krupp der Kanzlerin bei der Wahlarena erklärte - 10 Jahre Leiharbeit in ein und der selben Firma; ohne Unterbrechung, also Langzeitleiharbeit. Dabei sind in der Firma 500 Leiharbeiter und ein Stammpersonal von 30-40 Menschen.So sehen die Auftragsspitzen heute aus und die Kanzlerin wusste rein gar nichts davon; natürlich nicht.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Der Autor des Artikels ereifert sich darüber daß fast dreißig Prozent der Wahlberechtigten nicht von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen.

Aber wenn sie wählen, möchten sie wählen wie es ihm gefällt.

Das scheint mir ein Widerspruch zu sein.
Es ist auch realitätsverleugnend.

Abschließend sei gesagt, bei schlechtem Angebot nicht zu wählen ist eine durchaus legitime Entscheidung.
Dann kann man seine Ressourcen anderweitig einsetzen.

General-Investigation hat gesagt…

Was ist denn das für eine Aussage?
Einerseits sind so gut wie alle mit der Politik unzufrieden, andererseits verweigern sie die Stimmabgabe um wirklich etwas zu verändern, tun es aber nicht. Und wie es dann immer nach der Wahl ist jammern genau diese Leute, das sich nichts getan hat.
Das nenne ich Heuchelei.
Was für ein Angebot brauchen Sie denn um zu wählen - müssen Sie tatsächlich noch mehr Parteien haben als sich schon zur Wahl stellen; wie viele sind es, fast 50? da kann ich ihre Aussage nicht wirklich ernst nehmen, sondern es ist wohl eher ein Ausrede.
Und wie nutzen Sie ihre Ressourcen dann anderweitig - also so das sich etwas politisch und für die Gesellschaft insgesamt positiv verändert?