Montag, 2. September 2013

TV Duell Merkel vs Steinbrück

Am gestrigen Abend war sowohl im Fernsehen wie auch im Internet das sogenannte TV Duell zu verfolgen.
Wer sich hammerharte Fragen der Moderatoren versprochen hatte, wurde bitter enttäuscht, denn im Grunde waren es harmlose Fragen, die niemanden wirklich aus dem Konzept bringen konnten.
Dabei sind wichtige Themen wie die Arbeitslosigkeit in Deutschland, die Arbeitnehmer als Aufstocker und die ALG II Bezieher gar nicht erst benannt worden - man hat sich daran vorbei geschlichen um nicht zu viel Staub aufzuwirbeln. Dabei wäre es doch interessant gewesen wenn eine Frau Merkel hätte erklären müssen, wieso man denn immer von knapp 3 Millionen Arbeitslosen spricht, obwohl wir fast 8 Millionen ohne Arbeit haben man die nicht genannten 5 Millionen mit allerlei Tricks und Kniffen aus der Statistik heraus rechnet.

Es liegt ganz sicher an den Moderatoren, denn die Frage waren in keiner Weise provokant und es gab kein wirkliches Duell. Eines jedoch ist hier sehr deutlich geworden und wieder einmal mehr aufgefallen - Frau Merkel hat es gemacht wie immer: Nur keine Frage direkt beantworten, sondern immer schön drumherum reden und dabei nichts sagen. Schon toll wie sie das kann. Dagegen hat Herr Steinbrück doch tatsächlich auch die Fragen direkt und ohne Geschwafel beantwortet, was ihm doch auch wohl einen Vorsprung geben sollte.
Merkel machte einen genervten und desinteressierten Eindruck, Steinbrück hingegen hat sich wohl die Worte seiner Berater zu Herzen genommen und ist nicht auf harten Angriff gegangen. Wenn man es ganz genau nimmt, hätte mit ein bisschen mehr Feuer von Steinbrück der Abend interessant werden können, denn wenn man fair ist muß man zugeben, das Steinbrück in der Lage gewesen wäre Frau Merkel in der Luft zu Konfetti zu verarbeiten.

Noch besser wäre es sicherlich zudem noch geworden, wenn man nicht irgendwelche Moderatoren als Fragesteller genommen hätte, die nun tatsächlich extrem harmlose Fragen gestellt haben und man den Eindruck gewinnen konnte, das man Frau Merkel nicht allzu sehr auflaufen lassen wollte. Fragen von Zuschauern oder den Onlinekommentatoren wären deutlich interessanter geworden, denn dann wäre zumindest Frau Merkel als amtierende Kanzlerin gewaltig ist straucheln geraten - das wäre wünschenswert gewesen, denn Frau Merkel würde nach ihrer Wiederwahl genau so weitermachen wie bisher und wir alle würden bluten was das Zeug hält - das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

Lassen wir uns also am 22. September 2013 überraschen.





Um das ganze noch einmal in der Zusammenfassung erklärt zu bekommen, 
hier ein Kommentar von Gernot Hassknecht



Wo er recht hat, hat er recht - ohne Frage

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